Gesundheit

Indien-Rückkehrer starb an Corona: Quarantäne in Dresdner Hochhaus teilweise aufgehoben

Indien-Rückkehrer starb an Corona: Quarantäne in Dresdner Hochhaus teilweise aufgehoben

21.03 Uhr: Die für ein Hochhaus in Dresden angeordnete Quarantäne nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers ist teilweise aufgehoben. Demnach endete die Quarantäne für alle Bewohnerinnen und Bewohner mit negativem Testergebnis und ohne engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person am Sonntag um 18.00 Uhr, wie die Stadt Dresden mitteilte. Hingegen müssten alle positiv Getesteten oder jene, die als enge Kontaktpersonen gelten, die Quarantäne fortsetzen.

Zuvor waren sieben Bewohner des unter Quarantäne stehenden Hochhauses in Dresden positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hätten die analysierten Proben von den 170 Bewohnern ergeben, teilte die Stadt am späten Samstagabend mit. Bei drei positiv Getesteten besteht zudem der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. Die Ergebnisse müssen noch durch eine sogenannte Sequenzierung bestätigt werden. Auch die Kontaktnachverfolgung sei noch nicht abgeschlossen, hieß es.

Ein Bewohner des Studentenwohnheims war am 1. Juni nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Laut Gesundheitsamt besteht der Verdacht, der Mann könne sich mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt haben. Das Gesundheitsamt hatte am Donnerstagnachmittag Quarantäne für das gesamte Studentenwohnheim verhängt.

"Ungeprüfte Schrottmasken" in Bayern? SPD fordert Aufklärung von Söder

16.54 Uhr: SPD-Landtagsfraktionschef Florian von Brunn hat von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Aufklärung über Maskenlieferungen nach Bayern verlangt. "Ungeprüfte Schrottmasken" des chinesischen Herstellers Yi Cheng, so Brunn, seien möglicherweise nach Bayern geliefert und in Umlauf gebracht worden. Die EU habe im Mai 2020 vor ihnen gewarnt. "Durch das Versagen der Regierung Söder sind sie aber vielleicht sogar verteilt und so Menschenleben gefährdet worden! Jetzt muss sofort offengelegt werden, wer diese Masken bekommen hat", forderte Brunn am Sonntag. Peter Kneffel/dpa Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.

Das bayerische Gesundheitsministerium wies "die erneuten Unterstellungen der SPD im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Schutzmasken" zurück. Alle im Auftrag des Ministeriums vom Pandemiezentrallager verteilten Schutzartikel seien "formal und immer wieder in Stichproben auch technisch geprüft und als ordnungsgemäß eingestuft worden", sagte eine Sprecherin. Der Vorwurf der Vertuschung sei haltlos.

Mehr als 100 Partygäste flüchteten: Polizei löst illegale Feier im Vogtland auf

16.32 Uhr: Die Polizei hat eine illegale Techno-Party in einem Waldstück bei Oelsnitz (Vogtland) aufgelöst. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte seien zahlreiche der etwa 100 bis 150 Partygäste geflüchtet, teilte die Polizei am Sonntag mit. Letztlich wurde gegen 47 Feiernde Anzeige erstattet, unter anderem wegen des Verstoßes gegen die geltenden Corona-Regeln. Laut Polizei wurde in dem Waldstück das gesamte DJ-Equipment zurückgelassen, dieses wurde sichergestellt. Um das Partyzelt aufzustellen, hatten unbekannte Partygäste zudem vier Bäume gefällt. Die Polizei fand bei der Party am Samstagabend zudem eine geringe Menge Betäubungsmittel.

Helge Braum blickt optimistisch auf den Sommer: "Eher entspannt"

16.30 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) rechnet mit einem "eher entspannten" Sommer. Der "sorgenvolle Blick" gehe mehr in den Herbst, weil die saisonalen Effekte in der Corona-Pandemie sich dann reduzierten, sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Darum liege jetzt das Hauptaugenmerk darauf, dass alle Impfwilligen schnell ein Angebot bekämen. Michael Kappeler/dpa/Archivbild Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben

Es könne im Herbst eine vierte Welle geben, aber es gebe auch die Chance, dies durch eine hohe Impfquote zu verhindern, sagte Braun der Zeitung. Er warnte: "Ab dem Herbst wird der Schutz derer, die das Impfangebot nicht wahrnehmen wollen, keine Beschränkungen mehr rechtfertigen." Wer sich nicht impfen lasse, müsse damit rechnen, dass er früher oder später Corona bekomme.

"Wir müssen als Gesellschaft die tägliche Lebensfreude wieder entwickeln", forderte Braun außerdem. Dafür sei jetzt die Zeit gekommen. Es sei wie in der Medizin: Wenn jemand krank sei, verordneten ihm die Ärzte Bettruhe und Vorsicht. Wenn es aber wieder bergauf gehe, "sind die Ärzte auch diejenigen, die einen wieder aus dem Bett ziehen und sagen: Und jetzt müssen Sie wieder anfangen, sich zu belasten und zu bewegen."

Erstmals wieder deutsche Reisegruppe in Israel gelandet

16.23 Uhr: Erstmals seit mehr als einem Jahr ist wieder eine deutsche Reisegruppe in Israel gelandet. Die rund zehn Personen kamen am Sonntag auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv an. "Es ist wunderbar, wieder im Land zu sein", sagte Werner Hartstock von den Sächsischen Israelfreunden aus dem Vogtland. "Die Bürokratie ist unglaublich, aber es ist jede Mühe Wert!" Es sei eine gemischte Gruppe, "keine Pilgerreise sondern Leute mit großer Sehnsucht nach Israel".

Das Mittelmeerland hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Ausländern war die Einreise nur in Ausnahmefällen möglich. Die Tourismusindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sie hatte stark unter den Folgen der Corona-Krise gelitten. In einem ersten Öffnungsschritt wird nun zunächst eine begrenzte Zahl von Reisegruppen ins Land gelassen. Individualreisen sind erst in einem zweiten Schritt geplant, frühestens im Juli. Voraussetzung sind Corona-Impfnachweise und negative Corona-Tests. Ilia Yefimovich/dpa Menschen verbringen den Tag in der Sonne am Strand in Tel Aviv.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land setzt seit dem 19. Dezember äußerst erfolgreich eine Impfkampagne um. Die Zahl der Neuinfektionen und der schweren Erkrankungen ist dramatisch zurückgegangen. Parallel zum Fortschritt der Impfkampagne begann die Regierung mit schrittweisen Lockerungen der Corona-Restriktionen. Diese wurden dann am Dienstag fast komplett aufgehoben.

Spahn weist Vorwürfe zurück und kontert: "Sagt mehr über die SPD als über die Masken"

13.52 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorwürfe um angeblich minderwertige Corona-Masken zurückgewiesen. Die Schutzmasken, um die es in der aktuellen Diskussion gehe, seien intensiv geprüft und hätten alle nötigen Eigenschaften, sagte Spahn am Sonntag in Berlin laut einer Mitteilung.

SPD und Opposition hatten mit heftiger Kritik auf einen Bericht reagiert, nach dem Spahns Ministerium bestimmte Masken vorübergehend für Obdachlose und Menschen mit Behinderung vorsehen wollte. Diese Masken seien nur wenig geprüft gewesen.

Spahn erwiderte: "Dass einige nun bewusst Obdachlose und Menschen mit Behinderung verunsichern, um Stimmung zu machen, sagt mehr über den Zustand der SPD als über die Qualität der Masken aus." Die Sicherheit von Schutzmasken habe im Ministerium absolute Priorität. Die Vorwürfe des Koalitionspartners bezeichnete Spahn als "empörend". Dorothée Barth/dpa Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Corona-Lockerungen für Italien-Rückkehrer in Kraft

12.02 Uhr: Für Heimkehrer aus Italien gelten seit Sonntag weniger Corona-Einreiseregeln nach Deutschland. Das Mittelmeerland ist laut Robert Koch-Institut wegen sinkender Corona-Infektionszahlen nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete. Das bedeutet, dass zum Beispiel Gardasee-Urlauber oder Südtirol-Wanderer, die auf dem Landweg aus Italien wieder nach Deutschland zurückkommen, keine Einreisebeschränkungen mehr beachten müssen.

Flugreisende brauchen weiterhin ein negatives Corona-Testergebnis. Neben Italien wurden auch Tschechien sowie Teile Österreichs, der Schweiz, Kroatiens und Frankreichs von der Liste gestrichen.

Sieben weitere Corona-Infektionen im Dresdner Quarantäne-Hochhaus – drei Mal Delta-Verdacht

11.54 Uhr: Sieben weitere Bewohner des unter Quarantäne stehenden Hochhauses in Dresden sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hätten die analysierten Proben von den 170 Bewohnern ergeben, teilte die Stadt am späten Samstagabend mit.

Bei drei positiv Getesteten besteht zudem der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. Die Ergebnisse müssen noch durch eine sogenannte Sequenzierung bestätigt werden. Ein Bewohner des Studentenwohnheims war am 1. Juni nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben – bei ihm besteht der Verdacht auf die als besonders ansteckend geltende Virusvariante.

Das Gesundheitsamt hatte am Donnerstagnachmittag Quarantäne für das gesamte Studentenwohnheim verhängt. Die Quarantäne bleibt nach Angaben der Stadt auch vorerst bestehen. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ermittelten nun, ob die negativ getesteten Bewohner tatsächlich keinen Kontakt zu Infizierten hatten. Erst dann könne nach und nach die Quarantäne für Einzelne aufgehoben werden, hieß es.

RKI meldet 2440 Corona-Neuinfektionen – bundesweite Inzidenz fällt unter 25

06.54 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist unter den Wert von 25 Fällen pro 100.000 Einwohner gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, lag die Inzidenz bei 24,7. Es wurden 2440 Neuinfektionen und 74 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus innerhalb eines Tages registriert.

Am vergangenen Sonntag waren noch 3852 Neuinfektionen gezählt worden, die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 35,2. Der Wert ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.700.367. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 89.222. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3.538.000.

Intensivmediziner sehen langsame Entlastung der Klinken in Corona-Pandemie

06.51 Uhr: Die Belastung in den Kliniken hat sich zuletzt aus Sicht der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) klar verbessert. "Auf den Stationen ist deutliche Entspannung zu spüren", sagte der DIVI-Präsident Gernot Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntagsausgaben). Die Corona-Krise sei "noch nicht geschafft, geht aber in die richtige Richtung".

Diese Woche würden rund 2000 an Covid-19 erkrankte Patientinnen und Patienten behandelt – ein Stand, der laut Marx zuletzt Anfang November vergangenen Jahres gemeldet wurde. Die Intensivbetten seien aber weiterhin konstant ausgelastet, weil abgesagte Operationen nun nachgeholt werden müssten.

Das disziplinierte Verhalten der Menschen sowie die Impfkampagne und Bundesnotbremse hätten Wirkung gezeigt, sagte Marx. Er appellierte jedoch an die Bürger, weiterhin vorsichtig zu sein und warnte vor einer vierten Welle. "Wenn viele Menschen unvorsichtig werden, könnten sich im Herbst aber wieder mehr Infektionen ereignen", sagte der DIVI-Präsident. "Das Risiko dafür, dass es erneut viele Schwerkranke und Todesfälle geben könnte, besteht weiterhin", fügte er hinzu.

Bericht: Gesundheitsministerium will Vergütung von Corona-Schnelltests senken

Sonntag, 6. Juni, 06.45 Uhr: Wegen Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung und Qualität der Corona-Schnelltests plant das Bundesgesundheitsministerium einem Bericht zufolge eine Neufassung der Testverordnung. Diese sehe eine Reduzierung der Vergütung für die Tests vor, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ein neues Eckpunktepapier. Darin heißt es, die "Vielzahl an unterschiedlichen Vergütungsmöglichkeiten und die Höhe der derzeitigen Vergütungen" biete "Anreize für strategisches Verhalten".

Ein erster Entwurf der neuen Testverordnung soll demnach bereits Anfang nächster Woche vorgelegt werden. Ziel sei es, "die unterschiedlichen Vergütungsoptionen zu vereinheitlichen und in der Höhe anzupassen". Demnach soll die Vergütung der Abstrichnahme auf acht Euro (aktuell bis zu 15 Euro) festgelegt werden. Sachkosten sollen nur noch mit einer Pauschale von drei Euro (bisher bis zu sechs Euro) erstattet werden. 

Laut Eckpunktepapier sind zudem verstärkte Kontrollen vorgesehen. Die zuständigen Behörden der Länder und Kommunen sollen demnach die Einhaltung der Qualitätsstandards und die Zuverlässigkeit bei den Leistungserbringern überprüfen – "bei der Beauftragung, aber auch durch stichprobenartiges Aufsuchen von Teststellen". Die Kassenärztlichen Vereinigungen, die für die Abrechnung zuständig sind, sollen "den expliziten Auftrag" erhalten, die Rechtmäßigkeit und Plausibilität der Abrechnungen zu kontrollieren. Auch rückwirkende Stichprobenprüfungen sind demnach vorgesehen.

Zuletzt hatte es vermehrt Berichte über Betrug bei den kostenlosen Bürgertests gegeben. Die Betreiber von Testzentren müssen beispielsweise bislang für die Kostenerstattung nicht einmal nachweisen, dass sie überhaupt Antigen-Schnelltests gekauft haben. 

GroKo-Krach nach Skandal um Nutzlos-Masken: SPD fordert, Spahn aus Regierung abzuziehen

23.45 Uhr: Die SPD fordert den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet auf, Gesundheitsminister Jens Spahn wegen seines Umgangs mit minderwertigen Masken aus der Regierung abzuziehen. Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans sagte der "Bild"-Zeitung: "Es ist unwürdig und menschenverachtend, wenn ein Gesundheitsminister Menschen in zwei Klassen einteilt, nämlich die mit Anspruch auf qualitätsgeprüfte Masken und die, für die absolut untaugliche Masken gut genug sind, um ihr Leben eben nicht zu schützen. Wenn das einem Minister der SPD einfiele, wüssten wir, was zu tun ist. Armin Laschet muss sich jetzt der Frage stellen, ob dieses skandalöse Vorgehen von Jens Spahn für eine Partei mit einem christlichen Etikett noch tragbar ist. Die Öffentlichkeit hat das Recht auf eine schnelle Antwort." Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild Norbert Walter-Borjans, Vorsitzender der SPD.

Spahn steht in der Kritik, seit bekannt wurde, dass sein Ministerium Filtermasken ohne europäisches CE-Siegel mit unzureichender Qualitätsprüfung an Behinderte, Obdachlose und Hartz-IV-Empfänger verteilen lassen wollte. Die Grünen verlangen jetzt Aufklärung. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt zeigte sich "erschüttert" und erwartet "eine umgehende Erklärung vom Minister selbst". Göring-Eckardt in BILD am SONNTAG: "Die Bundesregierung darf keinen Zweifel daran lassen, dass Leben und Gesundheit jedes Menschen gleichviel zählt und nicht aufs Spiel gesetzt wird, um eigene Fehler unter den Teppich zu kehren."

Empörung über den Gesundheitsminister herrscht auch bei den Sozialverbänden. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte: "Minister Spahn zeigt mit diesen Plänen, dass er für die Schwächsten der Gesellschaft nichts übrig hat." Er behandele sie damit wie "Menschen zweiter Klasse". SOVD-Präsident Adolf Bauer befand: "Ein unfassbares Ansinnen. Das ist nicht nur geschmacklos, sondern auch unverfroren."

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums warf hingegen dem SPD-geführten Arbeitsministerium Falschspiel vor. Die überprüfte Sicherheit von Schutzmasken habe bei der Abgabe an Dritte für das Gesundheitsministerium "immer absolute Priorität". Der Sprecher: "Aus diesem Grund hatten wir uns mit dem Arbeitsministerium im Februar auf eine zusätzliche Nachprüfung aller Masken, die an Einrichtungen der Obdachlosen- und Eingliederungshilfe gesandt werden sollten, geeinigt. Da diese Nachprüfung zu lange dauerte, hat das Bundesministerium für Gesundheit vorgeschlagen, FFP2-Masken aus inländischer Produktion an die Einrichtungen zu versenden. Dies ist dann so erfolgt. Warum das Arbeitsministerium die Dinge jetzt so wahrheitswidrig im Raum stehen lässt, lässt sich wohl nur mit der Wahl am Sonntag erklären."

Nur noch eine Region mit Inzidenz über 100

19.55 Uhr: Als einzige Region in Deutschland hat der Landkreis Hildburghausen in Thüringen weiterhin nicht den Schritt unter den Schwellenwert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche geschafft. Am Samstag lag die Inzidenz in dem Südthüringer Landkreis bei 110,8, wie aus Zahlen hervorgeht, die die Thüringer Staatskanzlei am Samstag bei Twitter verbreitete. Insgesamt sank die Inzidenz im Freistaat weiter auf einen Wert von 31. Am Vortag war noch eine Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Thüringen von 33,2 gemessen worden.

Eine Inzidenz von 100 gilt als wichtiger Schwellenwert, weil bei Werten darunter die Bundes-Notbremse nicht mehr greift und stattdessen Landesregelungen erste Lockerungen vorsehen. Allerdings muss eine Region fünf Tage und einen Überbrückungstag stabil unter 100 liegen, damit die Öffnungsschritte greifen können.

Die bundesweiten Inzidenzen im Überblick (App-Nutzer bitte hier klicken):   
 
 

Corona-Zahlen in Großbritannien steigen wieder

18.11 Uhr: Die Corona-Zahlen in Großbritannien steigen wieder. Am Samstag wurden 5765 Neuinfektionen gemeldet. Das sind zwar etwas weniger als am Vortag, als mit 6238 der höchste Wert seit dem 25. März gemeldet wurden, aber deutlich mehr als in der Vorwoche. Am vergangenen Samstag waren es noch 3398 Neuinfektionen gewesen – ein Plus von fast 2400 Fällen. Besonders die in Indien entdeckte Delta-Variante breitet sich schnell aus.

Die Variante des Coronavirus könnte laut vorläufigen Erkenntnissen der englischen Gesundheitsbehörde häufiger zu schwereren Covid-19-Erkrankungen führen. "Erste Erkenntnisse aus England und Schottland legen nahe, dass es ein erhöhtes Risiko für Krankenhauseinlieferungen geben könnte als bei der Alpha-Variante", heißt es in einer aktuellen Risikoeinschätzung von Public Health England. Als Alpha-Variante wird die zunächst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 bezeichnet. Einige Regionen zeigten einen Anstieg von Krankenhauseinlieferungen, allerdings ließe sich der nationale Trend noch nicht abschätzen, so die Behörde.

Zwar dürften Impfungen gegen die Delta-Mutante wirken, allerdings wohl weniger effizient als gegen andere Varianten. Der Impfschutz dürfte laut Public Health England nach der zweiten Dosis bei Delta aber deutlich besser sein als nach nur einer Dosis – allerdings ist er wohl auch dann noch etwas niedriger als etwa bei der Alpha-Variante. Beim Astrazeneca-Impfstoff gebe es hierbei noch Unsicherheiten, so die Behörde.

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