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Corona-Maskenpflicht: Diese Fehler sollten vermieden werden – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Maskenpflicht befolgen: Sich und andere vor einer Corona-Infektion schützen

Seit dieser Woche gilt in allen Bundesländern die sogenannte „Maskenpflicht“, die dazu beitragen soll, Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen. Um dabei möglichst effektiv zu sein, ist es wichtig, dass die Mund-Nasen-Bedeckung richtig getragen wird. Und bestimmte Fehler beim Umgang mit der Maske sollten unbedingt vermieden werden.

Mittlerweile haben alle Bundesländer das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln und zumeist auch beim Einkaufen zur Pflicht gemacht. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht werden teils hohe Geldstrafen fällig. Umfragen haben gezeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Maßnahme unterstützt. Wichtig ist jedoch, die Masken richtig anzuwenden.

Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, die nun geltende „Maskenpflicht“ im Freistaat konsequent zu befolgen. Zwar wurden im Kampf gegen die Corona-Pandemie schon Fortschritte erzielt, doch es bleibe weiterhin wichtig, sich und andere vor einer Infektion zu schützen.

„Deshalb sollte jeder darauf achten, dass er zum Beispiel in Supermärkten und Geschäften sowie in Bus und Bahn eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt“, so die Ministerin laut einer Mitteilung.

Die sogenannte Maskenpflicht gilt für Personen ab dem 7. Lebensjahr beim Einkaufen sowie bei der Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und der hierzu gehörenden Einrichtungen.

Für die Erfüllung der „Maskenpflicht“ reicht eine Alltagsmaske. „Es sollte aber zusätzlich darauf geachtet werden, möglichst einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Außerdem gelten weiter die üblichen Hygiene-Regeln“, erläuterte Huml.

„Medizinische Schutzmasken sind weiterhin nur für Ärzte oder Pflegekräfte gedacht“, sagte die Gesundheitsministerin.

Mund-Nasen-Bedeckungen selber herstellen

Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen bestehen aus handelsüblichen Stoffen und können daher auch selbst genäht oder auch gekauft werden. Der Stoff sollte möglichst dicht sein und aus 100 Prozent Baumwolle bestehen.

Ferner ist darauf zu achten, dass die Mund-Nasen-Bedeckung groß genug ist, um Mund, Nase und Wangen vollständig zu bedecken. Zudem sollte sie an den Rändern möglichst eng anliegen. Wenn ein Schal diese Bedingungen erfüllt, kann dieser ebenfalls verwendet werden.

Andere Materialien wie beispielsweise Staubsaugbeutel oder Karton sind laut dem Bayerischen Gesundheitsministerium nicht geeignet. Doch Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie berichteten, dass vor allem Baumwollstoffe wie Jersey, Biberstoff sowie Vlies aus Staubsaugerbeuteln Materialien sind, die die meisten Viren abhalten.

Bei 60-90 Grad waschen

Den Angaben zufolge kann man Alltags-Masken, abhängig von der körperlichen Aktivität, maximal drei bis vier Stunden tragen. Bei Durchfeuchtung sollten sie jedoch sofort gewechselt werden.

Vor einer erneuten Benutzung muss die Alltags-Maske bei 60-90 Grad mit ausreichend Waschmittel gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Zusätzlich trägt das anschließende Bügeln der Maske bei mindestens 165 Grad (höchste Stufe) zur Desinfektion bei.

Und auch wenn die Masken auf 70 Grad im Backofen erhitzt werden, könnte es laut Fachleuten ausreichen, die Erreger abzutöten. Das gelte aber nur für Zellulose-Stoffe einer Mund-Nasen-Maske.

Was beim Anziehen einer Maske zu beachten ist

Beim Anziehen einer Maske ist unbedingt darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Deswegen sollten die Hände vorher gründlich mit Seife gewaschen werden. Die Alltags-Maske muss immer richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.

Wichtig ist auch, einen häufigen Fehler zu vermeiden: Die Alltags-Maske darf während des Tragens nicht zurecht gezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. Wenn die Maske auf der Außenseite berührt wird und die Hände nicht frei von Erregern sind, können die Viren darauf verteilt und dann beim Atmen verbreitet werden.

Auch beim Ablegen der Maske ist stets darauf zu achten, dass die Außenseite der Maske nicht berührt wird, da diese Erreger enthalten kann. Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife).

Die Masken sollten nach dem Abnehmen trocken an der Luft aufbewahrt und zwischengelagert werden, so dass Kontaminationen der Innenseite der Alltags-Maske und auch Verschleppungen auf andere Oberflächen vermieden werden. (ad)

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