Gesundheit

„Die Kollegen sollten die Vorteile am E-Rezept sehen!“

Einige wenige Apotheker in Deutschland hatten bereits Kontakt mit E-Rezepten. GKV-E-Rezepte werden derzeit allerdings nur im Projekt der Techniker Krankenkasse in Hamburg ausgestellt. Diese Verordnungen landen bislang ausschließlich in der Wandsbeker Adler Apotheke. Im DAZ.online-Geschichtentaxi spricht die Inhaberin Heike Gnekow über ihre ersten Erfahrungen mit dem E-Rezept. Sie erklärt auch, warum sie eine indirekte Beteiligung des Zur Rose-Konzerns hinnimmt und warum sich die Apotheker auf das E-Rezept freuen können.

Seit Februar können TK-Versicherte – und seit neuestem auch HEK-Versicherte – aus dem Hamburger Bezirk Wandsbek an einem E-Rezept-Projekt teilnehmen. Dabei benutzen sie eine Handy-App, erhalten vom Arzt einen Code und legen diesen Code der Apotheke vor, die ihn abscannt, das E-Rezept dann einsehen kann und das Arzneimittel abgibt. Mit von der Partie ist bislang eine Arztpraxis und eine Apotheke – die Privilegierte Adler Apotheke von Heike Gnekow. Organisiert und gelenkt wird das Projekt von der TK, die ihren Sitz in der Hansestadt hat. Mit dabei sind aber auch zwei IT-Firmen, die zum Zur Rose-Konzern gehören: König IDV und Ehealth-tec.

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E-Rezept

Gnekow ist eine umtriebige Apothekerin. Seit 2015 beteiligt sie sich an der Flüchtlingsversorgung in der Hansestadt. Sie war auch schon berufspolitisch tätig: als Vorsitzende des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit der Apothekerkammer Hamburg. Vor einiger Zeit präsentierte sich die Apothekerin in einem Internet-Streitgespräch mit DocMorris-Vorstand Max Müller wortgewandt. Sie beschrieb dort die Vorteile der Apotheke vor Ort gegenüber dem Versandhandel. Auch die Adler-Apotheke ist besonders: Die Apotheke hat regelmäßig bis 24 Uhr geöffnet, verfügt über einen Herstellbetrieb und beliefert mehrere Heime. Außerdem bietet die Apotheke ihren Kunden eine eigens entwickelte Arzneimittelverblisterung an („Pill Pack“). Zudem organisiert das Unternehmen Arzneimittelberatungen bei betrieblichen Gesundheitstagen.

Gnekow: Es ist Zeit für’s E-Rezept

Im DAZ.online-Geschichtentaxi spricht die Hamburger Apothekerin über ihre ersten Erfahrungen mit dem E-Rezept und berichtet, wie die TK überhaupt auf sie als Teilnehmerin kam. Sehr genau schildert Gnekow, wie der Weg des E-Rezeptes von der Arztpraxis über den Patienten und seine Handy-App hin zur Apotheke funktioniert. Sie erklärt auch, warum selbst die Beteiligung der Zur Rose-Töchter sie nicht an der Teilnahme hinderte: Es sei ihr wichtig gewesen, das Projekt für die Apothekerschaft voranzutreiben. Und: Gnekow ermutigt ihre Kolleginnen und Kollegen, die Befürchtungen hinsichtlich des E-Rezeptes fallen zu lassen. Schließlich könnten sich viele Prozesse in der Apotheke vereinfachen.

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