Gesundheit

Verwechslungsgefahr bei Estramon conti

Die AMK informierte vergangene Woche über Risiken bei derAnwendung von Estramon conti®. Konkret ging es um die Verwechslungsgefahr desHormonpflasters mit dem im Sachet angeklebten Trockenmittel-Pad. DieArzneimittelkommission der Deutschen Apotheker sieht vor allem auch denHersteller in der Verantwortung und aus ihrer Sicht „verhindertdie Aufmachung des Arzneimittels (…) den oben genannten Anwendungsfehler unddie daraus folgenden Risiken nur unzureichend.“ Das sieht Hexal andersund nimmt nun Stellung.

Öffnet man das Sachet von Estramon conti®, finden die Anwenderinnen zwei Dinge: ein estradiol- undnorethisteronhaltiges Matrixpflaster – das Arzneimittel – und ein ander Sachet-Innenwand aufgeklebtes Trockenmittel-Pad. Das führt laut Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) offenbar zu Verwechslungen.

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Hexal erkennt Problematik bei Estramon conti

Nicht zuletzt bemängelte die AMK, dass Hexal nicht direkt auf dem Hormonpflaster beziehungsweise dem Trockenmittel-Pad auf die jeweilige Funktion hinwies. Auch wenn die AMK die bereits vom Hersteller eingeleiteten Schritte würdigt – beispielsweise eine Patientenbroschüre, die Hexal mittlerweile beilegt –, erklärt die Arzneimittelkommission: „In der Zusammenschau der Fälle verhindert die Aufmachung des Arzneimittels aus Sicht der AMK den oben genannten Anwendungsfehler und die daraus folgenden Risiken nur unzureichend.“ Das sieht Hexal offenbar anders.

Dass Estramon conti® nicht ganz frei von Anwendungsfehlern ist, gibt Hexal offen zu, auch dass sich das Unternehmen darüber im Klaren ist. Gegenüber DAZ.online erklärt der in Holzkirchen bei München ansässige Pharmahersteller: „Wir sind uns der Problematik bewusst und haben seit der Markteinführung verschiedenste Maßnahmen veranlasst, um die Patienten klar zu informieren und eine mögliche Verwechslung zu minimieren.“ Welche Maßnahmen hat Hexal bereits umgesetzt?

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