Gesundheit

Inzidenz steigt auf 35 – Lindner will Geimpfte und Genesene von Maskenpflicht befreien

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: Spahn schockt mit einer Corona-Aussage in der Fraktionssitzung. Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt wieder – und liegt aktuell bei 35,0. Alle aktuellen News zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 16. August

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940 Neuinfektionen mehr als in der Vorwoche – Inzidenz klettert weiter

Montag, 16. August, 06.22 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 36,2 – am Vortag hatte der Wert 35,0 betragen, vor einer Woche 23,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2126 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden vier Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zwei Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.823.139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.682.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.871.

Erstmals geimpfter Covid-Patient ohne Vorerkrankungen in Griechenland gestorben

16.21 Uhr: Zum ersten Mal ist in Griechenland ein Patient an Covid-19 gestorben, obwohl er vollständig geimpft war und keinerlei Vorerkrankungen hatte. Der Mann habe vor seiner Erkrankung keine gesundheitliche Probleme gehabt und alle Corona-Vorsichtsmaßnahmen befolgt, auch seine Frau und seine Kinder seien geimpft, sagte der Leiter der Intensivstation im Papanikolaou-Krankenhaus von Thessaloniki, Nikos Kapravelos, am Sonntag dem Sender Open TV.

Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Toten um einen 70-jährigen Zahnarzt. Nach Angaben von Kapravelos ist es der erste derartige Fall unter den bislang mehr als 13.200 Corona-Toten in Griechenland. 

In dem Land steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen derzeit wieder rapide an. Die Sorge ist groß, dass die Rückkehr hunderttausender Sommerurlauber in die Städte im Herbst eine vierte Welle auslösen wird.

Lindner will Geimpfte und Genesene von Maskenpflicht befreien: "Halte ich für überflüssig"

10.14 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner fordert, Geimpfte und Genesene von der Pflicht zu befreien, in Geschäften eine Corona-Schutzmaske zu tragen. "Bei Geimpften und Genesenen halte ich die Maskenpflicht für überflüssig", sagte Lindner dem "Tagesspiegel" (Sonntag). Von diesen Gruppen gehe keine Gefahr mehr aus. "Also sollte der Staat nicht zum Maskentragen verpflichten." Ausnahmen solle es nur noch bei "ganz wenige Gelegenheiten im öffentlichen Verkehr" geben, wo es aus praktischen Gesichtspunkten nicht möglich sei, sich von jedem einen Impfnachweis zeigen zu lassen. Felix Schröder/dpa/Archivbild Christian Lindner spricht im Bundestag.

Lindner griff die Union und ihren Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) scharf an. "Die Union findet nicht aus dem Ausnahmezustand heraus. Das Pandemiegeschehen hat sich in den letzten 18 Monaten deutlich verändert, die Pandemiepolitik indessen nicht." Die vulnerablen Gruppen seien durch Impfungen geschützt, zudem steige die Impfquote. "Für Geimpfte und Genesene darf es deshalb keine Freiheitsbeschränkungen mehr geben", forderte der FDP-Vorsitzende.

Hessische FDP-Chefin gegen Ende der kostenlosen Corona-Tests: "Halte Weg der Bestrafung für falsch"

09.03 Uhr: Gegen ein Ende der kostenlosen Corona-Tests hat sich Hessens FDP-Chefin Bettina Stark-Watzinger ausgesprochen. "Ich halte den Weg der Bestrafung über das Bezahlen für falsch, wir sollten mehr auf die Menschen zugehen und ihnen einen Anreiz bieten", sagte sie in einem Interview der "Fuldaer Zeitung" (Samstag). Das Beste sei, dort zu sein, wo die Leute seien: "Also zum Beispiel beim Bundesligaspiel von Eintracht Frankfurt mit einem Impfteam vor Ort." Michael Kappeler/dpa/Archivbild Bettina Stark-Watzinger (FDP).

Dass Ungeimpfte ab dem 11. Oktober ihre Corona-Schnelltests selbst bezahlen müssen, findet Star-Watzinger "zu früh". "Wir haben 30 Millionen Menschen in unserem Land, die noch nicht geimpft sind, und das sind nicht alles Leute, die sich nicht impfen lassen wollen", sagte sie der Zeitung. "Solange noch nicht 80 Prozent der Bevölkerung geimpft oder genesen sind, brauchen wir verpflichtende Tests, um das Virus in Schach zu halten."

Nach einem Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag soll es vom Bund finanzierte kostenlose Bürgertests ab 11. Oktober nicht mehr generell geben. Begründung: Es gibt die kostenlose Impfung. Für Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 sowie andere Menschen, für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, sollen Antigen-Schnelltests aber kostenlos bleiben.

Stark-Watzinger forderte zudem eine Abkehr vom Inzidenzwert als alleiniger Richtschnur für Corona-Maßnahmen. "Ich glaube, es ist niemanden zu vermitteln, dass wir bei einer Inzidenz von 35 eine pandemische Notlage von nationaler Tragweite haben. Das passt nicht und ist auch nicht vertrauensbildend", sagte Stark-Watzinger, die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl ist.

RKI registriert 4728 Neuinfektionen – Inzidenz liegt jetzt bei 35

Sonntag, 15. August, 07.02 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen lag sie bei 35,0 – am Vortag hatte der Wert 32,7 betragen, vor einer Woche 22,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 4728 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3127 Ansteckungen gelegen. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild Sets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden drei Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es vier Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.821.013 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.679.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.867.

Bericht: Gut 150.000 Verstöße gegen Meldepflicht bei Einreisen aus Risikogebieten

22.11 Uhr: Die Bundespolizei hat seit Mitte Januar etwas mehr als 150.000 Verstöße gegen die Pflicht zur Einreiseanmeldung bei Einreisen aus Corona-Risikogebieten festgestellt. Das teilte die Behörde dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben) auf Anfrage mit. Fast 132.000 dieser Verstöße seien bei Kontrollen bei Einreisen auf dem Landweg festgestellt worden. Auch an den Flughäfen kontrolliert die Bundespolizei seit Einführung der Anmeldepflicht im November 2020 stichprobenartig deren Einhaltung. Wie das RND berichtete, wurden bei fast 186.000 Kontrollen rund 24.500 Mängel festgestellt – also fehlende oder fehlerhafte Anmeldungen.

Zur digitalen Einreiseanmeldung – oder einer alternativen schriftlichen Ersatzmeldung – ist seit November 2020 verpflichtet, wer nach einem Aufenthalt in einem Corona-Risikogebeit nach Deutschland einreist. Die Daten werden an das Gesundheitsamt im Zielort weitergeleitet und sollen dazu dienen, Quarantänepflichten überprüfen zu können. Seit November 2020 seien bislang mehr als 10,8 Millionen digitale Einreiseanmeldungen eingegangen, berichtete das RND unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium.

Seit dem 1. August gilt zusätzlich für alle nach Deutschland Einreisenden eine Nachweispflicht. Unabhängig davon, ob sie sich in einem Risiko-, Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen Einreisende nun entweder einen negativen PCR- oder Schnelltest, oder einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen können.

In der ersten Woche seit Einführung dieser neuen Regelung stellte die Bundespolizei dem Bericht zufolge bei ihren Kontrollen mehr als 1500 Verstöße gegen die Nachweispflicht fest, fast alle davon bei Einreisen auf dem Landweg. Flugreisende müssen ihrer Airline bereits vor Abflug den Nachweis vorlegen.

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