Gesundheit

Ebola: Neue Epidemie laut WHO unausweichlich

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält eine neue Ebola-Epidemie für „unausweichlich“, sieht sich aber besser vorbereitet als beim Ausbruch der Krankheit in Westafrika Ende 2013. Experten seien sich darin einig, dass die Krankheit erneut ausbrechen und dass es eine neue Epidemie geben werde, sagte WHO-Direktorin Margaret Chan am Donnerstag in Conakry, der Hauptstadt von Guinea.

Allerdings, "wenn das passiert, wird die Welt viel besser vorbereitet sein", fügte Chan hinzu. 

Seit dem Beginn der Ebola-Epidemie im Dezember 2013 waren in den bitterarmen westafrikanischen Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia insgesamt rund 11.300 Menschen an dem Virus gestorben. Der WHO wurde damals vorgeworfen, den Ernst der Lage zu spät erkannt und zu zögerlich reagiert zu haben. Chan hielt sich in Guinea zu Gesprächen über Impfungen und andere Vorsorgemaßnahmen gegen die Krankheit auf. 

Ebola-Virus wurde 1976 entdeckt

Die WHO-Chefin dankte der Regierung in Conakry für ihre Unterstützung bei der Entwicklung eines Impfstoffes. In einem klinischen Test waren 2015 fast 6000 Menschen in Guinea mit dem Stoff geimpft worden, keiner von ihnen steckte sich mit dem Ebola-Virus an. Chan sagte, die Gesundheitsbehörden hätten durch den Impfstoff – selbst wenn er zu nächst nur in kleinen Mengen vorhanden sei – eine weitere Möglichkeit der Vorbeugung "jenseits von Isolation und Quarantäne". 

Das Ebola-Virus war 1976 auf dem Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo entdeckt worden. Seitdem brach die Krankheit immer wieder aus, meist in West- und Ostafrika. Anfang 2014 weiteten sich einige Fälle im südlichen Guinea dann rasend schnell zu einer Epidemie aus.

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