Gesundheit

COVID-19: Diese Risiken bestehen in der Schwangerschaft – Heilpraxis

COVID-19 für Schwangere besonders gefährlich

Welche Risiken von COVID-19 in der Schwangerschaft ausgehen können, haben Forschende der Universität Montreal in eine aktuellen Studie untersucht. Demnach ist bei symptomatischen Erkrankungen an COVID-19 das Risikos für eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung), eine Frühgeburt und weitere Schwangerschaftskomplikationen deutlich erhöht.

Das Forschungsteam um Nathalie Auger von der Universität Montreal kommt in seiner Meta-Analyse zu dem Ergebnis, dass COVID-19 bei Schwangeren gefährliche Folgen für Mutter und Kind haben kann. Mit dem Schweregrad der Erkrankung steige auch das Risiko von Komplikationen. Die entsprechenden Studienergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Canadian Medical Association Journal“ veröffentlicht.

Erhöhtes Risiko einer Schwangerschaftsvergiftung

Für die Meta-Analyse haben die Forschenden 42 Beobachtungsstudien mit insgesamt 438.548 Schwangeren (unter ihnen 7.569 SARS-CoV-2 Infizierte) ausgewertet. So zeigte sich, dass bei vorliegender Infektion – symptomatisch oder asymptomatisch – das Risiko eine Präeklampsie um 33 Prozent erhöht war. Auch die Wahrscheinlichkeit für Frühgeburten und Totgeburten war bei den COVID-19-Infizierten erhöht.

Weitere Schwangerschaftskomplikationen möglich

Wenn die schwangeren Frauen COVID-19-Symptome entwickelten oder gar einen schweren Krankheitsverlauf zeigten, war dabei eine weitaus drastischere Erhöhung der Risiken feststellbar. Und bei schweren COVID-19-Verläufen wurden zudem vermehrt weitere Komplikationen wie eine Schwangerschaftsdiabetes oder ein niedriges Geburtsgewicht festgestellt. Zudem mussten die Kinder nach der Geburt häufiger auf einer Intensivstation behandelt werden.

Risiko anfangs unterschätzt

Anfangs seien die Gefahren für Mutter und Kind als eher niedrig eingestuft worden, „da die meisten Schwangeren aufgrund ihres jungen Alters noch keine Risikofaktoren haben, die bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 auf einen schweren Verlauf hindeuten“, berichtet das Deutsche Ärzteblatt in einem Beitrag zu den aktuellen Studienergebnisse. Diese Ansicht habe sich mittlerweile jedoch geändert.

Beeinträchtigte Funktion der Plazenta

Zwar seien die genauen Zusammenhänge noch unklar, aber vermutlich führe die Funktionsstörung des Endothels, zu der es bei schweren COVID-19-Verläufen häufig kommt, auch zu Beeinträchtigungen der Funktion der Plazenta. So greifen die Viren das Gefäßsystem an und bei Beteiligung der Plazenta drohe eine Präeklampsie mit gefährlichen Folgen für Mutter und Kind. (fp)

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