Gesundheit

Himbeeren: Kalorienarme Nascherei regt die Verdauung an – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Himbeer-Saison hat begonnen

Himbeeren gehören aufgrund ihres einzigartigen Aromas zu den köstlichsten Früchten für den Frischverzehr. Das erklärt auch ihre große Beliebtheit bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Bevorzugt werden meist heimische Beeren. Diese haben derzeit Saison. Wer sie gerne nascht tut auch Gutes für die eigene Gesundheit.

Himbeeren haben hierzulande von Juni bis Oktober Saison. Die roten Früchte sind aufgrund ihres angenehm süßen Geschmacks vor allem pur ein Genuss, sie lassen sich aber auch zu Sommerköstlichkeiten wie Obstkuchen, Marmeladen, Gelees und Säften verarbeiten. Die Beeren sind reich an wichtigen Vitaminen und enthalten wertvolle Mineralien sowie verdauungsfördernde Ballaststoffe.

Großteil der Beeren wird importiert

Im Joghurt, auf dem Kuchen, als frischer Snack, Smoothie, Marmelade oder ganz edel als fruchtiger Farbtupfer im Sekt oder Mineralwasser – Himbeeren schmecken zu fast allem hervorragend, schreibt die Verbraucherzentrale Bremen in einer aktuellen Mitteilung. Während sie im Frühjahr eher aus südeuropäischen Ländern kommen, ist mittlerweile auch in Deutschland Erntezeit – die beste Zeit also, um frische Himbeeren zu genießen.

In den Wintermonaten wachsen sie hierzulande nicht – zu kaufen gibt es sie aber trotzdem, denn sie kommen aus warmen Gebieten (von der Südhalbkugel) wie Südafrika oder Südamerika. Weil sie sich nicht gut lagern lassen, haben sie oft eine weite Reise mit dem Flugzeug hinter sich.

„Dadurch ist der ökologische Fußabdruck eines Schälchens Flug-Himbeeren etwa 15-mal so groß, wie der von saisonalen Himbeeren, die mit dem LKW transportiert werden“, erläutert Sonja Pannenbecker, Referentin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Bremen.

Die deutschen Hauptanbaugebiete sind eher im Süden, so lagen die größten Ertragsflächen im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg und Bayern. Doch auch aus Niedersachsen gibt es frische Himbeeren in nennenswerten Mengen. Da die Deutschen die kleine Beere lieben, reichen die eigenen Erträge bei weitem nicht und es werden etwa 84 Prozent der Himbeeren importiert.

Gesunde Inhaltsstoffe

Wie auf dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs „Gesundheit.gv.at“ erklärt wird, sind Himbeeren eine kalorienarme Nascherei. Zu etwa 85 Prozent bestehen sie aus Wasser. Trotz ihrer intensiven Süße haben die Beeren relativ wenig Zucker. Ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen regt die Verdauung an.

Vor allem wenn sie sonnengereift geerntet werden, strotzen sie nur so vor wichtigen Inhaltsstoffen wie Vitamin C und B und sind auch reich an Mineralien wie Phosphor und Calcium. Auch Kalium, Magnesium, Mangan und Eisen sind enthalten. Ihre Antioxidantien und Farbstoffe, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden Flavonoide, haben gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Laut der Verbraucherzentrale werden ihre Inhaltsstoffe auch für Nahrungsergänzungsmittel verwendet. „Die sogenannten Himbeerketone werden häufig als Schlankmacher beworben, doch diese Wirkung konnte nicht nachgewiesen werden. Solche Produkte können gefährliche Nebenwirkungen haben! Deshalb besser zur frischen Frucht greifen!“, so Pannenbecker.

Richtig lagern

Himbeeren sind sehr druckempfindlich und halten sich leider nicht lange. Im Kühlschrank gelagert, können sie für drei Tage aufbewahrt werden. Dabei sollten die Beeren am besten in einem flachen Gefäß in nur einer Lage ausgelegt und mit einem trockenen Tuch abgedeckt werden.

„Wer reichlich Himbeeren geerntet hat, kann sie durch Einfrieren oder Trocknen länger haltbar machen. Eingefrorene Beeren lassen sich im Winter wunderbar im Smoothie nutzen“, sagt Pannenbecker.

Wichtig ist hierbei, dass eingefrorene, gekaufte Beeren vor dem Verzehr unbedingt erhitzt werden. Denn auf die Beeren können beim Anbau, der Ernte oder der Verarbeitung Erreger für Noroviren gelangen, die durch Erhitzen auf 90 Grad Celsius zerstört werden. (ad)

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