Gesundheit

Corona wütet in fast allen Landesteilen: Iran verzweifelt an verheerender Pandemie

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 17 Millionen Menschen haben sich bisher mit dem Coronavirus infiziert, 209.966 davon in Deutschland. Die USA melden beinahe täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen:  +++ Corona kehrt in Japan stärker zurück als bei der ersten Welle (08.00 Uhr) +++ Hausärzte schimpfen über Gratis-Tests für Rückkehrer: "Schlechter Scherz" (21.40 Uhr)

  • Live-Karte zum Virus-Ausbruch und Coronavirus-Radar mit Zahlen und Fakten
  • Mehr News, Service und Ideen zur Corona-Pandemie finden Sie auf unserem Überblicksportal

Mehr als 5000 Neuinfektionen am Wochenende: Corona-Alarm auf den Philippinen

08.12 Uhr: Die philippinische Hauptstadt Manila bereitet sich auf einen neuen Lockdown wegen der rasant gestiegenen Corona-Zahlen vor. Präsident Rodrigo Duterte kündigte an, dass für die 12,8 Millionen Einwohner der Metropolregion Metro Manila an diesem Dienstag wieder strikte Ausgangsbeschränkungen in Kraft treten.

Das Gesundheitsministerium hatte am Wochenende eine Rekordzahl von 5032 Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl stieg damit auf mehr als 103.000. 2059 Menschen sind in dem südostasiatischen Inselstaat mit seinen 106 Millionen Einwohnern in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmefällen verlassen, der öffentliche Verkehr wird ausgesetzt und Zusammenkünfte werden auf maximal fünf Personen begrenzt. dpa

Die Maßnahmen sollen für mindestens zwei Wochen gelten. Gleichzeitig will die Regierung 20 Millionen Masken an arme Menschen verteilen.

Zahlreiche Mitarbeiter des Gesundheitswesens hatten am Wochenende in einem offenen Brief an Duterte vor einem Kollaps des gesamten Systems gewarnt. Die Ärzte und Pfleger erklärten, sie stünden davor, den Kampf gegen Covid-19 zu verlieren. «Wenn die Infektionen nicht gestoppt werden, werden wir das nächste New York City sein, wo Menschen auf Krankentragen, in der Notaufnahme oder zu Hause sterben, weil die Krankenhäuser voll sind», hieß es.

TOP-NEWS: Corona kehrt in Japan stärker zurück als bei der ersten Welle

08.00 Uhr: Japan überstand die erste Corona-Welle sehr glimpflich. An keinem Tag gab es in dem asiatischen Land auch nur 1000 neue Fälle. Im Mai und Juni flachte das Virus sogar komplett ab , mit nur sehr wenigen Neuinfektionen. Doch nun kehrt Corona nach Japan zurück – und zwar deutlich stärker als zuvor. In den letzten Tagen stiegen die täglichen Fälle auf mehr als 1200 und sogar auf knapp 1800 am vergangenen Donnerstag. Noch verzeichnet Japan insgesamt mehr als 40.000 Covid-19-Fälle insgesamt. Doch die Tendenz spricht aktuell nicht für Japan.

Fast 210.000 Corona-Fälle in Deutschland – R-Wert sinkt leicht

21.44 Uhr: Bislang haben sich in Deutschland 209.966 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Das sind 225 Fälle mehr als noch am Samstag. Allerdings veröffentlichten Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt am Sonntag keine neuen Zahlen.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle blieb am Sonntag mit 9121 unverändert. Die Zahl der Genesenen beziffert das Robert Koch-Institut auf 192.900. Somit sind rund 7950 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert fiel erstmals seit Tagen wieder leicht, von 1,13 auf 1,09. Er gibt an, wie viele weitere Personen ein Infizierter ansteckt.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.317 (1847 Todesfälle)
  • Bayern: 51.063 (2620 Todesfälle)
  • Berlin: 9327 (223 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3592 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1784 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5435 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 12.117 (520 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 877 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.524 (653 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 49.145 (1739 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7535 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2851 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5539 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2024 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3467 (156 Todesfälle)
  • Thüringen: 3369 (182 Todesfälle)

*Diese Bundesländer haben keine neuen Fallzahlen gemeldet

Gesamt (Stand 02.08.2020, 21.37 Uhr): 209.966 (9121 Todesfälle)

Vortag (Stand 01.08.2020, 19.35 Uhr): 209.741 (9121 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 192.900

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 7950

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,09 (Stand 02.08.20)

TOP-NEWS: Hausärzte schimpfen über Gratis-Tests für Rückkehrer: "Schlechter Scherz"

21.40 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband warnte vor erheblichem Aufwand bei der Umsetzung, wenn nun viele Reiserückkehrer mit einer 72-Stunden-Frist für Tests in die Praxen kommen. Im günstigsten Falle kriege ein Arzt Patienten noch irgendwo unter, sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt. "Dann heißt es Schutzausrüstung anziehen, Abstrich nehmen und Aufklärungsgespräch über Hygienemaßnahmen, Validität der Tests und deren Konsequenz führen." Da wirkten die 15 Euro, die Hausärzte für einen Abstrich bekommen sollen, "wie ein schlechter Scherz".

Bezahlt werden die Tests zunächst von den gesetzlichen Krankenversicherungen – das Gesundheitsministerium hat aber bereits signalisiert, dass der Bund die Finanzierung am Ende über einen schon beschlossenen höheren Milliardenzuschuss an die Kassen übernimmt. Pro Test setzt die Verordnung vorerst 50,50 Euro für Laborleistungen an, für Ärzte ist eine pauschale Vergütung von 15 Euro vorgesehen. An der Finanzierung der Tests auf Steuerzahlerkosten gibt es Kritik. Spahn argumentiert dagegen, dass niemand aus finanziellen Gründen darauf verzichten sollte. Unentdeckte Infektionen könnten teurer werden.

"Sprengen alle Kapazitäten": Virologin warnt vor Corona-Massentests

17.53 Uhr: Seit Samstag können sich alle Einreisenden innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen. Das legt eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fest. Diese soll zum Beispiel in Teststellen an Flughäfen, in Gesundheitsämtern und Arztpraxen möglich sein. Die Kosten trägt letztlich der Staat. Spahn rief dazu auf, die neuen Testmöglichkeiten zu nutzen. "Wer von einer Reise zurückkommt, sollte sich testen lassen – freiwillig und kostenlos." Die steigenden Infektionszahlen seien ein Warnsignal.

Laut "Bild" warnen "Regierungs-Insider" jedoch, dass die Testkapazitäten und das Testmaterial für PCR-Tests in dieser Größenordnung gar nicht ausreichen, um die Urlaubsrückkehrer mit Tests zu versorgen.

"Derzeit liegen die Testkapazitäten bei bis zu 1,2 Millionen Tests pro Woche", erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der "Bild". Davon werde seit Wochen knapp die Hälfte abgeschöpft.

Virologin Juliane Böttcher-Lorenz befürchtet Engpässe. Die Leiterin eine Labors in Sachsen-Anhalt sagte der "Bild": "Zahlreiche Komponenten der PCR-Tests sind sehr knapp und werden zum Teil gar nicht mehr von den üblichen Lieferanten geliefert". Der Mangel beginne bereits bei Tupfern für die Abstrichentnahme, warnte sie. Eine Verbesserung der Situation sei nicht in Sicht, so Böttcher-Lorenz weiter, im Gegenteil: Die Massentests "sprengen alle Kapazitäten."

Corona wütet in fast allen Landesteilen: Iran verzweifelt an verheerender Pandemie

15.45 Uhr: Der Iran hat die höchste Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus seit drei Wochen verzeichnet. In den vergangenen 24 Stunden seien 2685 Neuinfektionen festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Teheran am Sonntag. Demnach ist die Situation in 25 der 31 iranischen Provinzen "besorgniserregend".

208 weitere Menschen seien an den Folgen der Infektion gestorben, sagte die Sprecherin weiter. Die offizielle Gesamtzahl der Corona-Toten im Iran stieg damit auf 17.190, die Zahl aller Infektionsfälle liegt nun bei knapp 310.000.

Die Islamische Republik ist von der Corona-Pandemie stark getroffen. Nach einem vorübergehenden Rückgang bei den Corona-Fällen im April verzeichnet der Iran seit Juni wieder Infektions- und Todesfallzahlen in Rekordhöhe. dpa Hassan Ruhani (r.), Präsident des Iran, nimmt an einer Sitzung des Nationalen Komitees zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus teil.

Die Ministeriumssprecherin hob die Situation in der zentraliranischen Provinz Ghom hervor und warnte, "dass eine Verharmlosung der Situation und eine laxe Einhaltung der Gesundheitsprotokolle zu einer Verschlimmerung des Ausbruchs in der Provinz führen könnten". Ghom war bereits im Februar und März die am stärksten betroffene Provinz. Außerdem warnte die Sprecherin vor Reisen nach Masandaran, einem beliebten Touristenort im Norden.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die Regierung verschiedene restriktive Maßnahmen wie eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen erlassen. Eine landesweite Ausgangssperre wurde hingegen nie verhängt. Auf Provinzebene können die Behörden strengere Regeln festlegen.

Feuerwehr sperrt Zufahrten zu überfüllten Badeseen

15.43 Uhr: Wegen des zu großen Besucherandrangs musste die Polizei und die Feuerwehr in Gifhorn die Zufahrten zu zwei Badeseen vorübergehend sperren. Der Betreiber des Tankumsees habe sich gemeldet, weil er mit den vielen Besuchern am Samstag überfordert gewesen sei, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Sicherheit der Badegäste, sowie der Mindestabstand zwischen den Besuchern habe nicht mehr gewährleistet werden können. Die Feuerwehr sperrte in Zusammenarbeit mit der Polizei dann die Zufahrten, sodass keine neuen Gäste mehr kommen konnten.

Kurze Zeit später wurde es dann auch am nur wenige Kilometer entfernten Bernsteinsee zu voll. Auch hier mussten die Zufahrten am Samstag abgesperrt werden. Autofahrer wurden gebeten, auf andere Orte auszuweichen.

Unterdessen ging bei der Polizei in Winsen (Luhe) in der Nacht zum Sonntag kurz vor Mitternacht ein Hinweis auf ein Treffen einer größeren Personengruppe an einem Baggersee im Ortsteil Scharmbeck ein. Vor Ort trafen die Beamten auf rund 80 bis 100 junge Leute, die die Flucht ergriffen. Von einzelnen wurden die Personalien festgestellt. Aufgrund der Corona-Epidemie seien solche Treffen zur Zeit nicht zulässig, erklärte die Polizei.

Weiterer Corona-Ausbruch bei Gemüsehof in Mamming – Infizierten-Zahl steigt auf 43

13.21 Uhr: Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming wurden in einem weiteren Betrieb der Gemeinde ermittelt. Zunächst gab das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstag die Zahl von 27 Infizierten an. Am Sonntag stieg die Zahl der Infizierten auf 43. Weitere Test in anderen Betrieben seien alle negativ ausgefallen.

Maskenverweigerer randalieren auf Flug von Amsterdam nach Ibiza

12.45 Uhr: Zwei Maskenverweigerer haben auf einem KLM-Flug von Amsterdam nach Ibiza randaliert und sind nach der Landung von spanischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die beiden Männer hätten sich auf dem Flug am Freitag geweigert, Masken zu tragen, und andere Passagiere verbal und körperlich angegriffen, sagte ein KLM-Sprecher am Sonntag der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Beide Männer seien betrunken gewesen und auf Anweisung des Piloten in Schach gehalten worden. Passagiere hätten mitgeholfen.

KLM bestätigte damit einen Bericht des Senders AT5, der eine Videosequenz mit einem wüsten Handgemenge an Bord des Flugzeugs zeigte. Einer der beiden Randalierer ist dabei mit bloßem Oberkörper in dem Flugzeug zu sehen, er erhält von einem anderen Passagier einen Faustschlag ins Gesicht und wird kurz darauf von den Mitreisenden im Mittelgang auf den Boden gedrückt. Wie KLM dem Sender sagte, sei die Sicherheit an Bord nicht gefährdet gewesen. Niemand sei nennenswert verletzt worden. dpa/Lex Van Lieshout/ANP/dpa Ein Boeing-Dreamliner der KLM

TOP-NEWS: Aida Cruises verschiebt Neustart nach Corona-Zwangspause

11.13 Uhr: Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat ihren Neustart nach der Corona-Zwangspause kurzfristig verschoben. Die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee für die erste Augusthälfte wurden am Sonntag abgesagt. Entgegen den Erwartungen des Unternehmens stehe eine letzte formale Freigabe für den Start der Kurzreisen ab 5. August durch den Flaggenstaat Italien noch aus, teilte Aida an seinem Sitz in Rostock mit.

Für Aida Cruises ist dies ein herber Rückschlag. Das Unternehmen wollte nach der coronabedingten Zwangspause seit Mitte März am 5. August wieder Fahrt aufnehmen, zunächst mit Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee ohne Landgänge. Für den Neustart seien umfassende Konzepte entwickelt und alle erhöhten Hygienestandards sowie Maßnahmen zum Schutz vor Covid-19 an Bord der Schiffe umgesetzt worden.

Abgesagt wurden die Kurzreisen mit der Aidaperla ab/bis Hamburg vom 5. bis 8. August, vom 8. bis 12. August und vom 12. bis 15. August. Betroffen ist demnach auch die Kurz-Kreuzfahrt mit der Aidamar ab/bis Warnemünde vom 12. bis 16. August. Bei den geplanten Fahrten ab dem 16. August geht Aida davon aus, dass sie stattfinden können, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

"Aida bedauert diese Verzögerung sehr", hieß es. Das Unternehmen gehe davon aus, dass es die letzte formale Freigabe durch den Flaggenstaat Italien zeitnah erhalten werde.

Für den Neustart hatte Aida 750 Besatzungsmitglieder aus Asien am 22. Juli mit drei Flugzeugen eingeflogen. Corona-Tests nach der Landung ergaben elf Infizierte, die in der Folge isoliert wurden. dpa/Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa Die „AIDAblu“ im Seehafen Rostock.

TOP-NEWS: Belgien verhängt Reiseverbote in etliche EU-Regionen

10.59 Uhr: Wegen des starken Anstiegs bei den Corona-Infektionsfällen hat die belgische Regierung touristische Reisen in mehrere EU-Regionen verboten. "Nicht unbedingt notwendige Reisen" in die spanischen Regionen Navarra, Aragon, Barcelona und Lleida in Katalonien seien nicht mehr erlaubt, teilte das Außenministerium in Brüssel am Samstag mit. Auch Gebiete in Bulgarien, Rumänien, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz stehen auf einer "roten Liste". Wer von dort nach Belgien zurückkehrt, muss in Quarantäne.

Von den Reisebeschränkungen betroffen sind in der Schweiz die Kantone Waadt, Wallis und Genf, in Frankreich das Département Mayenne und in Großbritannien die Stadt Leicester. Zudem müssen seit Samstag aus dem Ausland nach Belgien zurückkehrende Reisende, die länger als 48 Stunden in Belgien bleiben, Formulare zur Identifizierung ausfüllen. Sie müssen unter anderem angeben, wo sie sich in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben.

Wer in einer Reihe weiterer Regionen in Frankreich Urlaub gemacht hat, soll sich gemäß einer Empfehlung der belgischen Behörden ebenfalls isolieren oder sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Betroffen sind die Region Paris mit Ausnahme des Départements Seine-et-Marne, die Pays de la Loire in Westfrankreich sowie die Départements Nord, Haut-Rhin, Haute-Savoie, Meurthe-et-Moselle und Vosges.

Wegen eines starken Anstiegs bei den Corona-Infektionsfällen haben die Behörden in Belgien die Einschränkungen wegen der Pandemie zuletzt noch verschärft. Seit Beginn der Pandemie haben sich in dem Land nach offiziellen Angaben mehr als 68.700 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, 9841 Menschen starben. Mit 85 Todesfällen pro 100.000 Einwohner verzeichnet Belgien besonders viele Covid-19-Todesfälle im Verhältnis zu seiner Bevölkerung. Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa Belgien, Mechelen: Cafés und Restaurants sind auf dem Grote Markt (Platz) in der Stadt Mechelen geschlossen

TOP-NEWS: Corona-Pandemie: Melbourne ruft Katastrophenzustand aus

09.45 Uhr: In Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne ist wegen der Corona-Pandemie eine nächtliche Ausgangssperre angekündigt worden. Der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, sagte Journalisten, die Ausgangssperre solle von Sonntag an jeden Abend um 20.00 Uhr (Ortszeit) beginnen. Sie gelte jeweils bis 5.00 Uhr des Folgetags. Ausnahmen gibt es für Menschen, die zur Arbeit oder von dort nach Hause fahren oder die sich um jemand anderen kümmern.

Einwohner Melbournes dürfen nur noch einmal am Tag Einkaufen und nicht mehr als eine Stunde draußen Sport machen – und das nur im Umkreis von fünf Kilometern um ihr Zuhause. "Das sind große Schritte, aber sie sind notwendig", sagte Andrews. In der Metropole Melbourne gelten bereits seit Wochen strikte Einschränkungen. Andrews erklärte nun auch den Katastrophenzustand, womit die Polizei und andere Behörden zusätzliche Befugnisse erhalten.

Der besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Bundesstaat Victoria hatte am Donnerstag die bisher höchste Anzahl Neuinfektionen seit Beginn der Krise verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden kamen 723 Fälle hinzu. Am Sonntag meldete Andrews 671 neue Fälle innerhalb eines Tages. Victoria hat rund 6,7 Millionen Einwohner. AAPIMAGE

Mexiko meldet neuen Tagesrekord bei Corona-Neuinfektionen

09.40 Uhr: Den zweiten Tag in Folge hat Mexiko eine neue Rekordzahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien 9556 neue Fällen registriert worden, gaben die mexikanischen Behörden am Samstag bekannt. Die Gesamtzahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus liegt demnach bei über 434.000. Mehr als 47.400 Menschen starben in dem mittelamerikanischen Land an den Folgen der Viruserkrankung. 

Von Freitag auf Samstag starben nach Behördenangaben allein 764 Menschen. In den vorherigen 24 Stunden hatte das Land bereits mehr als 8400 neue Infektionsfälle gemeldet.

Mexiko ist der am drittschwersten von der Gesundheitskrise betroffene Staat der Welt – nach den USA und Brasilien. Am Donnerstag hatte das Land Großbritannien in Bezug auf die Corona-Todesfälle überholt.

Urlauber sollen für Rückholaktion zahlen – doch kaum einer bekommt eine Rechnung

09.03 Uhr: Es war eine gigantische Rückholaktion: Wegen des weltweiten Ausbruchs der Corona-Pandemie wurden bis Ende April gestrandete Touristen zurück nach Deutschland geflogen. Kurz darauf stellte das Auswärtige Amt klar, dass es sich hierbei nicht um einen kostenlosen Service handele. Die Urlauber sollen für den Rückflug zahlen. Das ist nun einige Wochen her – dennoch haben nur sehr wenige bisher auch tatsächlich einen entsprechenden Bescheid erhalten. „Bis zum Ende dieser Arbeitswoche werden ca. 3000 Rechnungen versandt worden sein“, wird das Auswärtige Amt bei der „Welt“ zitiert.

Der Grund: Die Abrechnung stelle eine „große Herausforderung“ dar. „Während wir in normalen Jahren durchschnittlich etwa 800 Konsularfälle zu bearbeiten haben, sind es alleine im Rahmen der Rückholaktion rund 67.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alle eine gesonderte Rechnung erhalten“, zitiert die „Welt“ das Auswärtige Amt weiter. Thomas Köhler/Photothek.De/Thom Heiko Maas (SPD), Außenminister, besucht das Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt

TOP-NEWS: Bundesländer melden 770 Neuinfektionen, mehr als die Hälfte aller Fälle kommt aus NRW

19.43 Uhr: Bislang haben sich in Deutschland 209.741 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Samstag wurden 770 neue Fälle gemeldet. Besonders hoch war die Zahl der Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen mit 413.

Für das Saarland lagen zunächst keine neuen Zahlen vor. Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt vermelden am Wochenende zudem keine Zahlen.

9121 Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. Laut RKI liegt die Zahl der Genesenen bei 192.700. Somit sind 7920 akut infiziert (aktive Fälle). Das ist ein Anstieg um rund 300 gegenüber Freitag. Seit mehreren Tagen steigt die Zahl der aktiven Fälle deutlich. Auch der R-Wert stieg erneut, auf 1,13.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.317 (1847 Todesfälle)
  • Bayern: 51.063 (2620 Todesfälle)
  • Berlin: 9327 (223 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3592 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1784 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5435 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 12.117 (520 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 877 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.524 (653 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 49.145 (1739 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7535 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2851 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5539 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2024 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3467 (156 Todesfälle)
  • Thüringen: 3369 (182 Todesfälle)

*Diese Bundesländer haben keine neuen Fallzahlen gemeldet

Gesamt (Stand 02.08.2020, 21.37 Uhr): 209.966 (9121 Todesfälle)

Vortag (Stand 01.08.2020, 19.35 Uhr): 209.741 (9121 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 192.900

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 7950

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,09 (Stand 02.08.20)


  • Biergarten: Diese Corona-Regeln gelten


  • Coronavirus vermeiden: 14 Regeln fürs Einkaufen im Supermarkt


  • Corona-Warn-App: Installation nicht möglich – daran liegt es


  • Coronavirus: Diese Regeln gelten beim Reisen mit dem Flugzeug


  • Was Sie tun können, um Ihr Immunsystem zu stärken


  • Mundschutz wiederverwenden: So sterilisieren sie ihn


  • Woher stammt das Coronavirus? Drei Theorien kursieren


  • Coronavirus: Gehöre ich zur Risikogruppe? der große Check


  • Was sinnvoller ist als ein Mundschutz


  • Praxistipps zum Thema Corona-Pandemie auf FOCUS Online


  • Germanys Corona-Warn-App: That’s how it works

  • Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie auf der nächsten Seite

    • Überblick: Aktuelle Corona-Regeln in Ihrem Bundesland  

      FOCUS Online versorgt Sie täglich mit den wichtigsten Nachrichten direkt aus der Redaktion. Hier können Sie den Newsletter ganz einfach und kostenlos abonnieren.

       
       

     

    Beim Flüchtlingsthema klagt Merz gleich drei Mal über die "Schande von Europa"

    FOCUS Online/Wochit Beim Flüchtlingsthema klagt Merz gleich drei Mal über die „Schande von Europa“

    Quelle: Den ganzen Artikel lesen