Gesundheit

Bundesregierung trotzt USA: Kein Engpass bei Corona-Mittel Remdesivir

Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem. Mehr als 11 Millionen Menschen haben sich bislang mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 195.226 davon in Deutschland. Die Krankheit Covid-19 hat bereits über eine halbe Million Todesopfer bereits gefordert. Aktuelle Neuigkeiten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: WHO stoppt Tests mit HIV-Mittel bei Coronavirus-Infizierten (20.15 Uhr) +++ Florida verzeichnet mehr als 11.400 neue Corona-Fälle an einem Tag (20.10 Uhr) +++ Briten machen die Pubs wieder auf – erster Kunde ist Prinz William (18.24 Uhr) +++ Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt leicht, zwei Bundesländer ohne neue Covid-19-Fälle (20.35 Uhr)

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Coronavirus auch in Fleischfabriken in Österreich

12.16 Uhr: Auch in Österreich sind in drei Großbetrieben zur Fleischverarbeitung Corona-Fälle aufgetaucht. Zwei der Betriebe liegen nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Insgesamt seien zwölf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, bestätigte der Krisenstab des Bundeslandes Oberösterreich am Sonntag der Nachrichtenagentur APA. Zuvor hatte die "Kronen Zeitung" darüber berichtet.

Bei einem Schlachthof im Bezirk Ried im Innkreis südlich der deutschen Grenze bei Bad Füssing gab es sieben Fälle. Im Bezirk Braunau gegenüber dem deutschen Simbach am Inn waren es zwei, und im Bezirk Wels-Land gut 50 Kilometer südöstlich von Ried drei Fälle. Tests bei anderen Mitarbeitern waren am Sonntag im Gange.

Polizei löst unangemeldetes Festival in Berlin auf

09.08 Uhr: Die Polizei hat in Berlin ein nicht angemeldetes Musikfestival abgebrochen. Das berichtet der "Tagesspiegel". Demnach sei das "H13-Festival" mit knapp 340 Teilnehmern am Freitagabend, nur zwei Stunden nach Beginn, abgebrochen worden. Die Polizei habe die Gäste wieder nach Hause geschickt.

Nun erhebt der Veranstalter Vorwürfe gegen die Polizei, die Rede ist von "Absicht und Behördenschikane". Das Hygienekonzept des Festivals sei umfangreich gewesen: Tickets waren personalisiert, sämtliche Teilnehmer mussten ihne Kontaktdaten angeben, die Zahl der Teilnehmer war auf 999 begrenzt. Man habe sich lange um eine Genehmigung bemüht. Laut Polizei fehlten am Ende jedoch einige Lärmschutz-Genehmigungen, wie der "Tagesspiegel" weiter berichtet. Außerdem habe es Verstöße gegen die Corona-Regeln gegeben.

Zahlreiche große Feiern nach Corona-Lockerungen in Thüringen – nur wenige Kontrollen

08.15 Uhr: Nach den Einschränkungen während der Corona-Pandemie wird in Thüringen wieder größer gefeiert. So wurden den Kreisen und kreisfreien Städten seit Inkrafttreten der aktuellen Corona-Verordnung Mitte Juni rund 1000 größere private und nicht-öffentliche Feiern angezeigt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Teils kamen dabei mehr als 100 oder 200 Menschen zusammen. Zuckertütenfeste und Polterabende waren ebenso dabei wie runde Geburtstage, Hochzeiten und Zeugnisübergaben.

Laut Verordnung müssen nicht-öffentliche Veranstaltungen und private Feiern ab einer bestimmten Größe mindestens 48 Stunden vor Beginn den Behörden angezeigt werden. Für Feiern in geschlossenen Räumen ist das bei mehr als 30 Personen vorgeschrieben, unter freiem Himmel bei mehr als 75. Dabei müssen Vorkehrungen zum Infektionsschutz ergriffen und die Nachverfolgung von Kontakten gewährleistet sein.

Kontrolliert wurden die privaten Feiern und nicht-öffentlichen Veranstaltungen in vielen Landkreisen und Städten den Angaben zufolge bisher allerdings kaum.

TOP-NEWS: Erstes Bundesland will Maskenpflicht in Geschäften abschaffen

Sonntag, 5. Juli, 6.58 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will angesichts niedriger Corona-Infektionszahlen die Maskenpflicht im Handel abschaffen. "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU)  der "Welt am Sonntag". Er geht davon aus, dass das Kabinett in Schwerin in seiner Sitzung am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen wird.

"Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen", sagte der Wirtschaftsminister. Die Abstandsregel zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus werde aber grundsätzlich fortbestehen.

Glawe kündigte auch Gespräche mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. "Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen", sagte der CDU-Politiker. "Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel."

Auch andere Länder erwägen Abschaffung der Maskenpflicht

Auch andere Bundesländer prüfen dem Bericht zufolge die Abschaffung der Maskenpflicht in Geschäften. "Wir schauen uns gerade an, ob wir beim Einkaufen auf die Maskenpflicht verzichten können", sagte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) der "WamS".

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sprach sich dafür aus, die Pflicht in eine Empfehlung umzuwandeln. "Die Maskenpflicht signalisiert eine Gefahr, die es angesichts der regelmäßigen Abstände in großen Teilen des Einzelhandels nicht gibt", sagte er.

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hält eine Änderung mittelfristig für denkbar. "Wir müssen darüber diskutieren, ob die Maskenpflicht im Handel dort zurückgenommen werden kann, wo es möglich ist, Abstand zu halten", sagte sie der "WamS".

In Schleswig-Holstein will die Landesregierung "die aktuelle Lage Anfang August bewerten und auf das Infektionsgeschehen angepasste Maßnahmen umsetzen", teilte das Gesundheitsministerium mit. Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) will das Thema nach eigenen Angaben im Senat diskutieren.

Zahl der Neuinfektionen in den USA geht erstmals seit Tagen zurück

06.45 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in den USA ist um mehr als 43.000 Fälle gestiegen. Binnen 24 Stunden wurden landesweit 43.742 Ansteckungen nachgewiesen, wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Samstagabend (Ortszeit) ergab. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 2,84 Millionen Infektionen in den USA registriert. Die Zahl der Todesopfer stieg um 252 auf 129.657.

In den vorherigen Tagen waren immer neue Höchststände der Neuinfektionen gemeldet worden, am Freitag waren es schließlich 57.683 Fälle. Die niedrigere Fallzahl vom Samstag könnte damit zusammenhängen, dass am Unabhängigkeitstag der USA weniger Testergebnisse weitergegeben wurden. dpa/Oliver Berg/dpa/Symbolbild Ein Wattestäbchen mit einem Abstrich wird im Labor für einen Corona-Test verarbeitet.

Die Vereinigten Staaten sind in puncto Infektionen und Opferzahl das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Derzeit nehmen die Fälle insbesondere in den südlichen und westlichen Bundesstaaten zu.

US-Präsident Donald Trump wird vorgeworfen, das neuartige Coronavirus zu verharmlosen und damit zu seiner Verbreitung beizutragen. In seiner Rede zum Unabhängigkeitstag verteidigte er am Sonntag sein Krisenmanagement. "Wir haben viele Fortschritte gemacht. Unsere Strategie funktioniert gut", sagte er in Washington. Außerdem seien wahrscheinlich "deutlich vor Jahresende" eine wirksame Therapie oder ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus verfügbar.

Knapp 400 neue Fälle in Deutschland, Zahl der akut Infizierten erstmals seit Tagen gestiegen

21.59 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in den vergangenen 24 Stunden um 387 gestiegen, wobei aus Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt am Samstag keine aktuellen Zahlen gemeldet wurden. Insgesamt haben die Landesgesundheits- und Sozialministerien somit seit Beginn der Epidemie 196.104 Fälle gemeldet. Acht Menschen starben seit gestern an den Folgen einer Covid-19-Infektion, wodurch nun insgesamt 8.985 Todesfälle zu beklagen sind.

Die Zahl der akut Infizierten (aktive Fälle) ist das erste Mal seit mehreren Tagen leicht angestiegen auf 5819. Auch der Reproduktionswert ist gestiegen von 0,84 am Vortag auf nun 0,93. Er bleibt damit aber weiterhin unter der kritischen Marke von 1,0.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.817 (1.837 Todesfälle) /Keine aktuellen Zahlen vom Samstag
  • Bayern: 48.633 (2.597 Todesfälle)
  • Berlin: 8.433 (215 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.488 (172 Todesfälle)
  • Bremen: 1.681 (53 Todesfälle)
  • Hamburg: 5.219 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 10.918 (511 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 804 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.634 (637 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 43.853 (1.688 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7.072 (235 Todesfälle)
  • Saarland: 2.770 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.453 (223 Todesfälle) /Keine aktuellen Zahlen vom Samstag
  • Sachsen-Anhalt: 1.882 (59 Todesfälle) /Keine aktuellen Zahlen vom Samstag
  • Schleswig-Holstein: 3.181 (152 Todesfälle)
  • Thüringen: 3.266 (181 Todesfälle)

Gesamt (Stand: 04.07.20, 21.50 Uhr): 196.104 (8.985 Todesfälle)

Vortag (Stand 03.07.20, 20.04 Uhr): 195.717 (8.977 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 181.300.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,93 (Stand 04.07.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt

TOP-NEWS: WHO stoppt Tests mit HIV-Mittel bei Coronavirus-Infizierten

20.15 Uhr: Corona-Patienten werden im Rahmen einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierten Studie ab sofort nicht mehr mit Lopinavir/Ritonavir behandelt, das gegen HIV entwickelt worden war. Ausschlaggebend seien keine Sicherheitsbedenken, betonte eine WHO-Sprecherin am Samstag in Genf. Vielmehr habe sich gezeigt, dass die Mittel bei den Patienten praktisch keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit hatten. Dasselbe gelte für das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin. Das Ende der Tests damit hatte die WHO schon am 17. Juni angekündigt. Hydroxychloroquin war in den Schlagzeilen, weil US-Präsident Donald Trump es mehrfach angepriesen hatte.

Es gehe nur um die Tests bei schwer kranken Patienten, die wegen der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, betonte die WHO. Andere mögliche Tests solcher Mittel etwa zur Verbeugung gegen eine Erkrankung seien nicht betroffen.

TOP-NEWS: Florida verzeichnet mehr als 11.400 neue Corona-Fälle an einem Tag

20.10 Uhr: Der US-Bundesstaat Florida hat innerhalb eines Tages mehr als 11 400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die am Samstag von der lokalen Gesundheitsbehörde veröffentlichte Zahl für Freitag markiert eine weitere dramatische Zunahme an Fällen in dem Bundesstaat mit rund 20 Millionen Einwohnern.

USA-weit werden derzeit täglich mehr als 50 000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet, ebenfalls so viele wie noch nie zuvor. Nach einer kurzen Phase der Entspannung bereitet die Lage Gesundheitsexperten vor allem in südlichen Bundesstaaten Sorge. Aber auch in anderen Teilen des Landes wurden wegen der Zunahme der Neuinfektionen die schrittweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen zurückgenommen oder es wurde damit pausiert.

Covid-19 TOP-NEWS: Briten machen die Pubs wieder auf – erster Kunde ist Prinz William

18.24 Uhr: Nach mehr als drei Monaten Schließung wegen der Coronavirus-Pandemie haben seit Samstagfrüh die Pubs in England wieder geöffnet. Der erste, der sich ein Pint gönnte, war offenbar Prinz William. Der 38 Jahre alte Enkel von Queen Elizabeth II. (94) besuchte bereits am Freitagabend einen Pub in der ostenglischen Grafschaft Norfolk in der Nähe seines Landsitzes Anmer Hall.

Er habe sich bei den Mitarbeitern erkundigt, wie sie sich mit den neuen Umständen arrangiert haben, hieß es dazu in einer Twitter-Mitteilung des Kensington-Palasts. Nebenbei ließ sich der Zweite in der britischen Thronfolge aber auch ein Pint servieren, wie auf Fotos zu sehen war. Es habe sich dabei um Cider gehandelt, berichtete die britischen Nachrichtenagentur PA. "Ich bin ein Cider-Mann", sagte William demnach über seine Vorliebe für den Apfelwein. dpa Prinz William mit einem Cider

Die Regierung hatte die Öffnung der Kneipen erst für die frühen Morgenstunden angesetzt, um zu verhindern, dass die Menschen noch in der Nacht zu den Pubs pilgern. Es gelten strenge Auflagen, beispielsweise müssen Pub-Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bestellungen dürfen nur am Tisch oder per App aufgenommen werden.

Trotzdem wurde befürchtet, es könne zu Alkoholexzessen und Ausschreitungen kommen. Gesundheitsminister Matt Hancock warnte mit deutlichen Worten davor, über die Stränge zu schlagen: "Wer das Gesetz bricht, kann hinter Gittern landen", sagte er der "Daily Mail" am Freitag.

Massenandrang auf Dönerimbiss-Eröffnung von Rapper Xatar

16.57 Uhr: Bei der Eröffnung des ersten Döner-Imbisses des Rappers Xatar in der Bonner Innenstadt ist es zu einem Massenandrang gekommen. Laut Ordnungsamt wollten am Samstagnachmittag wohl unerwartet bis zu 350 überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene in dem Imbiss essen. Dabei wurden Abstände nach der Corona-Schutzverordnung nicht eingehalten. Das Ordnungsamt konnte die Lage schließlich deeskalieren und entspannen. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Zuvor hatte der "Bonner General-Anzeiger" berichtet, dass auch die Polizei vor Ort war, um die Lage zu entschärfen. Xatar/Instagram Auf Instagram postete der Rapper Bilder von der Eröffnung.

Weitere Infizierte nach Covid-19-Ausbruch bei Cateringunternehmen

15.43 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg sind zwei Mitarbeiter eines Essens-Lieferanten positiv auf das Virus getestet worden. Sie hätten Essen des Caterers in das Klinikum Großhadern gebracht, teilte das Landratsamt Starnberg am Samstag mit. Es sei äußerst unwahrscheinlich, dass das Coronavirus auf diesem Wege in das Krankenhaus gelangt sei, sagte eine Sprecherin. Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen.

Auch bei zwei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Weßling wurden nach Auskunft des Landratsamtes am späten Freitagabend Infektionen bestätigt. Damit gibt es in dieser Unterkunft vier Infizierte. Sie waren alle gemeinsam in einem Wohncontainer untergebracht und wurden nun isoliert.

Neben Weßling wurde auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften umfassend getestet. Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito im oberbayerischen Gilching waren in diesen Einrichtungen untergebracht. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte wurden wegen positiver Testergebnisse der Bewohner unter Quarantäne gestellt.

Die Infektionen waren vor knapp zehn Tagen entdeckt worden, nachdem einer der Bewohner aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf wegen leichter Symptome zum Arzt gegangen war. Mittlerweile wurden rund 50 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Covid-19-Pandemie: Griechenland verlängert trotz Kritik Ausgangssperre in Flüchtlingslagern

15.19 Uhr: Die griechischen Behörden haben trotz Kritik die Ausgangssperre in den Flüchtlingslagern im Land erneut verlängert. Die am 21. März erlassenen Einschränkungen gelten vorerst bis zum 19. Juli weiter, wie das Ministerium für Migration in Athen am Samstag mitteilte. Kritiker werfen der Regierung vor, die Corona-Pandemie als Vorwand zu missbrauchen, um die Lager weiter abzuriegeln. Deutsche Welle Griechenland/Türkei: Illegale Push-Backs von Migranten

Die untergebrachten Menschen dürfen die Lager nur tagsüber und in Gruppen von weniger als zehn verlassen. Zudem gilt eine Obergrenze von 150 Menschen pro Stunde. Mit Gesundheitsschutz habe dies nichts zu tun, weil es in den Lagern bislang keine Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus gab, sagte der Koordinator von Ärzte ohne Grenzen im Lager Moria auf der Insel Lesbos, Marco Sandrone.

Griechenland ist mit 192 Todesfällen bislang weniger von der Corona-Pandemie betroffen als andere europäische Staaten. Die Unterbringung von 32.000 Asylsuchenden auf den fünf Inseln des Ägäischen Meeres in Lagern mit einer Kapazität von eigentlich nur 5400 Plätzen hat jedoch zu großen Spannungen mit der Bevölkerung geführt. Auch wirbt das Land derzeit massiv um ausländische Touristen.

In den überfüllten Flüchtlingslagern wurde bisher kein Todesfall durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Helfer befürchten aber eine starke Ausbreitung des Erregers, weil Abstandsregeln kaum eingehalten werden können. Die Regierung verlegte in den vergangenen Wochen Tausende Migranten auf das Festland. 

210.000 Menschen betroffen: Spanische Großstadt wegen steigender Corona-Zahlen unter Quarantäne

13.02 Uhr: Erstmals seit der Lockerung der Coronamaßnahmen in Spanien ist wieder eine Großstadt wegen steigender Infektionszahlen unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte der katalanische Regionalpräsident Quim Torra am Samstag mit. In der katalanischen Region Segrià mit der Großstadt Lleida seien insgesamt 210.000 Menschen betroffen, berichtete die Zeitung "La Vanguardia".

Die Quarantäne gelte ab Samstag 12.00 Uhr. Danach dürfe niemand mehr in die Stadt und umliegende Gemeinden im Westen der Provinz reisen oder sie verlassen, außer um zur Arbeit zu gelangen. Bewohner der Quarantäneregion dürften jedoch einmalig noch bis 16.00 Uhr an ihren Wohnort in der Zone zurückkehren. Die Polizei errichtet Kontrollposten an den Zufahrtsstraßen.

Ein Lockdown innerhalb der Quarantänezone sei bisher noch nicht nötig, zitierte die Zeitung die katalanische Gesundheitsministerin Alba Vergés. Geschäfte und Restaurants müssten deshalb nicht wieder schließen, die Menschen dürften ihre Wohnungen jederzeit verlassen. Vergés rief die Bevölkerung jedoch auf, Versammlungen zu meiden und familiäre Feiern stark zu begrenzen oder zu verschieben.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden waren am Freitag 4030 Infektionsfälle in der Region registriert. Das seien 60 mehr als am Donnerstag gewesen, als ein Anstieg um 128 Fälle im Vergleich zum Mittwoch festgestellt worden war. Im Laufe der Woche seien es insgesamt 365 Fälle gewesen.

China bestätigte Covid-19-Fälle in Wuhan erst nach mehrmaligem Nachhaken der WHO

11.20 Uhr: China hat den Ausbruch einer mysteriösen Lungenkrankheit in Wuhan Anfang des Jahres erst nach zweimaligem Nachfragen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Das geht aus einer aktualisierten WHO-Chronologie der Coronavirus-Pandemie hervor. Die ursprüngliche Fassung vom 27. April konnte den Eindruck erwecken, die chinesischen Behörden hätten den Ausbruch von sich aus bereits am 31. Dezember an die WHO gemeldet. Klar ist jetzt, dass es sich an dem Tag lediglich um eine Pressemitteilung auf der Webseite der Gesundheitsbehörden in Wuhan handelte.

Der Vorgang sei allerdings nicht ungewöhnlich, sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Freitagabend in Genf. Oft müssten nationale Gesundheitsbehörden Angaben aus Provinzen zunächst verifizieren. dpa Corona-Hotspot Wuhan.

Wann genau die chinesischen Behörden was kommuniziert haben, ist brisant. US-Präsident Donald Trump hat China vorgeworfen, zu langsam über den Ausbruch informiert zu haben, und macht das Land deshalb für die Ausbreitung des Virus um den ganzen Globus verantwortlich. Der WHO wirft Trump vor, zu sehr auf chinesische Angaben vertraut zu haben. Er hat die Zusammenarbeit mit der WHO eingestellt. China hat Vorwürfe, Angaben verschleppt zu haben, stets zurückgewiesen.

In der Chronologie vom 27. April hieß es: "31. Dezember: Die städtische Gesundheitskommission von Wuhan, China, meldet einen Cluster von Lungenentzündungen in Wuhan. Ein neues Coronavirus wurde später identifiziert." In der aktualisierten Fassung heißt es zu dem Datum: "Das WHO-Länderbüro in China wurde auf eine Pressemitteilung auf der Webseite der städtischen Gesundheitskommission von Wuhan über Fälle von "viraler Lungenentzündung" in Wuhan, China, aufmerksam."

Die WHO habe am 1. Januar nähere Informationen angefordert und diese Forderung am 2. Januar erneuert. Unter dem 3. Januar heißt es jetzt: "Chinesische Beamte lieferten der WHO Informationen über einen in Wuhan identifizierten Cluster von Fällen 'viraler Lungenentzündung unbekannter Ursache'."

Nach Angaben von Ryan hatten die chinesischen Behörden auf Nachfrage zwar umgehend bestätigt, dass es sich bei der Pressemitteilung um eine offizielle Mitteilung handelte. Sie habe die darin genannten Fakten aber zunächst prüfen müssen. Länder sollten solche Angaben innerhalb von 24 bis 48 Stunden verifizieren.

Covid-19 TOP-NEWS: Freundin von Trump-Sohn positiv getestet

Samstag, 4. Juli, 10.49 Uhr: Die Freundin des ältesten Sohnes von US-Präsident Donald Trump ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die 51-jährige Kimberly Guilfoyle, die mit Donald Trump Jr. liiert ist, wurde sofort unter Quarantäne gestellt, wie die "New York Times" am Freitag berichtete. Die ehemalige Journalistin des TV-Senders Fox News war nach South Dakota gereist, um der Rede von Trump zum Unabhängigkeitstag beizuwohnen. Bei einem Routinetest sei die Infektion festgestellt worden. imago images/ZUMA Press Donald Trump Jr., Sohn des US-Präsidenten Donald Trump, und Freundin Kimberly Guilfoyle.

Einem solchen Test mussten sich alle Menschen unterziehen, von denen erwartet wurde, dass sie sich im engeren Umfeld des Präsidenten aufhalten. Donald Trump Jr. sei negativ getestet worden, habe sich aber auch in Selbstisolation begeben, erklärte der Stabschef des Finanzkommitees von Trumps Wahlkampfteam in der "New York Times". Guilfoyle gehe es gut, sie zeige keine Symptome, sagte Gor weiter.

Guilfoyle ist der dritte dem US-Präsidenten nahe stehende Mensch, der bislang positiv auf das Virus getestet wurde, wie US-Medien berichteten.

Die USA sind das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Bislang wurden insgesamt 2,79 Millionen Ansteckungen in dem Land nachgewiesen. Mehr als 129.400 Menschen starben.


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