Gesundheit

Knapp 60.000 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt

News zu Corona vom 19. Mai 2022

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  • Offizielle Statistik – Übersterblichkeit in Deutschland 2021/2022

Knapp 60.000 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt

Donnerstag, 19. Mai, 07.03 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 383,2 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 407,4 gelegen (Vorwoche: 502,4; Vormonat: 669,9).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 58 719 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 88 961 registrierte Ansteckungen) und 165 Todesfälle (Vorwoche: 197) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25 949 175 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Lauterbach über Corona-Strategie im Herbst: Presse-Statement zum Nachlesen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Impfzentren sollen weiter geöffnet bleiben und werden staatlich unterstützt.
  • Zwei neue Impfstoffe wird es zudem geben: einen angepassten Omikron-Impfstoff von Biontech und einen bivalenten Impfstoff (gegen Wuhan- und Omikron-Variante) von Moderna. Beide werden derzeit als „Einmal-Dosen“ entwickelt.
  • Beim G7-Gipfel der Gesundheitsminister am Donnerstag soll eine gemeinsame globale Pandemiebekämpfung entwickelt werden („Pact for Pandemic Readiness“).

Die gesamte Pressekonferenz zum Nachlesen im Wortlaut.

14.36 Uhr: Die Pressekonferenz ist vorbei.

14.35 Uhr: „Von der Rechtmäßigket der einrichtungsbezogenen Impfpflicht gehen wir aus“, beantwortet Lauterbach eine Journalisten-Nachfrage. „Wir haben sie ja eingeführt.“ Damit gibt es keine weiteren Fragen.

Lauterbach: Die neuen Impfstoffe werden „derzeit als Einmal-Dosen antizipiert“

14.31 Uhr: „Die Impfstoffe werden derzeit als Einmal-Dosen antizipiert", sagt Lauterbach. Der Grund: In der Regel haben die meisten bereist entweder eine Impfung oder einer Infektion durchgemacht. Auf Nachfrage erklärt er zudem: „Alle Impfstoffe werden europäisch beschafft.“

14.30 Uhr: Ab Herbst gebe es dann drei unterschiedliche Vakzine: gegen die Wuhan-Variante, die angepasste Omikron-Variante und ein bivalentes Vakzin (gegen beide). Welcher dann verwendet werde, könne entweder individuell entschieden werden oder je nachdem, welche Variante vorherrsche, so Lauterbach.

Lauterbach für Anpassung des Infektionsschutzgesetzes

14.29 Uhr: Kommt eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes? Er begrüße das, sagt Lauterbach. Wolle die Details aber zunächst intern besprechen.

14.27 Uhr: Nachfrage zu Impfstoff, der nun möglicherweise verfällt. „Der Impfstoff, der verfällt, wurde nicht in unserer Legislaturperiode bestellt“, sagt Lauterbach. Erklärt aber gleichzeitig zu den Entscheidungen seines Vorgängers Jens Spahn (CDU): „Das war damals richtig.“ Und: Es liege „in der Sache begründet. Wenn es neue Varianten gibt, braucht es neuen Impfstoff und alter verfällt."

14.26 Uhr: Anwesende Journalisten können Fragen stellen.

14.24 Uhr: „Die finanzielle Situation der WHO ist nicht optimal, aber konnte deutlich verbessert werden“, sagt Lauterbach auf eine Journalisten-Nachfrage. Als Deutschland habe man sich „stark beteiligt“.

14.20 Uhr: Am Donnerstag und Freitag beraten die G7-Gesundheitsminister. Themen laut Lauterbach: eine globale, stärkere und besser abgestimmte Pandemie-Überwachung und -bekämpfung ("Pact for Pandemic Readyness). „Durch den Klimawandel und die steigenden Temperaturen werden Pandemien und weitere Erkrankungen verstärkt auftreten“, warnt Lauterbach. Auch darüber werde diskutiert. Dritter Punkt: „Verhinderung von Antiobiotika-Residenzen.“

Lauterbach: Impfzentren sollen weiter laufen – zwei neue Impfstoffe entwickelt

14.18 Uhr: Die Impfzentren sollen weiter laufen – dafür werden 100 Millionen Euro pro Monat bereitgestellt, so Lauterbach.

14.17 Uhr: Von Biontech gebe es einen angepassten Omikron-Impfstoff. Von Moderna werde ein weiterer, bivalenter Impfstoff hergestellt. „Dafür werden 830 Millionen Euro bereitgestellt.“ Lauterbach betont: „Jeder, der möchte, erhält eine 4. Dosis.“

14.16 Uhr: Deutschland werde weiteren Impfstoff bestellen – „trotz derzeitigem Überschuss“, beginnt Lauterbach. Und warnt: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei.“ Man könne derzeit nicht vorhersagen, mit welchen Varianten man im Herbst konfrontiert sei.

14.15 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

13.01 Uhr: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will heute ein Konzept zur Bekämpfung von Corona im Herbst vorstellen. Er sagte dem Bayerischen Rundfunk in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview: „Ich werde da in ein paar Tagen, in kurzer Zeit, einen Plan vorstellen, den ich auch mit dem Bundeskanzleramt sehr eng abgestimmt habe, wie man im Herbst die Pandemie managt.“

Es würden etwa Einkäufe von angepassten Impfstoffen vorbereitet, erklärte er. Die Impfzentren würden offen gehalten, so dass sie sofort genutzt werden könnten. Zudem werde eine Impfkampagne mit kreativen Ansätzen vorbereitet. Und die Meldung von Corona-Patienten in Krankenhäusern an das Robert-Koch-Institut solle beschleunigt werden. Erkrankte sollen zudem schnell Medikamente bekommen.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten am Montag auf rechtzeitige Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle in Deutschland ab Herbst gedrungen. Gefordert wurden etwa ein mit den Ländern abgestimmter „Masterplan“ und eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes. In einem einstimmig gefassten Beschluss der Länder wurde der Bund aufgefordert, das Gesetzgebungsverfahren zeitnah einzuleiten.

Das erst kürzlich geänderte Infektionsschutzgesetz läuft bis 23. September. Allgemeine Maskenpflichten für Veranstaltungen oder beim Einkaufen sowie 2G- und 3G-Regelungen sind damit seit Anfang April weggefallen. Vorerst gilt ein „Basisschutz“ – etwa mit Maskenpflichten in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen. Unabhängig von staatlichen Vorgaben gibt es aber vielerorts, etwa in Kultureinrichtungen, auch weiter Schutzregeln mit Maskenpflichten.

Hamburg musste dieses Jahr bereits 100.000 Impfdosen wegschmeißen

11.03 Uhr: Hamburg hat in diesem Jahr bereits 100.000 Impfdosen entsorgen müssen, da das Haltbarkeitsdatum überschritten wurde. Das teilte NDR 90,3 mit. Demnach sei mit 70.000 Dosen vor allem Impfstoff vom Hersteller Moderna in den Müll gewandert. Zudem mussten 15.000 Impfdosen von Biontech für Kinder sowie etwa 15.000 Dosen von Johnson& Johnson weggeworfen werden.

Laut der Sozialbehörde sei die Impfnachfrage im ersten Quartal 2022 nicht so hoch gewesen wie angenommen. Eine Ursache dafür sei, dass sich in der Omikron-Welle mehr Menschen angesteckt hätten als zuvor und sich Infizierte und Neu-Genesene vorerst nicht impfen lassen können. Im laufenden Jahr wird der Stadtstaat vermutlich noch 90.000 im Sommer und Herbst ablaufende Impfdosen wegschmeißen müssen.

RKI registriert 72.051 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 407,4

Mittwoch, 18.05.2022, 05.17 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 407,4 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 437,6 gelegen (Vorwoche: 507,1; Vormonat: 808,8). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 72.051 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 97.010 registrierte Ansteckungen) und 174 Todesfälle (Vorwoche: 231) innerhalb eines Tages.

Dienstag, 17.05.2022, 12.30 Uhr: Das RKI vermeldet für Dienstag 86.252 Neuinfektionen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt somit bei 437,6. 215 weitere Todesfälle kamen im Zusammenhang mit Covid-19 dazu.

Nordkorea verstärkt eigenen Angaben zufolge seine Maßnahmen gegen die epidemische Ausbreitung von Fieberfällen und für deren Behandlung. Fünf Tage nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land berichteten die Staatsmedien am Dienstag, das Militär habe Soldaten an alle Apotheken in Pjöngjang entsandt und damit begonnen, „Medikamente unter einem 24-Stunden-Servicesystem zu verteilen“. Die Abstellung der Truppen blieb demnach auf die Hauptstadt mit ihren knapp drei Millionen Bewohnern beschränkt. Am Montag wurden den Berichten zufolge weitere knapp 270.000 „Fieberfälle“ (so der offizielle Sprachgebrauch) registriert. Die Zahl der fieberbedingten Todesfälle sei um sechs auf 56 gestiegen.

Wie viele der Todesfälle und bisher gemeldeten fast 1,5 Millionen Fieber-Patienten tatsächlich auf eine Erkrankung durch das Coronavirus zurückgehen, blieb weiter unklar. Experten gehen davon aus, dass dem abgeschotteten Land die Kapazitäten fehlen, Massentests durchzuführen.

Gesundheitsminister fordern von Bund „Masterplan“ für Corona-Winter

16.54 Uhr: Die Gesundheitsminister der Länder dringen auf rechtzeitige Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle in Deutschland ab Herbst. „Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir dürfen uns nicht von den aktuell rückläufigen Inzidenzen täuschen lassen“, erklärte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Petra Grimm-Benne aus Sachsen-Anhalt, nach einer Videoschalte mit Bundesminister Karl Lauterbach (beide SPD) am Montag. Der Bund soll demnach rasch einen „Masterplan“ ausarbeiten und mit den Ländern abstimmen. Dazu gehören soll auch eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes.

Lauterbach begrüßte den Beschluss ausdrücklich. „Die Länder müssen in der Lage sein, auf ein mögliches Wiederaufflammen der Pandemie zu reagieren“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Dafür bräuchten sie mehr Instrumente, als das aktuelle Gesetz hergibt. „Wir müssen vorbereitet sein auf die kalte Jahreszeit. Ein klarer gesetzlicher Rahmen gehört dazu“, sagte Lauterbach. Er hatte auch bereits ein Pandemie-Konzept für den Herbst angekündigt.

In einem einstimmig gefassten Beschluss der Länder wird der Bund aufgefordert, das Gesetzgebungsverfahren zeitnah einzuleiten. Ab Herbst könnte demnach etwa mit einer Maskenpflicht in Innenräumen reagiert werden. Zudem solle es um Verpflichtungen zur Vorlage von Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen mit entsprechenden Zugangsbeschränkungen für risikogefährdete Bereiche und Einrichtungen gehen – also um Regelungen wie 2G oder 3G. Genannt werden den Angaben zufolge auch verbindliche Infektionsschutzkonzepte.

Das erst kürzlich geänderte Infektionsschutzgesetz läuft bis 23. September. Allgemeine Maskenpflichten für Veranstaltungen oder beim Einkaufen sowie 2G- und 3G-Regelungen sind damit seit Anfang April weggefallen. Vorerst gilt ein „Basisschutz“ – etwa mit Maskenpflichten in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen. Unabhängig von staatlichen Vorgaben gibt es aber vielerorts, etwa in Kultureinrichtungen, auch weiter Schutzregeln mit Maskenpflichten.

Lauterbach hatte am Wochenende vor einer Rückkehr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt, die zu schwereren Verläufen führt als die aktuelle Omikron-Variante. Auch Sachsen-Anhalts Ressortchefin Grimm-Benne erläuterte: „Mit Blick auf den Herbst und Winter müssen wir mit dem Auftreten neuer Virusvarianten rechnen.“

Steigende Corona-Zahlen in Nordkorea – doch Behörden melden Todesfälle wegen „Fiebers“

10.30 Uhr: In Nordkorea wächst offenbar die Sorge wegen der zunehmenden Zahl an Corona-Fällen. Das Land meldete am Sonntag 15 weitere Todesfälle wegen „Fiebers“. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 42 – bei 820.620 Krankheitsfällen und mindestens 324.550 mit medizinischer Behandlung.

Nordkorea hatte erst kürzlich seine ersten Corona-Fälle offiziell gemeldet. Machthaber Kim Jong Un sagte, der Ausbruch habe „große Unruhe“ in dem Land verursacht. Laut KCNA wurde für alle Provinzen und Städte ein „völliger Lockdown“ angeordnet. Trotz drastischer Maßnahmen meldet Nordkorea aber täglich hohe Zahlen neuer Fälle in der ungeimpften Bevölkerung. 

Nordkorea hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass die hoch ansteckende Omikron-Variante in der Hauptstadt Pjöngjang entdeckt worden sei. Das ohnehin weitgehend abgeschottete kommunistische Nordkorea hatte Anfang 2020 seine Grenzen abgeriegelt, um sich vor der Pandemie zu schützen. Das Land verfügt laut Experten über eines der schlechtesten Gesundheitssysteme der Welt.

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