Gesundheit

Unfall: Mann amputiert sich sein eigenes Bein mit dem Taschenmesser

Schrecklicher Arbeitsunfall: US-Farmer amputiert eigenes Bein mit einem Messer

In den USA geriet ein Farmer während der Arbeit mit einem Bein in ein landwirtschaftliches Gerät, das ihn immer tiefer in die Maschine hineinzog. Dem 63-Jährigen war klar, dass er schnell eine Entscheidung treffen musste. Der Mann amputierte sich mit einem Taschenmesser das eigene Bein, um sich zu befreien.

Bein blieb in landwirtschaftlichem Gerät stecken

Kurt Kaser arbeitete auf seiner Farm im US-Bundesstaat Nebraska, als er in eine schreckliche Situation geriet. Sein Bein blieb in einem landwirtschaftlichen Gerät stecken, als der 63-Jährige Mais ablud. Der Mann erkannte, dass er schnell eine Entscheidung treffen musste, und amputierte sich mit einem Taschenmesser das eigene Bein, um sich zu befreien.

Amputation mit einem Taschenmesser

„Ich war mir sicher, dass ich ohnmächtig werden würde, aber irgendwie sagte mir etwas, ich solle weitermachen“, sagte Kaser dem Nachrichtensender „NBC News“ in einem Telefoninterview.

„Ich habe getan, was ich dachte, dass ich tun muss, und es hat funktioniert.“

Den Angaben zufolge ereignete sich der Unfall Ende April. Der 63-Jährige gab an, dass er auf seiner Farm beim Entladen von Getreide mit einem Bein in eine Förderschnecke geraten war. Die Maschine lief noch.

Er erklärte, dass seine Familie nicht zu Hause war und er nicht wusste, wann wer auf die Farm käme.

Nachdem er erfolglos versucht hatte, sich zu befreien, griff er nach einem Taschenmesser, das er trug, und schnitt sich das Bein frei.

Farmer isst optimistisch

„Ich konnte fühlen, wie ich die Nerven durchschnitt“, sagte Kaser. „Schließlich war ich los und begann zum Haus zu kriechen.“

Seinen Angaben zufolge dauerte die ganze Tortur ungefähr fünf Minuten. Dennoch klang der Mann laut „NBC News“ diesbezüglich und wegen des Verlusts der unteren Hälfte seines Beins zuversichtlich.

Wenn er an andere Leute denke, die im Krankenhaus waren, mache er sich bewusst, dass er immer noch den größten Teil seines Beins habe und hoffe, bald wieder gehen zu können.

„Es gibt eine Menge Leute an diesen Orten, die im Rollstuhl sitzen, und niemals laufen werden“, so der 63-Jährige.

Auf die Frage, wie er die Situation positiv beurteilen könne, scherzte Kaser, dass dies auf sein eigenwilliges Wesen zurückzuführen sei. „Ich bin ein Sturkopf. Ich gebe niemals auf.“

Schmerzhafter Genesungsprozess

Nachdem er sich aus der Maschine befreit hatte, kroch Kaser zu seinem Haus und rief den Rettungsdienst an.

Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und später in eine andere Klinik geflogen, in der seine Tochter arbeitet.

Nach einer Woche im Krankenhaus und zwei weiteren Wochen in einer Rehaklinik wurde er entlassen.

Sein Genesungsprozess sei schmerzhaft gewesen, aber er sei entschlossen, wieder zu gehen. Der verheiratete Vater von drei erwachsenen Kindern habe sich auch schon mit Ärzten über eine Beinprothese unterhalten.

„Ich mag es, unterwegs zu sein und ich weiß, dass ich es sein werde“, sagte Kaser.

Ähnliches Unglück wurde verfilmt

In dem Bericht von „NBC News“ wird darauf hingewiesen, dass der Vorfall an eine Szene im Film „127 Hours“ erinnert.

James Franco spielt darin den echten Abenteurer Aron Ralston, der in einem Canyon im Südosten Utahs gefangen war, weil ein Felsbrocken auf seinen Arm fiel.

Nachdem Ralston Tage im Canyon verbracht hatte, befreite er sich, indem er sich den Arm amputierte.

Amputation in der Geschichte

Heute gibt es das Wegschneiden von Gliedmaßen als Strafe nur noch unter islamischer Herrschaft. Nach der Sure 5:38 des Koran soll Dieben die Hand, nach Sure 5:33 für Straßenraub und den Kampf gegen die Gesandten Gottes Hand und Fuß kreuzweise abgeschnitten werden. Im historischen Islam verhängten Richter beide Strafen nur selten, und an der Wende zum 20. Jahrhundert schafften fast alle Staaten diese Strafen ab.

Unuterbrochen hielten sich die Amputationen nur in Saudi-Arabien unter der Herrschaft der Wahhabiten. Der Siegeszug der Islamisten seit 1972 brachte in Libyen, Pakistan, Iran, Sudan und Teilen Nigerias das Abschlagen von Händen und Füßen in den Strafvollzug zurück; im Sudan kam es allein zwischen 1983 und 1985 zu 120 Amputationen. Diese Praxis wird bis heute umgesetzt. (ad)

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