Gesundheit

Wie lange soll die PTA-Ausbildung dauern?

Verlängerung auf drei oder 2,5 Jahre wie bisher – das ist neben der Kompetenzerweiterung wohl der strittigste Punkt bei der geplanten PTA-Reform. BVpta und Adexa wollen eine längere Ausbildung. Unter anderem die ABDA hält dagegen und möchte es bei der Ausbildungsdauer beim Bewährten lassen. Und was meinen unsere Leserinnen und Leser? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil!

Die PTA-Ausbildung soll reformiert und an die aktuellen Anforderungen in Apotheken angepasst werden. Das Ziel ist klar: Der Beruf soll attraktiver und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Wie man dieses Ziel erreicht, da gehen die Meinungen allerdings auseinander. Ein strittiger Punkt ist die Ausbildungsdauer. Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf sieht vor, dass es grundsätzlich bei der zweieinhalbjährigen Berufsausbildung in ihrer bisherigen Struktur (zwei Jahre Schule, danach sechs Monate Praktikum in der Apotheke) bleiben soll – allerdings mit überarbeiten Inhalten. 

Das spiegelt unter anderem die Meinung der ABDA und der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft „Theoretische und praktische Ausbildung“ (DPhG-AG TuPA) wieder. Sie sind überzeigt, dass an den bestehen Grundsätzen nichts verändert werden sollte, eine Aktualisierung der Inhalte wünscht man sich aber schon. 

Anderer Meinung sind der Bundesverband PTA und die Apothekengewerkschaft Adexa. Sie halten eine längere schulische Ausbildung für unabdingbar. Neues Wissen in alten Strukturen zu vermitteln ist aus ihrer Sicht kontraproduktiv. Befürworter der längeren Ausbildung glauben auch nicht, dass eine um ein halbes Jahr längere Schulausbildung ein unlösbares Organisationsproblem für die Schulen darstellt.

Auch der Bundesrat will eine „mindestens“ dreijährige Ausbildung. Und in der SPD-Bundestagsfraktion macht man sich ebenfalls für eine Verlängerung stark. Wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn diesem Druck nachgeben? Klar ist: Eine Einigung ist sowohl mit dem Koalitionspartner als auch mit den Ländern nötig, soll die Reform wirklich kommen. 

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