Gesundheit

Lockdown verlängert: Österreichs Corona-Sonderweg scheitert schon vor dem Start

Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland fest im Griff. Das Niveau der Neuinfektionen und der Todesfälle bleibt weiterhin hoch – trotz Impfstart. Inzwischen haben sich die Bundesländer auf eine Verlängerung des Lockdowns sowie weitere verschärfte Maßnahmen geeinigt. Alles Wichtige zur Coronavirus-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Coronavirus-Pandemie am 6. Januar 2021

  • Scholz zu Corona-Kosten: "Wir können das lange durchhalten" (08.57 Uhr)
  • Rettungskräfte in L.A. beginnen Triage (22.07 Uhr)
  • Bundesländer melden 16.350 Coronavirus-Neuinfektionen – 1133 Todesfälle (20.59 Uhr)

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Scholz zu Coronavirus-Kosten: "Wir können das lange durchhalten"

08.57 Uhr: Deutschland kann sich aus Sicht von Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie finanziell leisten. "Wir können das lange durchhalten, wir haben Vorsorge getroffen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin", nachdem Bund und Länder am Vorabend eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns beschlossen hatten. Es gebe "keinen ganz kompletten Stillstand", in Fabriken und vielen Büros werde gearbeitet, sagte Scholz. Deutschland habe gut gewirtschaftet.

Mit Blick auf das für diesen Mittwoch geplante Treffen eines neuen Kabinettsausschusses zum Impfen sagte Scholz, am wichtigsten sei nun, sicherzustellen, dass in Deutschland und Europa genügend Impfstoff produziert werde und zur Verfügung stehe. Man müsse sehen, wo man dabei helfen könne, dass ausreichend schnell produziert werde. Was gut für die Gesundheit sei, sei nicht immer wirtschaftlich für die Unternehmen.

Der SPD-Kanzlerkandidat wies den Vorwurf zurück, die Sozialdemokraten machten mit ihrem jüngsten "Fragenkatalog" an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Wahlkampf. "Es geht um eine sehr ernste Sache", sagte er. Er sei froh, dass die Fragen gestellt seien und nun beantwortet würden. "Ohne transparente Beantwortung aller dieser Fragen, glaube ich, werden wir nicht weiter vorankommen."

RKI-Zahlen: 21.237 Coronavirus-Neuinfektionen und 1019 neue Todesfälle gemeldet

08.52 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 127,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 262,1 und Thüringen mit 244,6. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 73,7.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstag bei 0,81 (Montag: 0,85). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 81 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.

Hinweis: Die vom RKI ermittelten Zahlen weichen von denen, die FOCUS Online jeweils am Abend vermeldet, ab. Letztere basieren auf den online verfügbaren Angaben der Gesundheitsämter.

Kommunen zweifeln an neuen Maßnahmen

Mittwoch, 6. Januar, 07.37 Uhr: Die von Bund und Ländern neu beschlossenen Corona-Maßnahmen sind bei Spitzenvertretern der Kommunen teilweise auf Kritik und Vorbehalte gestoßen. Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben), er habe Zweifel, ob mit den Bewegungseinschränkungen an Corona-Hotspots sowie den verschärften Kontaktverboten "nicht der Bogen überspannt wird".

Die Maßnahmen brächten "große Teile der Bevölkerung in Schwierigkeiten, auf deren Mitmachen wir angewiesen sind", gab der CDU-Politiker und Landrat des Landkreises Ostholstein zu bedenken. Auch die fortdauernde Schließung von Schulen stufte er als "sehr weitgehend" ein.

Sager kritisierte, dass die Einschränkungen vor allem die ländlichen Räume beträfen, wo zwei Drittel der Bevölkerung lebten. Um sich die Kooperation der Bevölkerung zu sichern, müssten die Maßnahmen nachvollziehbar sein, mahnte der Präsident des Landkreistags dem "Handelsblatt". 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer hatten am Dienstag die Verlängerung der derzeitigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bis zum 31. Januar beschlossen. Zusätzlich wurden die Kontaktbeschränkungen verschärft: Private Treffen sind nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einem weiteren nicht im Haushalt lebenden Menschen erlaubt. 

Als weitere neue Maßnahme wurde zudem eine Beschränkung der Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots eingeführt. Sie gilt für Gebiete mit einem Inzidenzwert von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Dort lebende Menschen sollen sich ohne triftigen Grund nur noch bis zu 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. Besonders tagestouristische Ausflüge sollen damit nicht mehr möglich sein.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zweifelte jedoch die Umsetzbarkeit der 15-Kilometer-Regel an. Diese Vorschrift sei "kaum kontrollierbar", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Gerd Landsberg, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Auch sei fraglich, ob diese Maßnahme durch die vielen Ausnahmen etwa für Berufspendler "Wirkung entfalten wird".

Generell begrüßte Landsberg jedoch die Bund-Länder-Beschlüsse. Die Verlängerung des harten Lockdowns bis zum 31. Januar sei "eine richtige Entscheidung", auch wenn sie für die Menschen und die Wirtschaft "hart" sei.

Lesen Sie dazu: Erste Zweifel an verschärften Maßnahmen: Zwei Bundesländer scheren bei Einschränkung des Bewegungsradius aus

China verzögert Start von heikler WHO-Mission

22.16 Uhr: Bürokratische Hürden verzögern den Start der Mission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China zur Erforschung der Herkunft des Coronavirus. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus zeigte sich am Dienstag vor Journalisten „sehr enttäuscht“ darüber, dass die chinesischen Behörden noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen ausgestellt hätten, um die Untersuchung des internationalen Expertenteams vor Ort zu ermöglichen. 

„Heute haben wir erfahren, dass die chinesischen Behörden die erforderlichen Genehmigungen für die Ankunft des Teams in China noch nicht abgeschlossen haben“, sagte Tedros. Er sei „sehr enttäuscht über diese Nachricht“, da zwei Team-Mitglieder ihre Reise bereits angetreten hätten, während weitere Experten nun „in letzter Minute“ nicht hätten aufbrechen können. 

Er habe gegenüber „ranghohen chinesischen Verantwortlichen“ deutlich gemacht, dass die Mission eine „Priorität für die WHO“ und das internationale Untersuchungsteam sei, sagte Tedros. Ihm sei versichert worden, dass China „die internen Prozesse“ für einen frühestmöglichen Start der Mission „beschleunigen“ werde.  NOEL CELIS / AFP Szene in einer Einkaufsstraße im chinesischen Wuhan

Nach Angaben des WHO-Direktors für Gesundheitsnotfälle, Michael Ryan, handelt es sich bei den aktuellen Problemen um Visumsangelegenheiten. „Wir hoffen, dass es nur ein logistisches und bürokratisches Problem ist, das sich schnell lösen lässt“, sagte er. Laut Ryan wartet ein WHO-Experte in einem Drittland auf seine Einreisegenehmigung nach China, ein weiterer musste demnach zurückfliegen.

Die seit Monaten geplante WHO-Mission, der unter anderem Epidemiologen und Experten für Tiererkrankungen angehören, soll die Herkunft des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 erforschen. Erstmals entdeckt worden war das Virus Ende 2019 in der zentralchinesischen Stadt Wuhan, von wo aus es sich in der ganzen Welt ausbreitete. Wie der Erreger von Tieren – vermutlich Fledermäusen – auf den Menschen übersprang, ist bis heute unklar. 

Das genaue Datum und die Details der Mission hat die WHO bis zuletzt geheim gehalten. Das zehnköpfige internationale Team sollte Anfang Januar nach China aufbrechen und sich dort für fünf bis sechs Wochen aufhalten.

Die Mission gilt als politisch äußerst heikel. Die Regierungen mehrerer Länder werfen den chinesischen Behörden Vertuschungsversuche am Anfang der Pandemie vor. Zunächst hatte Peking eine unabhängige internationale Untersuchung der Ursprünge des Virus verweigert. 

Coronavirus-Pandemie: Rettungskräfte in L.A. beginnen Triage

22.07 Uhr: Rettungskräfte im US-Bezirk Los Angeles sind wegen der Überlastung durch die Corona-Welle inzwischen angewiesen, bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Krankenhäuser zu bringen. Sollte bei einem Herzstillstand eine Wiederbelebung vor Ort nicht erfolgreich sein, sollten die Patienten „nicht transportiert werden“, hieß es in einer Anordnung des Rettungsdienstes vom Montag (Ortszeit). Zudem soll das Verabreichen von Sauerstoff auf Patienten mit niedriger Sauerstoffsättigung im Blut von weniger als 90 Prozent begrenzt werden.

Viele Krankenhäuser in dem bevölkerungsreichen Bezirk „haben einen Krisenpunkt erreicht und müssen bei der Patientenversorgung bereits sehr harte Entscheidungen treffen“, sagte die Chefin des Gesundheitsamtes, Christina Ghaly, der „Los Angeles Times“. Den Krankenhäusern stehe nach den Feiertagen eine neue Welle an Covid-19-Patienten bevor. „Das Schlimmste liegt fast sicher noch vor uns“, sagte sie. Die Krankenhäuser würden mit Corona-Patienten überschwemmt. Vielerorts müssten Krankenwagen Stunden warten, bevor Patienten aufgenommen werden könnten, sagte Ghaly. Sie forderte die Menschen auf, Krankenhäuser nur in absoluten Notfällen aufzusuchen. Apu GOMES / AFP Sanitäter in Los Angeles untersuchen an einem Bürgersteig im Vorort Hawthorne einen mutmaßlichen Covid-19-Patienten

Im Bezirk Los Angeles, zu dem auch die gleichnamige Metropole an der Westküste gehört, leben rund zehn Millionen Menschen. Aktuell fällt dort jeder fünfte Corona-Test positiv aus. Zum Vergleich: In Deutschland waren es zuletzt rund 16 Prozent.

Allein am Montag gab es in dem Bezirk 9142 neu bestätigte Corona-Neuinfektionen und 77 erfasste damit zusammenhängende Todesfälle. Seit dem Beginn der Pandemie wurden in dem Bezirk im US-Bundesstaat Kalifornien nach Behördenangaben rund 830.000 bestätigte Infektionen und rund 10.300 Todesfälle erfasst. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus.

  • Patienten sterben auf dem Flur: Dramatische Corona-Lage in Los Angeles

Bundesländer melden 16.350 Coronavirus-Neuinfektionen – 1133 Todesfälle

20.59 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer vom Dienstag 16.350 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der positiven Tests seit Pandemiebeginn auf 1.803.952. Am Montag meldeten die Bundesländer noch 10.660 Neunfektionen, am Dienstag vor einer Woche waren es 17.048. Julian Stratenschulte/dpa Ein Mann geht am frühen Morgen in einer verlassenen Straße im Stadtzentrum von Hannover

Bei der Zahl der Corona-Todesopfer ist ein neuer trauriger Rekord erreicht: Nach Recherchen von FOCUS Online meldeten die Gesundheitsbehörden der Bundesländer insgesamt 1133 Verstorbene – so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Hier spielen vermutlich noch Nachmeldungen aus den Feiertagen eine Rolle – der gestrige Montag war in vielen Behörden der erste Arbeitstag in Vollbesetzung nach Weihnachten. Am gestrigen Montag haben die Behörden noch 487 Fälle gemeldet.

Bislang sind somit 36.235 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind rund 1.424.700 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, inzwischen wieder genesen.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 249.377 (+2954), 5179 Todesfälle (+128)
  • Bayern: 337.320 (+2203), 7197 Todesfälle (+256)
  • Berlin: 100.771 (+1235), 1390 Todesfälle (+63)
  • Brandenburg: 48.615 (+758), 1247 Todesfälle (+52)
  • Bremen: 13.930 (+123), 210 Todesfälle (+2)
  • Hamburg: 38.580 (+697), 671 Todesfälle (+10)
  • Hessen: 141.012 (+641), 3095 Todesfälle (+104)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 13.232 (+491), 200 Todesfälle (+10)
  • Niedersachsen: 111.712 (+672), 2108 Todesfälle (+61)
  • Nordrhein-Westfalen: 404.478 (+1969), 7010 Todesfälle (+190)
  • Rheinland-Pfalz: 75.856 (+870), 1582 Todesfälle (+51)
  • Saarland: 21.092 (+317), 506 Todesfälle (+16)
  • Sachsen: 142.959 (+1899), 3492 Todesfälle (+89)
  • Sachsen-Anhalt: 33.387 (+556), 741 Todesfälle (+23)
  • Schleswig-Holstein: 26.524 (+549), 497 Todesfälle (+22)
  • Thüringen: 45.107 (+416), 1110 Todesfälle (+56)

Gesamt (Stand 05.01.2021, 20.45 Uhr): 1.803.952 (+16.350), 36.235 Todesfälle (+1133)

Vortag (Stand 04.01.2021, 21.17 Uhr): 787.581 (+10.660), 35.102 Todesfälle (+487)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.424.700 (+23.500)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 343.017 (+3.217)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,95 (Stand: 04.01.)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5678 (-66)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 3181 (-30)

Achtung: Eine Bewertung der Daten ist momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum vermutlich weniger Menschen getestet werden.

Dänemark verschärft Corona-Auflagen wegen Virenmutation

18.21 Uhr: Angesichts der Verbreitung der neuartigen Corona-Mutation hat Dänemark die Auflagen noch einmal verschärft. "Bleiben Sie so viel wie möglich zu Hause, treffen Sie sich nicht mit Menschen außerhalb Ihres Haushalts", warnte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag vor Journalisten. Zusätzlich zum Teillockdown, der seit Mitte Dezember gilt, will die Regierung in Kopenhagen Treffen von mehr als fünf Menschen untersagen. dpa/Stephanie Lecocq/EPA Pool/AP/dpa Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, führt das Land ab dem 22. August eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ein.

Zu den neuen Maßnahmen, die bereits am Mittwoch in Kraft treten, zählt auch ein verpflichtender Mindestabstand von zwei Metern. Die Regelungen sollen zunächst bis zum 17. Januar gelten, können jedoch verlängert werden, wenn die Fallzahlen nicht sinken. "Als allerletzte Maßnahme" könnte den Dänen eine Ausgangssperre drohen, sagte Frederiksen.

"Jeder sollte es sich zweimal überlegen, bevor er aus seiner Tür tritt", sagte auch der dänische Polizeichef Thorkild Fogde. Derzeit sind bereits Schulen, Bars, Restaurants und zahlreiche Geschäfte geschlossen. 

17-jährige Quarantäne-Brecherin aus den Niederlanden in Zürich festgenommen

18.18 Uhr: Eine positiv auf das Coronavirus getestete Niederländerin ist in der Schweiz aus einer angeordneten Quarantäne geflüchtet und wollte in ihr Heimatland fliegen. Die 17-Jährige wurde am Dienstag in Zürich kurz vor dem Einsteigen in eine Maschine nach Amsterdam vorübergehend festgenommen, wie die Polizei berichtete. Sie habe eingeräumt, am Flughafen einen gefälschten Coronatest mit negativem Ergebnis vorgelegt zu haben.

Die junge Frau war im Kanton Wallis positiv getestet worden. Dort befinden sich zahlreiche geöffnete Skistationen. Die dortigen Behörden hatten für sie Quarantäne angeordnet. Als sie merkten, dass die junge Frau sich abgesetzt hatte, informierten sie die Polizei.

Gegen die 17-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Epidemiegesetz und Urkundenfälschung eröffnet, wie die Polizei weiter mitteilte. Sie sei anschließend mit einem Krankenwagen zurück ins Wallis gebracht worden.

 

 

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