Persönliche Gesundheit

Wie es Fußballprofis im Alter geht

Professionelle Fußballer haben womöglich ein erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu sterben. Dies geht aus einer breit angelegten Studie hervor, die im Fachblatt „NEJM“ erschienen ist.

Forscher der Universität Glasgow und der Hampden Sports Clinic untersuchten die Gesundheits-Historie von 7676 Männern der Jahrgänge 1900 bis 1976, die in Schottland professionell Fußball gespielt hatten. Die Daten verglichen sie mit einer Kontrollgruppe von 23.028 gleichaltrigen Männern.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Im Zeitfenster der Studie von 18 Jahren starben 15,4 Prozent der Fußballer und 16,5 Prozent der Kontrollpersonen.
  • Die Fußballer hatten ein geringeres Risiko, vor dem 70. Lebensjahr zu sterben. Auch war ihr Risiko geringer, an Lungenkrebs oder einem Herzleiden zu sterben.
  • Allerdings hatten die Fußballer ein höheres Risiko, an einer sogenannten neurodegenerativen Krankheit zu sterben. Dazu zählen neben Demenz auch Parkinson, amyotrophe Lateralsklerose sowie die im Zusammenhang mit American Football diskutierte Krankheit CTE (Chronisch Traumatische Enzephalopathie). Bei 1,7 Prozent der verstorbenen Fußballspieler war ein neurodegenerative Erkrankung die Haupttodesursache, in der Kontrollgruppe war dies bei lediglich einem halben Prozent der Verstorbenen der Fall.

Wer hat’s bezahlt?

Die Studie wurde vom englischen Fußballverband FA und der Fußballergewerkschaft PFA finanziert.


Dass Profisportler im Schnitt eine höhere Lebenserwartung haben als der Bevölkerungsdurchschnitt, haben bereits andere Studien ergeben. Vermutlich beruht dies zum einen auf dem hohen Maß an körperlicher Aktivität, zum anderen darauf, dass Athleten seltener rauchen und seltener Übergewicht haben, schreibt das Team um Daniel Mackay. Ebenso ist bereits bekannt, dass Ex-Profis der NFL ein höheres Risiko für die neurodegenerative Krankheit CTE haben.

Welchen Einfluss Kopfbälle auf das Entstehen von Demenz haben, kann die Studie aber nicht direkt beantworten. Auch sagt sie nichts zur Gesundheit von Amateurfußballern aus.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen