Gesundheit

Altmaier würde gerne Corona tötet auf Impfeinladungen schreiben lassen

News zur Coronavirus-Impfung vom 15. August 2021

Auf dem schnellsten Weg zum Pieks:

  • Hausarzt, Impfzentrum, Drive-In, Newsletter – so kommen Sie jetzt an Ihren Impf-Termin
  • Biontech, Moderna, Astrazeneca (Vaxzevria), Curevac – Die wichtigsten Coronavirus-Impfstoffe im Check

Jeder Pieks zählt! St. Pauli lockt Hunderte zu Impfaktion am Millerntor

20.35 Uhr: Rund 700 Menschen haben sich am Sonntag am Millerntor-Stadion bei einer Sonderaktion gegen das Corona-Virus impfen lassen. "Das ist eine beachtliche Menge", sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur. Zum Vergleich: Bei anderen mobilen Impfangeboten kommen demnach durchschnittlich rund 300 Menschen. Von vielen Menschen am Stadion sei zu hören gewesen, "anlässlich dieser Aktion gebe ich mir einen Ruck", berichtete Helfrich. "Für uns war das eine sehr, sehr gute Aktion."

Für diejenigen, die sich am Millerntor-Stadion ihre Spritze abholten gab es als Belohnung zudem einen Rabatt-Gutschein für den St. Pauli-Fanshop. Die Kiez-Kicker betrachteten eine Impfung als "solidarischen Beitrag für die gesamte Gesellschaft", hatte Pauli-Präsident Oke Göttlich im Vorfeld der Aktion gesagt. Jeder habe die Wahl, sich nicht impfen zu lassen, "aber dadurch nicht das Recht, anderen Schritte in eine neue Normalität zu erschweren".

Auch in Harburg und St. Georg gab es am Sonntag wieder kostenlose, dezentrale Impfangebote. Die mobilen Impfaktionen in verschiedenen Stadtteilen werden zudem in den nächsten Tagen fortgesetzt. Etwa 80 solcher Aktionen seien bereits terminiert und weitere kämen hinzu, sagte Helfrich. Die Aktionen brächten täglich rund 1000 zusätzliche Impfungen. Das bringe die Impfkampagne in der Hansestadt zwar in kleinen Schritten, aber deutlich voran.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden bis einschließlich Donnerstag rund 1 027 000 Menschen und damit 55,6 Prozent der Hamburger vollständig geimpft. Eine Erstimpfung haben 65,9 Prozent oder gut 1,2 Millionen Hamburgerinnen und Hamburger erhalten. Der Bundesschnitt liegt den Angaben zufolge bei den Erstimpfungen bei 63,0 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 56,6 Prozent.

Altmaier schlägt Hinweis wie "Corona tötetbei Impfeinladungen vor

17.09 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will der Öffentlichkeit die "grausame Realität" von Corona deutlicher machen und so die Impfkampagne beschleunigen. "Jedem muss klar sein: Wenn ich mich nicht impfen lasse, bin ich in Lebensgefahr", sagte er dem Nachrichtenportal "t-online" am Sonntag in Berlin. Vielen sei die Gefahr nach wie vor nicht ausreichend bekannt.

Er wolle dem Bundesgesundheitsminister keine Vorschläge machen. "Aber ich denke, so ähnlich, wie dies auch auf Zigarettenpackungen schon heute der Fall ist, sollten wir deutlich die Risiken benennen", sagte Altmaier dem Portal. Als Beispiel nannte er einen Hinweis wie "Corona tötet", der mit der Impfeinladung verschickt werden könnte. Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) spricht.

Altmaier sprach im Interview auch über den Bundestagswahlkampf und den Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet, der derzeit in Umfragen zurückfällt. In Gesprächen vor allem mit Wechselwählern und Unentschlossenen erfahre er, dass es nach wie vor eine große Zustimmung für die Union als Partei gebe, sagte Altmaier. "Gleichzeitig verlangen viele von uns aber auch, dass wir deutlich machen, wie wir unsere Führungsverantwortung wahrnehmen."

Dies sei nun die wichtigste Aufgabe für den Spitzenkandidaten, erklärte der Wirtschaftsminister: "Armin Laschet wird in der entscheidenden Phase des Wahlkampfes in den wichtigen inhaltlichen Fragen deutlich Position beziehen." Das sei der "dringende Wunsch" von Mitgliedern und Wählern. "Wir müssen und können bis zum Beginn der entscheidenden Wahlkampfphase eine deutliche Trendwende in der Stimmung schaffen", sagte Altmaier weiter.

Polen verkauft eine Million Dosen Corona-Impfstoff an Australien

13.02 Uhr: Polen hat eine Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Australien weiterverkauft. "In diesen für unsere australischen Freunde schwierigen Zeiten hat Polen beschlossen, eine Million Dosen des Impfstoffs von Pfizer-Biontech mit Australien zu teilen und sofort zu liefern", sagt der polnische Botschafter in Australien, Michal Kolodziejski, am Sonntag.

Gesundheitsminister Adam Niedzieslki sagte, Polens Impfstoffkäufe "ermöglichen es uns, die Bedürfnisse unserer Bürger zu erfüllen und andere in Not zu unterstützen". Die Impfstofflieferung an Australien sei Teil einer "verantwortungsvollen Politik der Solidarität" seiner Regierung. In Polen sind rund 55 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Zuletzt hatte die Impfrate deutlich abgenommen. Zahlreiche Impfzentren wurden wegen mangelnder Nachfrage geschlossen. Umfragen zufolge ist jeder vierte Pole Impfgegner oder zumindest skeptisch.

In Australien ist bislang lediglich ein Viertel des Teils der Bevölkerung, für den die Impfstoffe zugelassen sind, vollständig gegen das Coronavirus immunisiert. Das Land schien die Corona-Pandemie lange Zeit gut im Griff zu haben, über Monate hinweg gab es kaum Ansteckungen. Mit Ausbreitung der Delta-Variante waren die Infektionszahlen zuletzt aber stark gestiegen.

Anteil der vollständig Geimpften könnte in Deutschland auf 80 Prozent steigen

12.30 Uhr: Der Anteil der vollständig gegen Corona geimpften Erwachsenen in Deutschland könnte einer Umfrage zufolge auf mehr als 80 Prozent steigen. In der repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 75 Prozent, dass sie schon mindestens einmal geimpft seien. Weitere 6 Prozent gaben an, sich noch impfen lassen zu wollen – zusammen sind das 81 Prozent. Noch im Mai lag diese Quote in einer vergleichbaren Umfrage nur bei 74 Prozent. Kurz vor Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden. Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau.

In der aktuellen Erhebung gaben nur noch 13 Prozent an, sich nicht impfen lassen zu wollen – im Mai waren es noch 15 Prozent. Sechs Prozent haben sich bis heute noch nicht entschieden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am vergangenen Montag erklärt, sie hoffe auf eine Impfquote "deutlich über 70 Prozent und hin zu 80 Prozent". Das bezog sie aber auf die Gesamtbevölkerung. Für Kinder unter 12 Jahren ist noch kein Impfstoff zugelassen. Für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren hat die Ständige Impfkommission noch keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen. Nach den offiziellen Zahlen sind 63,1 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens einmal geimpft.

Mehr als 23.000 Ärzte haben sich aus der Impfkampagne zurückgezogen

08.22 Uhr: Mehr als 23.000 Ärzte haben sich offenbar aus der deutschen Impfkampagne zurückgezogen. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, impften in der Woche vom 2. bis 8. August nur noch 29.300 Praxen Patienten gegen Covid-19. Das sind wesentlich weniger Kassen- und Privatärzte, als sich seit Impfbeginn an der Kampagne beteiligt haben. Damals waren es dem Bericht zufolge noch 52.600 Praxen. Zudem würden immer weniger Impfdosen bestellt.

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, wies im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" darauf hin, dass man die Zahl der "ausgestiegenen" Ärzte in Relation betrachten müsse. Zwar sei es richtig, dass die Impfzahlen zurückgingen. "Wir müssen aber bedenken, dass inzwischen glücklicherweise immer mehr Menschen schon vollständig geimpft sind."

Bundestagswahl 2021 – FOCUS Online beantwortet Ihre Fragen!

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Deutschland spendet 2 Millionen Impfdosen

07.27 Uhr: Die Bundesregierung unterstützt die internationale Impfkampagne Covax mit weiteren 2.068.640 Dosen AstraZeneca. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" war die Auslieferung der Impfstoffe eigentlich für kommende Woche nach Deutschland geplant. Der Impfstoff wird hierzulande aber nicht benötigt.

Seit Anfang August hat Deutschland damit insgesamt fast 3,7 Millionen AstraZeneca-Dosen an Covax gespendet. Die Bundesregierung der drittgrößte Geldgeber der Inititiative. Covax ist eine Initiative, die einen weltweit gleichmäßigen und gerechten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen gewährleisten will.

Schwesig erklärt, warum sie ihren Sohn noch nicht impfen lässt

Sonntag, 15. August, 07.18 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ihren 14-jährigen Sohn noch nicht gegen Covid-19 impfen lassen. Das erklärte die Politikerin im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung. Grund für die Entscheidung sei, dass noch keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Jugendliche vorliege. "Die Kinderärztin rät uns abzuwarten", sagte Schwesig der "Bild".

Und weiter: "Ich weiß, dass es vielen Eltern auch so geht, und verstehe das gut. Eines können wir Erwachsene selbst tun, um die Kinder zu schützen: uns impfen lassen." Die Ministerpräsidentin sprach sich außerdem dafür aus, Menschen mit Argumenten von der Anti-Covid-Spritze zu überzeugen. "Es gibt noch eine große Gruppe, die zögert und abwartet. An die müssen wir ran. Rund 40 Prozent der 18- bis 59-Jährigen etwa sind noch nicht geimpft", sagte sie.

Einige Frauen hätten beispielsweise noch immer Zweifel daran, ob sich die Schutzimpfung auf ihren Kinderwunsch auswirke. "Das müssen wir ernst nehmen und aufklären. Mit einer weiteren Impfkampagne wollen wir noch stärker über die Vorteile des Impfens aufklären", sagte Schwesig.

Studie zeigt, wie weit die Impf-Quote des RKI daneben liegen könnte

15.30 Uhr: Auch eine neue Umfrage zu den Corona-Impfungen in Deutschland zeigt nach Informationen des "Spiegel" deutliche Differenzen zu den offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). In einer repräsentativen Befragung von Infratest dimap in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sagten bis 13. Juli demnach 75 Prozent der 18- bis 59-Jährigen, sie hätten ihre erste Spritze erhalten. Dieser Wert lag 16 Prozentpunkte höher als in der offiziellen RKI-Statistik.

Das RKI gab die Erstimpfungsquote der Altersgruppe zu diesem Zeitpunkt mit 59 Prozent an. Die Auswertung des "Corona Compass" von Infratest lag dem "Spiegel" laut Bericht vom Samstag vor. 

Das RKI hatte am Mittwoch selbst von einer Differenz zwischen offiziellen Meldezahlen und Umfrageangaben bei der Impfquote der unter 60-Jährigen berichtet. Das Institut veröffentlichte eine Umfrage, in der sogar 79 Prozent der 18- bis 59-Jährigen angaben, erstgeimpft zu sein. Dies wären 20 Prozentpunkte mehr, als das Impfquotenmonitoring zum selben Zeitpunkt auswies. 

Die Differenzen wiesen darauf hin, dass die tatsächliche Impfquote deutlich höher liegt als die Statistik ausweist, sagte der DIW-Forscher Mathias Huebener dem "Spiegel". Er geht von mindestens 70 Prozent Erstimpfungsrate bei den 18- bis 59-Jährigen bis zum 13. Juli aus. Demnach wären hochgerechnet rund fünf Millionen Menschen mehr erstimmunisiert als die RKI-Statistik ausweist. 

Insgesamt erklärten sich laut der Infratest-Umfrage, die kontinuierlich läuft, am 28. Juli 80 Prozent aller erwachsenen Befragten für erstgeimpft, wie der "Spiegel" weiter berichtete. Dies entspreche einer Quote von 67 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Laut RKI-Statistik hatten zu diesem Zeitpunkt 61 Prozent der Bevölkerung die erste Spritze erhalten. Auch hier geht es laut "Spiegel" um etwa fünf Millionen Impfungen mehr oder weniger.

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