Gesundheit

569 Neuinfektionen, aber viele Länder melden nicht – erneut Ausbruch in Fleischfabrik

In Deutschland hat sich die Lage im Zuge der Corona-Pandemie etwas entspannt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat sich zuletzt stabilisiert und stieg nicht weiter an. In anderen EU-Ländern erreichen die Fallzahlen dafür neue Höchststände. Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt hier im News-Ticker.

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Topmeldungen zur Corona-Pandemie: Corona breitet sich rasend schnell in Spanien aus (06.36 Uhr) +++ Wieder Ausbruch in Fleischbetrieb (20.41 Uhr) +++ 569 neue Corona-Fälle in Deutschland (20.20 Uhr) +++

Indien nun bei bestätigten Corona-Fällen weltweit auf zweitem Platz

08.01 Uhr: Indien ist nun nach den USA das Land mit der weltweit zweithöchsten Zahl von registrierten Coronavirus-Infektionen. Laut einer auf Behördenangaben beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden in Indien bis Montag insgesamt 4,2 Millionen Ansteckungsfälle gezählt. Das Land setzte sich damit vor Brasilien, wo es 4,12 Millionen erfasste Infektionsfälle gibt. In den USA liegt die Zahl der verzeichneten Coronavirus-Infektionen bei 6,25 Millionen.

Bei der Zahl der Todesopfer der Pandemie liegt Indien aber weiterhin hinter den Vereinigten Staaten und Brasilien auf dem dritten Platz. 71.642 Todesfälle wurden in Indien bis Montag gezählt. In Brasilien lag die Zahl der registrierten Corona-Toten bei rund 126.200, in den USA bei etwa 188.500. dpa/Mahesh Kumar A/AP/dpa Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens von Hyderabad nimmt eine Nasenabstrichprobe, um sie auf COVID-19 zu testen. Derweil hat Indien bei der Zahl der Corona-Fälle die Marke von vier Millionen überschritten.

TOP-NEWS: Corona breitet sich rasend schnell in Spanien aus: "Alle infizieren sich gerade"

06.36 Uhr: In Spanien steigen die Corona-Zahlen weiter unaufhörlich an. Am Sonntag meldete das Gesundheitsministerium mehr als 4000 Neuinfektionen. Am Freitag waren es sogar mehr als 10.000 neue Fälle. Nach Angaben der Johns Hopkins University haben sich bereits knapp 500.000 Menschen im Land mit dem Virus infiziert. Sorgen bereitet vor allem die Situation in der Region Madrid. Auf die Hauptstadt entfällt Löwenanteil der Neuinfektionen. Isabel Díaz Ayuso, die Präsidentin der Region Madrid, erklärte nun: "Die Menschen infizieren sich gerade, die Kinder infizieren sich gerade, alle infizieren sich gerade", wie der "Spiegel" berichtet.

Die Regionalregierung in Madrid hatte zuletzt neue Einschränkungen bekannt gegeben. Die wichtigste Maßnahme: Sowohl im öffentlichen wie im privaten Bereich werden ab nächster Woche nur noch Treffen von höchstens zehn Personen erlaubt sein, soweit diese nicht demselben Haushalt angehören. Das seien die Situationen, die für die meisten Neuausbrüche verantwortlich seien, sagte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso. Zudem wird unter anderem die zugelassene Höchstzahl der Teilnehmer an Hochzeiten, Beerdigungen und anderen Veranstaltungen wieder deutlich reduziert. dpa/Manuel Navarro/dpa Eine Kellnerin wartet in einem Restaurant in Las Palmas auf Kunden. Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung nun auch für die Kanarischen Inseln eine Reisewarnung ausgesprochen.

Frankreich weist sieben neue Corona-Risikogebiete aus

06.16 Uhr: Frankreich hat am Sonntag sieben neue Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Damit gelten nach Angaben der Regierung nun 28 der rund 100 französischen Verwaltungsbezirke als "rote Zonen", wo das Virus "aktiv zirkuliert". Die Einstufung ermöglicht es den Behörden, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen.

Neu betroffen sind neben den vier Départements Nord, Bas-Rhin, Seine-Maritime und Côte-d'Or mit Großstädten wie Lille, Rouen, Le Havre, Straßburg und Dijon die beiden Verwaltungsbezirke auf der Mittelmeerinsel Korsika und das Übersee-Département auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean.

Zuerst waren im August der Pariser Großraum und Teile der Mittelmeerküste zu Risikogebieten erklärt worden. Deutschland hat eine Reisewarnung für die Pariser Region sowie die Côte Azur und die Provence ausgesprochen.

Frankreich ist mit mehr als 30.700 Todesopfern eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas und hat bereits seit einiger Zeit mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen zu kämpfen. Am Sonntagabend meldeten die Gesundheitsbehörden gut 7000 Neuinfektionen. Am Freitag und Samstag waren Rekordwerte von jeweils fast 9000 neuen Fällen gemeldet worden. Julien De Rosa/EPA POOL/AP/dpa

Zahl der Krankmeldungen trotz Corona kaum gestiegen

Montag, 07. September 2020, 06.01 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die Krankmeldungen nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse im ersten Halbjahr 2020 nicht auffällig steigen lassen. Unter ihren versicherten Arbeitnehmern lag der Krankenstand als Anteil der Fehltage an allen Arbeitstagen bei 4,4 Prozent – nach 4,3 Prozent im Vorjahreszeitraum und 4,5 Prozent im ersten Halbjahr 2018. Die Diagnose Covid-19 spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Im März war sie demnach für 0,3 Prozent des gesamten Krankenstandes verantwortlich, im April stieg der Anteil etwas auf 0,7 Prozent und sank bis Juni wieder auf 0,2 Prozent.

Vorstandschef Jens Baas erläuterte, erfahrungsgemäß meldeten sich zum Sommer weniger Menschen krank. «Hinzu kommt, dass die Abstands- und Hygieneregeln offensichtlich Wirkung zeigen. Sie reduzieren ja nicht nur die Ansteckungsgefahr durch Covid-19, auch andere Erkältungs- und Infektionskrankheiten haben weniger Chancen, sich zu verbreiten.» Zudem seien Sportverletzungen und Wegeunfälle zurückgegangen. Zugenommen hätten vor allem psychische Diagnosen, die im ersten Halbjahr 18,7 Prozent des gesamten Krankenstands ausmachten.

Ausgewertet wurden die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von 5,3 Millionen bei der Kasse versicherten Erwerbstätigen. Diese sind vorgeschrieben, wenn Beschäftigte länger als drei Tage fehlen.

TOP-NEWS: Wieder Ausbruch in Fleischbetrieb – Landkreis Oldenburg schickt alle Beschäftigten in Quarantäne

20.41 Uhr: Der Landkreis Oldenburg hat die Beschäftigten eines fleischverarbeitenden Betriebes in Hatten nach einem Corona-Ausbruch in Quarantäne geschickt. Bei insgesamt 113 Tests seien 14 Infektionen mit dem Virus festgestellt worden, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Sieben Betroffene lebten im Landkreis Oldenburg, sieben weitere in der Stadt Oldenburg. "Die Anzahl der Infektionen ist gemessen an der gesamten Belegschaft von rund 140 Personen hoch", betonte Landrat Carsten Harings. Weil die Trennung der Mitarbeiter wegen überlappender Arbeitszeiten und der räumlichen Bedingungen nicht möglich sei, habe man für alle Beschäftigten eine 14-tägige Quarantäne verhängt.

Harings erklärte, dies bedeute, dass der Betrieb für diese Zeit ruhe. Nur die noch im Produktionsverlauf vorrätigen Fleischwaren dürften bis Montag in nur einer Schicht verarbeitet werden. Weitere Ware dürfe nicht angeliefert werden. Für diese eine noch zu erledigende Schicht erhalte ein kleiner Teil der Belegschaft eine sogenannte Arbeitsquarantäne – das bedeutet, die Betroffenen dürfen die häusliche Quarantäne nur für die festgelegte Arbeit und den dafür nötigen Zeitraum verlassen.

Die genauen Infektionswege konnten den Angaben zufolge noch nicht abschließend ermittelt werden. Es gebe Hinweise auf Reiserückkehrer, dies werde derzeit geprüft. Für alle Beschäftigten in Quarantäne stehe nach Ablauf der Zeit ein erneuter Test an. Erst mit einem negativen Testergebnis dürfe die Arbeit wieder aufgenommen werden.  

TOP-NEWS: 569 neue Corona-Fälle in Deutschland – doch sieben Länder liefern keine neuen Zahlen

20.20 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 249.572 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 569 (Vortag: 699). Allerdings haben Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Sonntag keine neuen Zahlen geliefert. Am stärksten war der Anstieg in Baden-Württemberg (+164), gefolgt von Hessen (+120) – am wenigsten neue Infektionen kamen im Saarland hinzu (+1).

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 43.415 (+164) / 1864 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 58.999 / 2.640 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Berlin: 11.726 (+24) / 226 Todesfälle (+0)
  • Brandenburg: 3.960 (+6) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2059 / 58 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Hamburg: 6500 (+15) / 236 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.098 (+120) / 535 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1023 / 20 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Niedersachsen: 17.266 (+48) / 665 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 59.810 / 1821 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Rheinland-Pfalz: 9.355 (+40) / 243 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.165 (+1) / 175 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6.119 / 224 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Sachsen-Anhalt: 2.266 / 66 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Schleswig-Holstein: 4.120 (+5) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.691 / 191 Todesfälle keine neuen Angaben

Gesamt (Stand 06.09.2020 20.01 Uhr): 249.572 (9298 Todesfälle) Zahl nach unten korrigiert

Vortag (Stand 05.09.2020 19.25 Uhr): 249.003 (9300 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 223.700

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 16.574

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,1 (Vortag 0,1)

9298 Menschen sind bislang an oder mit dem Coronavirus gestorben – die Zahl vom Vortag wurde um zwei nach unten korrigiert. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei 223.700. Somit sind derzeit 16.574 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert stieg laut RKI auf 1,1. Am Vortag war er auf 1. Somit stecken 100 Infizierte im Schnitt 110 weitere Personen an.

NRW will Heizpilze im Corona-Winter erlauben

17.11 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, der Gastronomie in der kälteren Jahreszeit das Aufstellen von Heizpilzen zu erlauben. "Wir wollen den Wirten im kommenden Winter mehr Außengastronomie ermöglichen. Heizpilze aufstellen zu können, gehört mit zu diesem Konzept", sagte Laschet dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe). "Mit Blick auf die Ausnahmesituation und den Gesundheitsschutz halte ich das für richtig", fügte er hinzu "So kann ganz praktisch geholfen werden."

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hatte zuletzt wegen der Corona-Abstandsregeln für eine Rückkehr der Heizpilze plädiert, um auch in der kühleren Jahreszeit mehr Gäste in den Außenbereichen bewirten zu können. Bei Umweltschützern stößt die Forderung aber auf scharfe Kritik. Vielerorts sind die Gas-Heizstrahler aus Klimaschutzgründen verboten.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte am Dienstag für eine "differenzierte" Betrachtung plädiert und einen möglichen Ausgleich der CO2-Emissionen der Heizpilze vorgeschlagen.

TOP-News: Münchner Polizei löst Party mit 300 Gästen auf – jetzt drohen saftige Strafen

14.22 Uhr: In der Nacht auf Sonntag hat die Münchener Polizei eine größere Party in einer Gaststätte nahe des Odeonsplatz aufgelöst.

Neben dem regulären Restaurantbetrieb sei dort auch eine Party mit rund 300 Gästen gefeiert worden, teilten die Beamten am Sonntag mit. Dem Betreiber droht nun eine saftige Strafe. Zudem habe man rund 70 Gästen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz angezeigt, heißt es weiter.

Italien verlängert Anti-Corona-Maßnahmen

14.17 Uhr: Die italienische Regierung verlängert laut Medienberichten die zentralen Coronaschutz-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln. Viele bisherige Vorschriften galten offiziell nur bis Montag. Wie die Zeitung "Corriere della Sera" am Sonntag schrieb, verlängert Ministerpräsident Giuseppe Conte die Vorschriften zur Bekämpfung der Virus-Pandemie in einem neuen Dekret bis 30. September.

Demnach gilt in Italien in öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Busse dürfen künftig bis zu 80 Prozent besetzt sein. Menschen sollen überall einen Abstand von mindestens einem Meter halten. Größere Ansammlungen sind weiter verboten.

Nach Angaben der "La Repubblica" bleiben auch die Beschränkungen für Einreisende aus Kroatien, Griechenland, Spanien und Malta in Kraft. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorweisen. Außerdem werde das Verbot von Tanzveranstaltungen und Konzerten aufrecht erhalten. Auf Plätzen und an anderen Orten, wo sich abends oft viele Italiener draußen treffen, muss von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr ebenfalls ein Atemschutz getragen werden. Fußballspiele mit Fans bleiben verboten. Es wurde erwartet, dass das Dekret in Kürze publiziert wird.

TOP-NEWS: Deutschland liegt bei der Versorgung mit Corona-Impfstoffen zurück

8.47 Uhr: Im Wettrennen um die Versorgung der Bevölkerung mit Corona-Impfstoffen liegen Deutschland und die EU laut einem Zeitungsbericht im Vergleich zu den USA und Großbritannien deutlich zurück. So hätten sich die USA im Rahmen von Vorabverträgen 800 Millionen Impfstoffdosen von sechs verschiedenen Herstellern gesichert, berichtete die "Welt am Sonntag". Zusätzlich hätten sie die Option auf weitere 1,4 Milliarden Impfdosen zu einem späteren Zeitpunkt. 

Großbritannien hat dem Bericht zufolge bereits Verträge mit sechs Herstellern über 340 Millionen Impfstoffdosen geschlossen. Das Land komme damit auf eine höhere Pro-Kopf-Quote als jede andere Industrienation.

Hingegen habe die EU-Kommission für die 446 Millionen Einwohner in den 27 Mitgliedstaaten bisher nur einen Rahmenvertrag mit dem britisch-schwedischen Konzern Astra Zeneca über 300 Millionen Impfstoffdosen getroffen, mit der Option auf weitere 100 Millionen. Die EU-Kommission teilte der "WamS" auf Anfrage mit, sie arbeite "an allen Fronten, um dasselbe mit anderen Unternehmen zu erreichen, mit denen wir bereits Sondierungsgespräche abgeschlossen haben". 

Die Anzahl der Impfstoffdosen, die jedes EU-Land im Rahmen dieser Verträge erwerben kann, richtet sich dabei nach dem Bevölkerungsschlüssel. Im Fall der bereits zugesagten Impfampullen von Astra Zeneca hätte Deutschland demnach vertraglich zugesicherten Zugriff auf rund 56 Millionen Impfdosen.  dpa/Sakchai Lalit/AP/dpa Die Steuerzahler sollen nach EU-Plänen das Hersteller-Risiko für einen Corona-Impfstoff mittragen.

Bislang ist allerdings noch unklar, wie der Impfstoff in Deutschland verteilt werden soll. "Die Zulassung eines Impfstoffs heißt noch nicht, dass dieser sofort für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen wird", heißt es dazu laut "WamS" aus dem Bundesgesundheitsministerium. Die Ständige Impfkommission (STIKO) arbeite derzeit an einer Empfehlung als Basis eines bundesweiten Impfprogramms. Einen konkreten Zeitplan für die Veröffentlichung gibt es nach Angaben des zuständigen Robert-Koch-Instituts aber noch nicht, heißt es in dem Bericht weiter.

Weltweit wurden bereits rund 26,8 Millionen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Mehr als 878.000 Infizierte starben. Daher wird fieberhaft an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet, mehrere Unternehmen haben bereits mit der finalen Testphase 3 begonnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mahnt, dass ein Corona-Impfstoff allen zugänglich gemacht werden müsse.

TOP-NEWS: "Besorgniserregender" Corona-Trend in Frankreich

Sonntag, 6. September, 7.23 Uhr: In Frankreich breitet sich das neuartige Coronavirus weiterhin schnell aus. In den vergangenen 24 Stunden seien 8550 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstagabend mit. 4,7 Prozent der ausgewerteten Tests waren demnach positiv. Am Vortag war mit 8975 Neuansteckungen ein neuer Tagesrekord erreicht worden.

Auf dem französischen Festland breite sich das Virus weiter exponentiell aus, hieß es am Samstagabend von den Behörden. "Die Dynamik der stark zunehmenden Ansteckungen ist besorgniserregend." Die Zunahme der positiven Tests könne nicht allein mit der Ausweitung der Tests erklärt werden. Seit Anfang Juli habe sich die Zahl der registrierten Corona-Patienten mehr als verdoppelt, die Zahl der Neuansteckungen liege sogar zwölf Mal so hoch wie vor zwei Monaten.

Mit fast 30.700 Todesopfern ist Frankreich eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Kamil Zihnioglu/AP/dpa Personen mit Schutzmasken spazieren auf der Prachtstraße Champs-Elysees in Paris. Die Hauptstadt wurde nun als Risikogebiet eingestuft.

TOP-NEWS: Wieder mehr Corona-Fälle in Deutschland – sieben Länder liefern keine neuen Zahlen

19.19 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 249.003 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 699 (Vortag: 1411). Allerdings haben Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein am Samstag keine neuen Zahlen geliefert. Am stärksten war der Anstieg wieder in Bayern (+416), gefolgt von Hessen (+148) – am wenigsten neue Infektionen kamen im Saarland hinzu (+8).

9300 Menschen sind bislang an oder mit dem Coronavirus gestorben – das sind neun mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei 221.900. Somit sind derzeit 17.803 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert stieg laut RKI auf 1. Am Vortag war er auf 0,77. Somit stecken 100 Infizierte im Schnitt eine weitere Person an.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 43.415 (+164) / 1864 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 58.999 / 2.640 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Berlin: 11.726 (+24) / 226 Todesfälle (+0)
  • Brandenburg: 3.960 (+6) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2059 / 58 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Hamburg: 6500 (+15) / 236 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.098 (+120) / 535 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1023 / 20 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Niedersachsen: 17.266 (+48) / 665 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 59.810 / 1821 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Rheinland-Pfalz: 9.355 (+40) / 243 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.165 (+1) / 175 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6.119 / 224 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Sachsen-Anhalt: 2.266 / 66 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Schleswig-Holstein: 4.120 (+5) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.691 / 191 Todesfälle keine neuen Angaben

Gesamt (Stand 06.09.2020 20.01 Uhr): 249.572 (9298 Todesfälle) Zahl nach unten korrigiert

Vortag (Stand 05.09.2020 19.25 Uhr): 249.003 (9300 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 223.700

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 16.574

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,1 (Vortag 0,1)

Neunjähriger von Schule geschmissen – weil er keine Maske trug

16.52 Uhr: Ein Neunjähriger wurde in Hannover von der Schule geschmissen, weil er während des Unterrichts keine Maske trug. Dabei ist der Junge per Attest von der Maskenpflicht befreit.

Wie die „Hannoversche Allgemeine“ berichtet, habe der Junge eine Privatschule in Hannover b

esucht. Seit die Schule nach den Sommerferien wieder losging, sei der Junge an drei von vier Schultagen der Schule verwiesen und seine Mutter zu mehreren Gesprächen in die Schule bestellt worden. Der Grund der Maßnahmen: Die Schulleitung zweifelte das Attest an.

Die Schule habe der Mutter inzwischen einen Auflösungsvertrag zugeschickt, da sie gegen die Schulregeln verstoßen hätte. Obwohl der Junge die Privatschule seit der ersten Klasse besuchte und zuvor in den dazugehörigen Kindergarten ging. Inzwischen besuche der Neunjährige eine öffentliche Grundschule. Hier sei das Attest ohne Probleme akzeptiert worden.

TOP-News: Spahn mit eindringlichem Appell: Verbringen Sie Ihren Herbst- und Winterurlaub in Deutschland

14.48 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie eindringlich aufgerufen, Herbstferien und Weihnachtsurlaub in Deutschland zu verbringen. Man habe beim Winterurlaub in Ischgl und im Sommerurlaub gesehen, dass "zumindest bestimmte Arten von Reisen und Urlaub Risiken mit sich bringen und Infektionen mit zurück nach Deutschland bringen", sagte Spahn am Samstag in Berlin. "Das haben wir mit großem Aufwand, aber jetzt für diese Reiserückkehrer-Situation gut in den Griff bekommen." dpa Gesundheitsminister Jens Spahn

Zugleich appellierte Spahn an die Menschen: "Aber vielleicht schaffen wir es ja auch alle zusammen, mal für den Herbsturlaub und vielleicht auch gleich für den Weihnachtsurlaub mit, nicht so weit zu fahren.  Sondern einfach mal die Schönheit Deutschlands zu genießen." Der Minister fügte hinzu: "Das macht's uns allen, übrigens auch den Gesundheitsämtern vor Ort, deutlich leichter."

Spahn machte erneut klar, dass er nicht mit einem raschen Ende der Corona-Pandemie rechnet. Er sei aber zuversichtlich, dass man in sechs Monaten noch besser damit umgehen könne, eine Balance zu finden zwischen bestmöglichem Infektionsschutz und soviel Alltag wie möglich. " Spahn stellte in Berlin gemeinsam mit der Vorsitzenden der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD), den "Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst" vor.

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