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Neues Trend-Superfood: Auf Quinoa und Amaranth folgt Canihua

Pseudogetreidesorten wie Chiasamen oderQuinoa haben in den letzten Jahren ihren Weg nach Deutschland gefunden und begeistern seitdem viele Foodies. Bei vielen gesundheitsbewussten Hobbyköchen dürfen sie auf dem Speiseplan nicht mehr fehlen.

Nun ist ein weiteres Superfood auf dem Vormarsch zu uns: Canihua. Die kleinen braunen Körner erinnern auf den ersten Blick stark an Quinoa und auch andere Eigenschaften weisen Parallelen zu dem bekannten Inka-Korn auf.

Kein Wunder also, dass Canihua auch als Baby-Quinoa bezeichnet wird.

Kleines Korn mit langer Geschichte

Wie Quinoa wird Canihua auf den südamerikanischen Hochebenen auf über 4.000 Metern Höhe kultiviert.

In Peru und Bolivien wird das Fuchsschwanzgewächs auf diese Weise seit mehreren Jahrtausenden angebaut und hat sogar einen festen Platz in der Naturheilkunde eingenommen.

Zu Zeiten der Azteken und Inkas war das kraftvolle Canihua ausschließlich für die königlichen Mahlzeiten der Herrscher vorgesehen. Mittlerweile kommen die Samen aber zum Glück in ganz Südamerika regelmäßig auf den Tisch.

Die kleinen Körner überzeugen dabei nicht nur durch ihren süßlichen, nussigen Geschmack, sondern punkten zudem durch wertvolle Inhaltsstoffe.

Beachtliche Nährwerte

Die Nährwerte von Canihua können sich wahrlich sehen lassen. Denn das Pseudogetreide überzeugt durch einen hohen Anteil an gesunden Kohlenhydraten – der optimale Energiespender nach dem Sport!

Der hohe Ballaststoffgehalt sorgt dabei für eine langsame Aufnahme der Carbs, sodass ein starker Anstieg des Blutzuckerspiegels und damit einhergehende Heißhungerattacken vermieden werden.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Vielzahl leicht verdaulicher pflanzlicher Eiweiße. Auf 100 Gramm des Korns kommen rund 15 Gramm Proteine. Dabei kann Canihua es sogar mit tierischen Produkten aufnehmen.

Idealerweise wird es gemeinsam mit Hülsenfrüchten wie Bohnen, Linsen, Kichererbsen oder grüne Erbsen gegessen. Denn diese Kombination lässt die Wertigkeit steigen.

Da Canihua jedoch, ähnlich wie Reis, Quinoa und Bulgur, eine hohe Kohlenhydratdichte aufweist, bringt es auch relativ viele Kalorien mit (358 kcal pro 100 Gramm). Dementsprechend solltest man hier nicht maßlos drauflos löffeln.

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Reich an Mineralstoffen

Wie auch andere Pseudogetreidesorten, strotzt Canihua nur so vor wichtigen Mineralstoffen. Darunter Magnesium, Folsäure, Zink und Eisen.

Zwei Portionen des Korns (etwa 100 Gramm) decken sowohl den täglichen Magnesium- als auch den Zink-Bedarf zur Hälfte. Zink ist wichtig für Haut, Haare und Nägel sowie einen guten Stoffwechsel und ein intaktes Immunsystem.

Im Vergleich zu anderen Getreidearten ist Canihua besonders reich als Folsäure: Auf 100 Gramm sind es immerhin 148 Mikrogramm. Das ist rund ein Drittel der empfohlenen Tagesdosis. Folsäure ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen und Wachstumsprozessen im Körper beteiligt.

Darüber hinaus sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten – ein wahres Kraftpaket also, das vor allem für Personen, die einer veganen Ernährung folgen und Muskeln aufbauen wollen, interessant sein.

Auch Menschen mit Allergien oder Unverträglichkeiten können unbesorgt zu dem Korn greifen. Denn es ist gluten- und laktosefrei.

Eine gesunde Nascherei

Besonders alle Naschkatzen dürften Gefallen an Canihua finden. Denn es überzeugt mit seinem süßen Geschmack; kommt dabei aber mit einem geringen Zuckeranteil und rund einem Drittel weniger Fett als Schokolade daher.

Hinzu kommt, dass etwa 40 Prozent des enthaltenen Fetts aus der entzündungshemmenden Linolsäure bestehen. Diese gehört zu den zweifach ungesättigten Fettsäuren, zählt zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren und ist dementsprechend sehr gesund für den Körper.

Wer sich aus Canihua eine gesunde Nascherei zaubern will, kann die Samen – ähnlich wie Popcorn – mit Hitze aufpoppen lassen. Mit warmer Milch übergossen, wird aus dem geschroteten Canihua-Mehl hingegen ein leckerer Kakao.

Oder man gibt die gemahlenen Körner in einen Teig hinzu – ideal zum Backen von Kuchen, Muffins oder sogar leckeren Pfannkuchen.

Cornelia Bertram

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