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Ernährung: Brotfrucht neues Superfood? – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Brotfrucht als Teil der täglichen Ernährung?

Auch die Brotfrucht hat das Potenzial zum Superfood. Die Frucht und aus ihr produziertes Mehl tragen zu einer gesunden und ernährungsphysiologisch ausgewogenen Ernährung bei und scheinen beispielsweise auch Diabetes zu lindern.

Bei einer Untersuchung unter Beteiligung von Forschenden der University of British Columbia wurde festgestellt, dass die Brotfrucht vielen Menschen auf der ganzen Welt eine gesunde Ernährung ermöglichen könnte. Die Ergebnisse wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „PLOS ONE“ veröffentlicht.

Was ist die Brotfrucht?

Die Brotfrucht wird bereits seit Jahrhunderten in Ländern auf der ganzen Welt als Teil der Ernährung verwendet. Die Frucht wächst in tropischen und südpazifischen Ländern im Überfluss und gilt dort als Grundnahrungsmittel für viele Menschen. Die Frucht kann im reifen Zustand verzehrt werden oder sie wird getrocknet und zu einem glutenfreien Mehl verarbeitet, welches in vielen Arten von Mahlzeiten verwendet werden kann.

Brotfrucht lindert Diabetes

„Brotfrucht ist ein traditionelles Grundnahrungsmittel auf den pazifischen Inseln mit dem Potenzial, die weltweite Ernährung zu verbessern und Diabetes zu lindern”, berichtet Studienautorin Susan Murch von der University of British Columbia in einer Pressemitteilung. Bisher fehlte es allerdings an grundlegenden wissenschaftlichen Kenntnissen über die gesundheitlichen Auswirkungen einer Ernährung auf Brotfruchtbasis – sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

Brotfrucht hat niedrigen glykämischen Index

In den wenigen Studien, die bisher durchgeführt wurden, wurde vor allem der glykämische Index der Brotfrucht untersucht. Die Brotfrucht hat einen niedrigen glykämischen Index und ist mit vielen gängigen Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Maniok, Yamswurzel und Kartoffeln vergleichbar, berichtet das Team.

Ziel der Studie?

Ziel der aktuellen Studie war es, die gesundheitlichen Auswirkungen (auch mögliche negative Effekte) einer Ernährung mit Brotfruchtmehl zu analysieren, erklärt Ying Liu von der University of British Columbia. Die Forschenden entwarfen eine Reihe von Untersuchungen, wie ein Modell der Enzymverdauung oder die Verfütterung des Mehls an Mäuse, anhand derer Daten über die Auswirkungen einer Ernährung auf Brotfruchtbasis gewonnen werden sollten.

Brotfruchtprotein leichter verdaulich als Weizenprotein

Die Fachleute stellten fest, dass Brotfruchtprotein im Enzymverdauungsmodell leichter verdaulich war als Weizenprotein. Außerdem wiesen Mäuse, die mit Brotfrucht gefüttert wurden, eine signifikant höhere Wachstumsrate und ein höheres Körpergewicht auf, verglichen mit Tieren mit einer Standardernährung, berichtet das Team. Gleichzeitig habe sich bei Mäusen mit Brotfruchtfutter ein signifikant höherer täglicher Wasserverbrauch gezeigt als bei Mäusen mit Weizenfutter.

Brotfrucht als Grundnahrungsmittel etablieren?

„Als erste vollständig konzipierte Studie zur Ernährung mit Brotfrucht zeigten unsere Daten, dass eine solche Ernährung keine toxischen Auswirkungen hat”, betont Liu. „Ein grundlegendes Verständnis der gesundheitlichen Auswirkungen von Brotfruchtverdauung und Ernährung ist notwendig und unerlässlich, um die Brotfrucht in Zukunft als Grundnahrungsmittel oder als funktionelles Lebensmittel zu etablieren“, fügt die Expertin hinzu.

Vorteile des Verzehrs der Brotfrucht

Die Verwendung der Brotfrucht könnte für viele Bevölkerungsgruppen weltweit zu einer nachhaltigen Ernährung beitragen. Der tägliche Getreideverbrauch in den Vereinigten Staaten beträgt beispielsweise 189 Gramm pro Tag. Wenn Menschen die gleiche Menge an gekochten Brotfrüchten zu sich nehmen würden, könnten sie dadurch bis zu 57 Prozent ihres täglichen Ballaststoffbedarfs und mehr als 34 Prozent ihres Proteinbedarfs decken und gleichzeitig Vitamin-C, Kalium, Eisen, Kalzium und Phosphor aufnehmen, erklärt die Forschungsgruppe. (as)

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