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Probleme mit Rücken, Magen oder Alkohol? Dann ändere sofort deine Schlafposition

Schlafen auf dem Rücken, dem Bauch, der Seite oder schlummern in Embryohaltung, jeder hat seine bevorzugte Schlafhaltung. Und sie kommt nicht von ungefähr, sondern kann auf Gesundheitsprobleme hinweisen.

Die Bettenindustrie hat schon lange darauf reagiert und bietet mit speziellen Kissen für Seitenschläfer, Kopfkissen für Bauch- und Rückenschläfer die passende Unterstützung für die Nacht. Denn jeder hat seine Lieblingslage im Bett. Die Seitenlage ist dabei die beliebteste Schlafposition, gefolgt von Rückenlage und Bauchlage auf Platz drei, wie Untersuchungen von Schlafforschern zeigen.

Unsere am häufigsten genutzte Schlafposition wählen wir meist unbewusst – allerdings nicht zufällig. Die Schlafposition sagt einiges über den Gesundheitszustand aus und kann ihn im Gegenzug auch beeinflussen.

Seitenschläfer – rechts oder links sind entscheidend

Wer auf der rechten Seite schläft, hat oft Probleme mit dem Magen. Denn dabei kann Magensäure besonders leicht in die Speiseröhre zurückfließen. Zusätzlich erschwert diese Schlafposition auch die Arbeit der Bauchspeicheldrüse, weil der Magen auf sie drückt. Rechtsschläfer leiden deshalb doppelt so häufig unter Sodbrennen und Verdauungsproblemen wie Linksschläfer, beweist eine Studie, die im Journal of Clinical Gastroenterology veröffentlicht wurde.

Deshalb haben Menschen, die bevorzugt auf der linken Seite schlafen, oft eine gesunde, geregelte Verdauung – und häufig auch weniger Herzprobleme. Denn unsere Hauptschlagader ist nach links gebogen und das Blut kann in dieser Schlafposition leichter nach oben gepumpt werden. Linksschläfer sind also klar im Vorteil.

Schlafen wie ein Embryo

Allerdings kommt es bei der Seitenlage auch darauf an, wie Arme und Beine positioniert sind. Die auf den ersten Blick so entspannt wirkende Embryohaltung mit angewinkelten Armen und Beinen, ist oft verbunden mit Nacken- und Rückenschmerzen. Zusätzlich erschwert die Rollneigung das tiefe Durchatmen, weil die Organe gepresst werden.

Wesentlich besser für den Rücken ist Seitenschlafen, wenn das oben liegende Bein etwas angezogen, das untere ausgestreckt ist. Diese Schlafposition entspannt die Lendenwirbelsäule ganz ideal.

Rückenlage – Risiko für Schnarchen und oft auch gefährliche Atemaussetzer

Auch wenn der sogenannte „Seestern“ – also auf dem Rücken schlafen mit weit ausgestreckten Armen und Beinen – als besonders entspannende Schlafposition gilt: Die Rückenlage ist mit einem hohen Gesundheitsrisiko verbunden. Denn Rückenschläfer Schnarchen oft. Beim Schlafen erschlaffen die Rachenmuskeln. Liegt der Schläfer dabei auch noch auf dem Rücken, kann die Zunge etwas in den Rachen zurückfallen, die Atemwege verengen sich. Der Atem streicht an diesem Engpass vernehmlich vorbei. Es entstehen Schnarchgeräusche.

Ist die Verengung besonders schmal, kann der Atem auch mal aussetzen und Schlafapnoe ist eingetreten. Vor allem, wer alleine schläft, weiß davon nichts, leidet aber unter den Folgen wie Bluthochdruck und hohem Puls, was wiederum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich erhöht.

Wer übrigens auf dem Rücken schläft und dabei Kopf und Nacken gerne durch hohe Kissen stützt, hat häufig Herz- und Lungenprobleme. Diese Schlafposition erleichtert nämlich die Funktion von Herz und Lunge. Flaches Schlafen ist beispielsweise für Lungenpatienten, etwa mit COPD, kaum möglich, das Atmen zu anstrengend.

Bauchlage oft Hinweis auf Rückenprobleme – und Alkoholproblem

Auf dem Bauch liegen entlastet die Bandscheiben und unterstützt die natürliche Krümmung der Wirbelsäule. Wer Probleme mit den Lendenwirbeln hat, wählt deshalb gerne diese Schlafposition. Sie kann allerdings auch auf ein Alkoholproblem hinweisen, wie Untersuchungen zeigen. Demnach schlafen Menschen, die viel Alkohol trinken, oft mit dem Gesicht tief ins Kissen vergraben.

Am besten flexibel schlafen

Wer gerne auf dem Bauch oder dem Rücken schläft, sollte sich deshalb öfter mal nachts auf die Seite rollen, und zwar am besten auf die linke. Damit kann er einigen Gesundheitsproblemen vorbeugen.

Doch ein kleines, allerdings nur kosmetisches Risiko birgt auch diese Schlafposition: Sie kann Falten über Nacht ins Gesicht pressen und bei Frauen können sie sich zusätzlich im Dekolleté bilden, wenn der Busen der Schwerkraft nachgibt. Am sichersten gehen Sie in Hinblick auf Gesundheit sowie schöne Haut, wenn Sie es so wie zehn Prozent der Schläfer machen: Sie wechseln mehrmals pro Nacht die Positionen, sind also flexibel, sogenannte „Flexi-Schläfer“.

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