Gesundheit

Expertin über Covid-Langzeitfolgen: Es trifft Menschen unter 60, nicht die Älteren!

Carmen Scheibenbogen, Leiterin des Fatigue Centrum der Berliner Charité, spricht über die Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion. Sie verrät, unter welchen Symptomen „Long Covid“-Patienten leiden – und welche Patientengruppe am stärksten betroffen ist.

Auch Monate nach einer Corona-Erkrankung leiden viele Patienten unter Spätfolgen – wie etwa Fatigue, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. Manche beklagen zudem Geschmacks- und Geruchsstörungen, Haarausfall oder auch Hautveränderungen.

Anhaltende Erschöpfung nach Corona-Infektion: Es trifft besonders die Jüngeren

Carmen Scheibenbogen leitet das Fatigue Centrum der Berliner Charité. Eigentlich forscht sie zum Chronischen Fatigue-Syndrom, doch ab Sommer 2020 begegnete ihr ein neues Phänomen: die "Long Covid"-Patienten. Diese beklagten, unter einer Fatigue zu leiden – also einer Art Dauererschöpfung.

Scheibenbogen richtete aus diesem Grund eine zusätzliche Sprechstunde ein, um die "Long Covid"-Patienten genauer zu erforschen. Ein halbes Jahr später folgte die Erkenntnis, wie die Expertin dem "Tagesspiegel" sagt: "In der Tat tritt auch das Chronische Fatigue-Syndrom nach Covid auf."

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Überraschenderweise waren es hauptsächlich jüngere Menschen, deren Lunge bei der Covid-Erkrankung anfangs nicht betroffen war, die in die Sprechstunde kamen. Die Betroffenen sollen auch noch drei Monate später unter Beschwerden gelitten haben. Bei einem Teil entwickelte sich daraus nach sechs Monaten das Chronische Fatigue-Syndrom.

Auch wenn die Jüngeren die eigentliche Erkrankung oft besser wegstecken, beobachtete Scheibenbogen: "Es sind Menschen unter 60 Jahren, die sich mit den Langzeitfolgen bei uns vorstellen, nicht die Älteren!" dpa/Christin Klose/dpa-tmn Long-Covid-Syndrome nennt man anhaltende Spätfolgen einer Covid-19-Infektion. Dazu zählen etwa Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Schmerzen in Muskeln und Gelenken.

Scheibenbogen betont Dringlichkeit, Langzeitfolgen zu untersuchen

Die Leiterin des Fatigue Centrum möchte die Langzeitfolgen von Covid-19 weiter erforschen. Vor allem müsse man "die unterschiedlichen, komplexen Krankheitsbilder von Long Covid genau definieren", um sie gezielt behandeln zu können. Dafür hofft sie auf schnelle Forschungsunterstützung, wie sie dem "Tagesspiegel" weiter sagt.

Derzeit könne man nur symptomorientiert behandeln. "Wir raten den Patienten von Belastungen wie Sport ab, behandeln Schlafstörungen, empfehlen Atemtechniken gegen Stress", so Carmen Scheibenbogen.

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