Gesundheit

Zwei Stunden in der Natur machen glücklich und halten gesund – allerdings hat die Sache einen Haken

Wellness für lau: Wer Stress abschütteln will, sollte sich mehr in der Natur aufhalten. Denn die Zeit in Parks, Naturschutzgebieten, an der Küste oder in den Bergen hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, zeigt eine aktuelle Studie im Fachmagazin „Nature“.

Demnach reichen schon zwei Stunden pro Woche aus, um Depressionen und Angstzustände zu lindern, den Blutdruck zu senken und das Risiko anderer Krankheiten zu reduzieren. Darüber hinaus fördert die Naturzeit die Kreativität und die kognitiven Fähigkeiten. Zu diesen Erkentnissen kamen britische Forscher durch eine Regierungsumfrage, in der fast 20.000 Menschen gebten wurden, ihre Aktivitäten einer Woche zu protokollieren. Diejenigen, die mindestens zwei Stunden pro Woche in der Natur waren, berichteten mit deutlich höherer Wahrsheinlichkeit von einer starken Gesundheit und besserem Wohlbefinden, als diejenigen, die kaum nach draußen kommen. Der Höhepunkt dieses positiven Effekts auf Körper und Geist erreichen Menschen nach 200 bis 300 Gesamtminuten, also nach etwas mehr als zwei Stunden und maximal fünf Stunden.

Dass „frische Luft“ gesund ist, ist keine Neuigkeit. Allerdings wussten Forscher lange nicht, wie viel Zeit Menschen in der Natur brauchen, bis ein messbarer Effekt eintritt. „Wir waren wirklich erleichtert, dass es zwei Stunden und keine 12 Stunden waren“, sagte Mathew White, Umweltpsychologe und Dozent an der Universität von Exeter sowie Hauptautor der Studie zu „Fast Company“. „Zwei Stunden sind machbar.“

Dabei spiele es keine Rolle, ob einmal zwei Stunden am Stück die Natur genossen wird, oder in Etappen. „Das könnte sich über die Woche ansammeln: Eine halbe Stunde hier, eine halbe Stunde dort, und bevor Sie es wissen, haben Sie zwei Stunden erreicht“, so White weiter. Allerdings kamen 60 Prozent der Befragten nicht für zwei Stunden in die Natur.

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Denn: Der Gang zum Bäcker, der Weg zu Arbeit – das alles zählt nicht. Konkret untersuchten die Forscher „Freiflächen in und um Städte, einschließlich Parks, Kanälen und Naturgebieten; die Küste und die Strände; und die Landschaft, einschließlich Ackerland, Wald, Hügel und Flüsse“ und die jeweilige Zeit, die Menschen dort verbringen. Man muss sich also aufraffen, die zwei Stunden auch wirklich in der Natur zu verbringen. Allerdings befanden sich diese Grünräume meist im Umkreis von drei Kilometern.

Um sportliche Bewegung ging es bei der Studie nicht. Übungen an der Luft seien an und für sich gut, so White. Interessanterweise trainierte ein Großteil der Befragten nicht – und dennoch hatten diejenigen, die wenigstens draußen ein Picknick machen oder ein Buch lesen, gesundheitliche Pluspunkte. 


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