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Bei Edeka, Aldi & Co.: Diese Änderungen erwarten dich 2021 beim Einkaufen

Maskenpflicht, Mindestabstände und eine begrenzte Personenzahl: Beim Einkaufen hat sich in der Corona-Zeit einiges verändert.

So auch das Angebot: Von kleinen Läden nebenan bis hin zu großen Filialen – Desinfektionsmittel sowie Mund- und Nasenbedeckungen wurden in zahlreiche Standard-Sortimente aufgenommen und werden in Schaufenstern und Geschäften beworben.

Aber nicht nur die Bedingungen im Handel, sondern auch das Verhalten der Kundinnen und Kunden ändert sich. Viele vermeiden häufige Fahrten zum Supermarkt und gehen stattdessen einmal die Woche zum Einkaufen – dann aber im großen Stil.

Die Lage im Einzelhandel könnte sich im kommenden Jahr durch einige Neuerungen verschärfen.
 

Die neuen Regeln ab 1. Januar beim Einkaufen

Maskenpflicht, beschränktes Sortiment und Mindestabstände gelten bis mindestens 10. Januar 2021 weiter. Die Branche rechnet mit einer Verlängerung der Maßnahmen bis Ende Januar.

Erste Lockerungen könnte es somit erst Anfang Februar geben. Finale Entscheidungen wollen Bund- und Länder am 5. Januar treffen. 

Wer in Schuhgeschäften, Modefilialen, Baumärkten oder Möbelläden einkaufen will, muss sich vermutlich bis Ende Januar gedulden. Allerdings soll die Abholung in den Filialen bundesweit ermöglicht werden.

Einzelne Ketten hatten Kommunen bereits Hygienekonzepte vorgelegt. Diese kommen nun Anfang Januar auf den Prüfstand.

Somit können Kundinnen und Kunden von H&M oder Ikea, Produkte online kaufen und diese dann in den Filialen abholen. Solche Konzepte sind derzeit für Baumärkte und Möbelgeschäfte in Ost- und Norddeutschland möglich.

Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen verbieten solche Regelungen allerdings.
 

Alte Mehrwertsteuer kommt zurück

Die Bundesregierung wollte nach Ausbruch der Corona-Krise den Konsum in Deutschland stärken. Durch eine Mehrwertsteuersenkung sollten Verbraucherinnen und Verbraucher mehr einkaufen.

Für den regulären Steuersatz lag die Senkung bei drei Prozent (statt 19 zahlten Verbraucher nur 16 Prozent), der niedrige Steuersatz fiel wiederum von sieben auf fünf Prozent. 

Ab 1. Januar 2021 gelten nun wieder die alten Mehrwertsteuersätze. Somit entfallen auf Dienstleistungen, Nahrungsmittel und Waren wieder 19 Prozent.

Ausnahmen sind ausgesuchte Lebensmittel, die laut Umsatzsteuergesetz mit sieben Prozent (bis 31.12 sind es fünf Prozent) besteuert werden. Solche Lebensmittel sind 

  • Fleisch und Schlachtnebenerzeugnisse, 
  • Fische und Krebstiere,
  • Gemüse und Früchte, 
  • Milch, Milcherzeugnisse und Eier
  • Kaffee, Tee, Gewürze, 
  • Zucker, Kakao, Flocken und Mehl, 
  • Pflanzliche Fette und Öle, 
  • Blumen 
  • und andere Produkte, die im Umsatzsteuergesetz (UstG, Anlage 2) festgelegt werden.

Aldi Süd, dm, Rossmann, Penny, Deichmann und Douglas hatten die Mehrwertsteuer-Senkung an der Kasse abgezogen. Die Preise an den Regalen und Prospekten änderten sich nicht.

Lidl, Globus, Kaufland, Rewe und Edeka änderten wiederum die Preisschilder. Händler haben bereits angekündigt, die Mehrwertsteuer spätestens zum 2. Januar umsetzen zu wollen. 

Grundsätzlich gilt: Krumme Preise deuten auf die niedrige Mehrwertsteuer (16 Prozent) hin, Centbeträge, die mit 5, 8,9 oder 0 enden, bedeuten in der Regel, dass auf die Lebensmittel 19 Prozent beziehungsweise sieben Prozent entfallen.
 

Bye-bye Plastik-Produkte!

Größtenteils haben die Discounter, Drogerie-Händler und Supermärkte Einweg-Geschirr bereits verbannt. Vereinzelt können Verbraucherinnen und Verbraucher allerdings weiterhin Plastik-Produkte kaufen. 

Das soll sich ab 3. Juli 2021 ändern. Dann ist es in der ganzen Europäischen Union eine Ordnungswidrigkeit, bestimmte Artikel aus Einwegplastik zu verkaufen – nämlich Besteck und Teller, Trinkhalme, Wattestäbchen, Luftballon-Halter, Rührstäbchen etwa für den Kaffee sowie Styroporbecher und -behälter für Essen zum Mitnehmen.

Möglicherweise könnten Händlerinnen und Händler ab Mai 2021 in den Abverkauf dieser Produkte gehen. Restbestände an Einweg-Geschirr, Trinkhalmen oder Wattestäbchen könnte man dann zum Schnäppchenpreis kaufen.

Ketten wie Aldi, dm, Rossmann, Rewe, Edeka und Co. hatten Plastik-Produkte bereits Anfang 2020 durch Bambus-, Papier- oder Baumwoll-Alternativen ersetzt.
 

Real schließt an vielen Standorten

Die Zerschlagung von Real gilt 2021 als beendet. Nachdem das Online-Geschäft und knapp über 90 Filialen an Kaufland gehen, erhalten auch Globus und Edeka einen Teil des Filialnetzes.

Das Bundeskartellamt entscheidet in den nächsten Wochen. Bis die einzelnen Märkte komplett umgetauft und die Mitarbeiter eingearbeitet sind, könnten noch Monate vergehen.

Immerhin sollte 2021 feststehen, wie viele Märkte unter dem Namen Real weitermachen. Experten zufolge könnten es am Ende etwa 60 Filialen werden.

Im Februar 2020 bestand das Real-Filialnetz noch aus 272 Märkten. Für den größten SB-Warenanbieter geht somit eine Ära zu Ende.

Mehr Online-Shops und Express-Lieferungen

Das Jahr 2021 könnte den Boom bei der Lebensmittel-Lieferung bringen. Anbieter wie Picnic oder Rewe haben bereits angekündigt, innerhalb des Bundesgebiets weiter expandieren zu wollen.

Amazon schraubt seit Ende 2020 an seinen beiden beliebten Angeboten Amazon Fresh und Amazon Prime Now. Eismann und Bofrost planen ebenfalls mit Investitionen in ihr Liefernetz.

Einen Einstieg ins Liefergeschäft plant Dr. Oetker. Der Lebensmittel-Riesen hatte den Getränkelieferdienst Flaschenpost komplett übernommen und plant vermutlich bald Tiefkühlpizzen und andere Produkte des Hauses auszuliefern.

Im ersten Quartal startet auch der tschechische Online-Anbieter Rohlik in Deutschland. Unter dem Namen „Knuspr“ sollen im ersten Quartal erste Lebensmittel in München an Kunden ausgeliefert werden. 
 

Supermärkte starten mit neuen Konzepten

Nach der Übernahme von Real.de startet auch Supermarkt-Riese Kaufland einen eigenen Online-Shop. Ob hier auch Lebensmittel angeboten werden, bleibt vorerst ein Geheimnis.

Das nötige Know-How und erste Erfahrungen hatte die Schwarz-Gruppe bereits mit dem mittlerweile eingestellten Lebensmittel-Lieferdienst von Lidl.de gesammelt.

Erwartet wird auch, dass Aldi sein „Aldi-Liefert“ weiter ausbaut. Im Jahr 2020 hatte Aldi immer wieder am Sortiment geschraubt. 

Drogerie-Riese dm und Discounter-Anbieter Netto Marken-Discount testen seit 2020 Click-und-Collect-Konzepte, die in der Regel auch als Vorboten für Expresslieferungen gelten.

Lidl hat wiederum im europäischen Ausland ein solches Konzept in seiner neuen Lidl-Plus-App versteckt. In Deutschland ist dieser Service – genauso wie die Payment-Funktion – noch nicht freigeschaltet.

* Dieser Inhalt erschien zuerst bei chip.de.

Chip.de Redaktion

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