Gesundheit

Corona-Auflagen: Mutter verliert Kampf gegen Krebs – und kann sich nicht von allen Kindern verabschieden

Wegen der strengen Corona-Auflagen konnte sich eine Mutter nicht mehr von all ihren Kindern verabschieden. Die schwer an Lungenkrebs erkrankte Frau starb am 3. November in einem Hospiz in der walisischen Hauptstadt Cardiff.

Bei Lynette S. wird im Mai diesen Jahres Lungenkrebs diagnostiziert. Nach zwei schweren Chemotherapie-Behandlungen, teilen ihr die Ärzte mit, dass sie nichts mehr für sie tun können. Eine herzzereißende Nachricht für die alleinerziehende Mutter und ihre sechs Kinder.

Im Oktober kommt sie in ein Hospiz. Als sie spürt, dass sie den Kampf gegen den Krebs verlieren wird, will sich Lynette S. von all ihren Kindern verabschieden. Doch auch in Wales herrscht aktuell ein Corona-Lockdown. Das Hospiz unterliegt strengen Auflagen und die verhindern, dass sich Lynette S. von allen sechs Kindern verabschieden kann. Ein Albtraum für jede Mutter.

Drei Söhne können sich nicht verabschieden: "Ihre Herzen sind gebrochen"

Nur die jüngeren Kinder Oshea, Fabian und Neveah können noch einmal zu ihr. 30 Minuten darf jeder für einen letzten Abschied ins Krankenzimmer. "Das war schwer für sie und die Kinder, es wurde viel gekuschelt, viel geweint", erinnert sich Lynettes Mutter Janet S. gegenüber der britischen "Sun". Auch sie darf ihrer sterbenden Tochter beistehen. Sogar Lynettes kleiner Boxer-Welpe Marley darf noch einmal zu seinem Frauchen.

Nur die drei ältesten Söhne Lewis, Tyler und Cameron dürfen ihre Mutter kein letztes Mal sehen. Sie wollen sich zumindest via FaceTime verabschieden, aber ihre Mutter ist bereits zu schwach. "Ihre Herzen sind gebrochen. Alles was sie wollten, waren zehn Minuten, um sich ein letztes Mal zu verabschieden", sagt Janet S. der "Sun".

Ältester Sohn mit rührenden Worten: "Sie war eine verrückte Frau mit einem riesigen Herzen aus Gold"

Der älteste Sohn Lewis würdigt seine Mutter mit emotionalen Worten: "Sie war eine verrückte Frau mit einem riesigen Herzen aus Gold – jeder, der sie traf, konnte sie nie vergessen", schreibt er auf der Spendenseite Gofundme. Und weiter: "Wir konnten uns nicht von unserer Mutter verabschieden, was unsere Herzen bricht."

Aber sie habe lange starke Schmerzen gehabt und sie seien froh, dass sie nicht mehr leide. Sie sei friedlich gestorben – "an der Seite unserer Oma und in einem großartigen Hospiz". Auf Gofundme haben sie eine Spendenseite ins Leben gerufen, um Geld für die Beerdigung zu sammeln.

Hospiz erklärt sich

Das Hospiz erklärte der "Sun", die Besucherregeln seien im Einklang mit den Corona-Auflagen der walisischen Regierung. "Traurigerweise mussten wir uns während der Corona-Pandemie anpassen. Obwohl es Einschränkungen für Besucher gibt, versuchen wir, unsere Patienten und ihre Angehörigen so weit wie möglich bei virtuellen Treffen zu unterstützen." Sie seien im ständigen Austausch mit der walisischen Regierung, um sicherzustellen, dass weiterhin auch persönliche Besuche im Hospiz möglich seien.

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