Gesundheit

Die Maus war da: Kindgerecht forschen in der „Apotheke für Krankenhäuser“

Wie kommen eigentlich die vielen Medikamente, die täglich im Krankenhaus benötigt werden, dorthin? Dieser Frage durften am vergangenen Donnerstag – dem Tag der Deutschen Einheit – beim Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus 125 junge Entdecker in Gröbenzell bei München nachgehen.

Unter der Woche arbeiten rund 90 Mitarbeiter in den Räumen der Klinikversorgung seiner Apotheke und versorgen mehr als 20 Krankenhäuser mit Arzneimitteln: Christian Sickau, Inhaber der Johannes Apotheke, hatte in das Industriegebiet in Gröbenzell im Westen von München eingeladen, um für Maus-Fans die spannenden Türen zu öffnen, die sonst für Besucher verschlossen sind. „Der Türöffner-Tag ist eine gute Gelegenheit zu zeigen, was in einer Apotheke jenseits der Arzneimittelabgabe geleistet wird. Das praktische Erleben vor Ort kann durch keinen Werbefilm und keine Imagebroschüre ersetzt werden“, erklärt Dr. Sonja Mayer, die in der Johannes Apotheke angestellt ist. Schmunzelnd fügt sie hinzu: „Unsere Nachwuchsförderung beginnt schon in jungen Jahren“.

Experimente und Hygiene hautnah

„Wir können Säfte, Zäpfchen, Cremes, Salben und Gele herstellen.“ Carolin Jakob, Pharmazeutin im Praktikum, fragt die Kinder, wie man denn feststellen könne, ob der Stoff, den man verarbeiten möchte, wirklich der ist, den der Arzt verschrieben hat – ein besonders unleserliches Rezept hat sie auch dabei. Schließlich sähen die Substanzen größtenteils ähnlich aus, nämlich weiß. Schmecken, wie es ein Kind vorschlägt, hält Jakob für keine gute Idee. Aber riechen wäre vielleicht eine Möglichkeit. Das kann dann auch gleich getestet werden: Es gilt, den Geruch ätherischer Öle zu erraten. Außerdem zeigt die Apothekerin, wie man den pH-Wert bestimmen kann und macht Experimente mit Wasser-Öl-Mischungen.

Unsere Haut besteht überwiegend aus „guten“ Bakterien. Aber es sind auch unsichtbare Bakterien auf der Haut, die Krankheiten verursachen können. Beim richtigen Händewaschen mit Seife und Desinfektion lassen sich Krankheitserreger entfernen, erklärt Apothekerin Sabrina Enslin. Nach der Demonstration zum richtigen und dann einem gemeinsamen Händewaschen testen die Kinder an sich selbst mit einer UV-Tischlampe, ob bei ihnen nicht gut desinfizierte Stellen sichtbar werden.

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