Gesundheit

Apotheker schreiben Postkarten an Bundestagsabgeordnete

Vor demBundesgesundheitsministerium in Berlin haben bereits im März rund 500 Apotheker und Apothekenmitarbeiter protestiert. Die drei Nachwuchsapotheker Maria Zoschke, Dr.Joachim Schrot und Maximilian Wilke hatten den Protestmarsch unter #retteDeineApothekeauf die Beine gestellt. Auf Facebook und Twitter waren sie schon zuvor aktivund sind es immer noch. Seit vergangenem Freitag wollen sie erneut „als BasisDruck“ machen: Mit Postkarten und einem Schreiben, das die Apotheker an alleBundestagsabgeordnete schicken sollen – „für die Zukunft der Apotheken“.  

Der Protestmarsch in Berlin, bei dem kürzlich knapp 500Apotheker und Apothekenmitarbeiter für den Erhalt der Apotheke vor Ort auf dieStraße gingen, war nicht die letzte Aktion der Apotheker-Initiative #retteDeineApotheke.Auf Twitter und Facebook ging die PR-Arbeit weiter: Zunächst mit zwei Grafiken,von denen eine auf Facebook tausendfach geteilt wurde. In der Grafik werden dieLeistungen und Qualitätsmerkmale der EU-Versender denen der Vor-Ort-Apothekengegenübergestellt.

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Vergangenen Donnerstag haben die drei Begünder der Protestbewegung#retteDeineApotheke (Maria Zoschke, Dr. Joachim Schrot und Maximilian Wilke) nach eigenen Angaben die nächste Kommunikationsstufe gezündet: Im Postkartenformat (siehe Foto) verbreiten sie die Botschaft, dass keiner „Arzneimittelversorgungbesser“ kann „als die deutschen Apotheken“ und stellen drei Forderungen:

  • eine auskömmliche und zeitgemäße Honorierung derApotheken
  • eine Festschreibung der Rx-Preisbindung imArzneimittelgesetz
  • die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips imApothekenwesen

Diese Forderungen sollen „alle, denen die Apotheke vor Ortam Herzen liegt“ als digitale Postkarten per Mail an ihre jeweiligenBundestagsabgeordneten im Wahlkreis schicken. Dazu ruft die Protestbewegung aufFacebook auf. Außerdem soll in die Mail, mit dem Betreff „Für die Zukunft derApotheken“, ein vorgefertigter Text eingefügt werden, der die Forderungen näherbegründet. Dieser findet sich auch auf Facebook.

99 Likes hat die Bitte um Unterstützung beim Versenden derPostkarten auf Facebook bis jetzt erhalten – außerdem wurde der Aufruf 106-malgeteilt und 35-mal kommentiert (Stand:17.04.2019, 14:45 Uhr). Geteilt hat denBeitrag beispielsweise auch der Adexa-Vorsitzende Andreas May, der auch auf derAbschlusskundgebung der Demonstration am 24. März in Berlin gesprochen hatte.

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In der Kommentarspalte finden sich Zustimmung „Done!!!“, Lobund konstruktive Kritik sowie weitere Prominenz: Sylvia Gabelmann (Die Linke) schrieb beispielsweise: „Ich unterstütze diese Forderungen ja bekanntermaßensehr gerne –aber von ‚Sehr geehrter Herr Abgeordneter‘ fühle ich michdefinitiv nicht angesprochen.“

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Das schönste Lob gab es wohl von Ingrid Schierle, sieschrieb: „Ich habe bisher immer die ABDA verteidigt, da ich der Meinung bin, esist einfach, andere zu kritisieren, wenn man nicht selbst in der Verantwortungsteht und bessere Alternativvorschläge vorbringen kann. Und dann kam#retteDeineApotheke ![…]“ Sie lobt, dass die Protestaktion nicht „nörgelt“sondern aktiv die „breite Masse der Apotheker (hoffentlich) mitreißt“.
Übrigens, wem der Name Ingrid Schierle bekannt vorkommt: Im Dezember 2018suchte sie Unterstützer für eine Petition mit der Forderung „25 ProzentMehrwertsteuer für Waren von Amazon und Co!“

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