Das ist der Grund, warum dicke Menschen wahrscheinlicher an Krebs erkranken

Übergewicht ist in jederlei Hinsicht schlecht: Es schädigt die Gelenke, erhöht das Risiko an Diabetes zu erkranken und könnte sogar zu Krebs führen. Warum letzteres so ist, lag lange im Dunkeln. 

Wissenschaftler haben nun aber eine Erklärung gefunden, warum gerade fettleibige Menschen wahrscheinlicher an Krebs erkranken. Das berichtet die „BBC“. Es könnte sich um eine Art Zelle handeln, die der Körper eigentlich dafür braucht, Krebsgewebe zu zerstören. Ist die Zelle aber mit Fett verstopft, kommt sie ihrer ursprünglichen Funktion nicht mehr nach. Das stellte ein Team vom Trinity College in Dublin fest.

Einer von 20 Krebsfällen soll demnach durch Übergewicht verursacht werden. Zwar ist Rauchen (laut Cancer Research UK in Großbritannien) immer noch die größte vermeidbare Krebsursache, direkt danach folgt aber Fettleibigkeit. In Großbritannien erkranken jährlich 22.800 Menschen an Krebs infolge von Fettleibigkeit. Weltweit sind es rund 500.000 Menschen, die jedes Jahr die Diagnose Krebs erhalten.

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Übergewicht und Krebs: Zusammenhang seit Jahren belegt

Den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs kennen viele Menschen nicht, dabei ist er laut Rudolf Kaaks, Leiter der Abteilung Epidemiologie von Krebserkrankungen am Deutschen Krebsforschungszentrum, seit Jahren belegt. Nach vorsichtigen Schätzungen könnten darauf mindestens fünf bis sechs Prozent aller Krebsfälle zurückgeführt werden. „Die Liste der Krebsarten, bei deren Entstehung vermutlich Übergewicht eine Rolle spielt, wird immer länger“, sagt Kaaks. Dabei gelte nicht nur Fettleibigkeit als Risikofaktor – auch an sich schlanke Menschen mit viel Bauchfett hätten ein erhöhtes Risiko.

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Wer bereits adipös ist, sollte besser abnehmen, raten Wissenschaftler. Das verringert das Risiko, an Krebs zu erkranken. Die Studie wurde im „Nature Immunology Journal“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler beschreiben darin, wie die krebsbekämpfenden Zellen des Körpers durch Fett verstopft werden. Sie erhoffen sich daraus, dass sie medikamentöse Behandlungen finden, die die natürlichen Killerzellen wiederherstellen können.

„Obwohl wir wissen, dass Fettleibigkeit das Risiko für 13 verschiedene Krebsarten erhöht, verstehen wir die Mechanismen, die der Verbindung zugrunde liegen, nicht ganz“, sagt Leo Carlin vom Beatson Institute of Cancer Research UK der „BBC“. „Diese Studie zeigt, wie Fettmoleküle Immunzellen daran hindern, ihre Tumorabtötungsmaschinerie richtig zu positionieren, und bietet neue Möglichkeiten, Behandlungen zu untersuchen.“


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