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Coronavirus: Studie identifiziert typische Merkmale von Todesfällen durch COVID-19 – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Woran versterben Menschen bei COVID-19?

COVID-19-Erkrankungen, ausgelöst durch das neue Coronavirus SARS-CoV-2, können sehr mild verlaufen, aber auch tödlich enden. In einer aktuellen Studie wurde jetzt untersucht, welche Faktoren bei Betroffenen mit tödlichem Krankheitsverlauf möglicherweise eine Rolle spielen. So wurden verschiedene gemeinsame Merkmale bei vielen Todesfällen aufgedeckt.

Bei der aktuellen Untersuchung des Chinese PLA General Hospital wurde festgestellt, welche häufigen Gemeinsamkeiten bei Menschen auftreten, die im Frühstadium der Coronavirus-Pandemie verstorben sind. Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine“ veröffentlicht.

Häufigste Merkmale bei COVID-19-Todesfällen

Für die Studie wurden bei 85 Personen, welche an COVID-19 im Frühstadium der Coronavirus-Pandemie verstarben, die häufigsten gemeinsamen Merkmale identifiziert. Die Untersuchung basierte auf der Analyse der elektronischen Gesundheitsdaten von Patienten mit COVID-19, die trotz der Behandlung in zwei Krankenhäusern in Wuhan verstorben sind.

Männer über 50 Jahren mit chronischen Krankheiten besonders gefährdet

Die meisten Todesfälle in der Studie betrafen Männer im Alter über 50 Jahren mit nicht übertragbaren chronischen Krankheiten, berichten die Forschenden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Risikogruppe von Männern im Alter über 50 Jahren mit chronischen komorbiden Erkrankungen wie Hypertonie (Bluthochdruck), koronarer Herzkrankheit und Diabetes besonders gefährdet sind, berichtet das Forschungsteam.

72,9 Prozent der verstorbenen Personen waren Männer

Die Forschenden analysierten die Krankenakten von 85 verstorbenen Personen und erfassten dabei Informationen über ihre Krankengeschichte, die Exposition gegenüber dem Coronavirus, zusätzliche chronische Krankheiten, Symptome, Laborbefunde, CT-Scan-Ergebnisse und die klinische Behandlung. Das mittlere Alter der verstorbenen Personen lag demnach bei 65,8 Jahren und 72,9 Prozent davon waren Männer. Ihre häufigsten Symptome umfassten Fieber, Atemnot (Dyspnoe) und Müdigkeit.

Sehr niedrige Werte von Eosinophilen

Bluthochdruck, Diabetes und koronare Herzkrankheit waren die häufigsten auftretenden Komorbiditäten, berichten die Forschenden. Etwas mehr als 80,0 Prozent der teilnehmenden Menschen wiesen bei der Aufnahme sehr niedrige Werte von Eosinophilen (bestimmte Zellen der Immunabwehr) auf.

Häufig auftretenden Komplikationen

Zu den häufig auftretenden Komplikationen gehörten beispielsweise Atemversagen, Schock, akutes Atemnotsyndrom (ARDS) und Herzrhythmusstörungen. Die meisten Patienten erhielten Antibiotika, antivirale Mittel und Glukokortikoide (Arten von Steroiden). Einige erhielten auch intravenös Immunglobulin oder Interferon alpha-2b.

Betroffene verstarben im Schnitt 6,35 Tage nach Aufnahme im Krankenhaus

Den Forschenden zufolge lassen sich zu der Wirksamkeit von Medikamenten wie antiviralen oder immunsuppressiven Mitteln gegen COVID-19 aus der aktuellen Studie keine eindeutigen Aussagen ableiten. Die vielleicht bedeutendste Beobachtung der Untersuchung sei, dass sich die Atemwegssymptome erst eine Woche nach der Infektion entwickeln. Es kann aber zu einer schnellen Verschlechterung kommen, wie die kurze Zeitspanne zwischen der Aufnahme in ein Krankenhaus und dem folgenden Tod (durchschnittlich 6,35 Tage) in der Studie zeigt.

Woran verstarb die Mehrheit der Teilnehmenden?

Angesichts der neuen Erkenntnisse kann eine sogenannte Eosinophilopenie (abnormal niedrige Werte von Eosinophilen im Blut) als Hinweis auf einen schweren Krankheitsverlauf bewertet werden. Die Forschenden stellten auch fest, dass das frühe Einsetzen von Kurzatmigkeit als Beobachtungssymptom für COVID-19 verwendet werden kann. Darüber hinaus fanden sie heraus, dass eine Kombination von antimikrobiellen Medikamenten (Antivirenmittel, Antibiotika) diesen Patienten nicht signifikant half. Die Mehrheit der untersuchten Infizierten starb an multiplem Organversagen. (as)

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