Gesundheit

Maas: Reise-Lockerung für Nicht-EU-Länder möglich – weitere Viertel in Peking abgeriegelt

Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Mehr als 8,0 Millionen Menschen haben sich weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 186.544 davon in Deutschland – wo es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen kommt, zuletzt in drei Berliner Mietshäusern. Alle Meldungen zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Mittlerweile mehr als 8 Millionen bestätigte Corona-Fälle weltweit (06.26 Uhr) +++ Kreise: Bayern will Anti-Corona-Kontaktbeschränkungen weiter lockern (06.25 Uhr) +++ Corona-Warn-App steht ab sofort zum Download bereit (03.20 Uhr) +++

  • Live-Karte zum Virus-Ausbruch und Coronavirus-Radar mit Zahlen und Fakten
  • Medizin-Professor: Bei einer 2. Corona-Welle brauchen wir keinen neuen Lockdown 
  • Mehr News, Service und Ideen zur Corona-Pandemie finden Sie auf unserem Überblicksportal

TOP-NEWS: Mittlerweile mehr als 8 Millionen bestätigte Corona-Fälle weltweit

06.26 Uhr: Mehr als acht Millionen Menschen haben sich nach jüngsten Zahlen der Johns Hopkins Universität mittlerweile weltweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 436.400 Menschen starben bisher im Zusammenhang mit dem Erreger, wie aus der Webseite des US-Instituts am Dienstagmorgen hervorging. Die meisten Infizierten gab es demnach in den USA mit 2,1 Millionen bestätigten Fällen und auch die meisten Toten – mehr als 116 000 Menschen starben dort bisher. Brasilien folgt mit mehr als 888.270 Infizierten, auf Platz drei liegt Russland mit mehr als 536 480 bestätigten Fällen.

TOP-News: Bayern will Corona-Regeln deutlich lockern, kurz vor Ende der Beratungen kracht es

06.24 Uhr: Die Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern sollen weiter gelockert werden: Künftig sollen sich im öffentlichen Raum wieder bis zu zehn Personen treffen dürfen – bislang sind solche Treffen auf Angehörige zweier Haushalte beschränkt. Darauf und auf eine ganze Reihe weiterer Lockerungen verständigte sich der Koalitionsausschuss von CSU und Freien Wählern am späten Montagabend in München, wie die Deutsche Presse-Agentur anschließend aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Nach drei Monaten soll demnach auch der Katastrophenfall beendet werden. Diesen hatte die Staatsregierung Mitte März ausgerufen, um sich im Kampf gegen die damals rasche Ausbreitung des Coronavirus Steuerungs-, Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten zu sichern.

Formal sollen alle Schritte in einer Kabinettssitzung am Dienstag beschlossen werden. Ministerpräsident Markus Söder, Staatskanzleichef Florian Herrmann und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wollen anschließend über die Details informieren. An der Maskenpflicht solle allerdings nicht gerüttelt werden, hieß es. dpa/Peter Kneffel/dpa Hubert Aiwanger (Freie Wähler) spricht zur Presse.

Inhaltlich waren CSU und Freie Wähler nach mehrstündigen Beratungen am Montagabend auf einer Linie. Für heftige Missstimmung sorgte am Ende nach übereinstimmenden Schilderungen von Teilnehmern allerdings Söders Vize, Wirtschaftsminister Aiwanger – wegen eines pünktlich zu Koalitionsausschuss und Kabinettssitzung veröffentlichten Interviews der "Mittelbayerischen Zeitung". In dem Interview klagte Aiwanger über einen Vertrauensbruch in der Koalition und über "gezielte Gemeinheiten aus der CSU, mit dem Ziel, mich zu beschädigen". "Für mich ist das ein gewisser Vertrauensbruch. Das vergiftet das Klima", sagte Aiwanger, der wegen eines teuren Einkaufs unter anderem von 90.000 Wischmopps Kritik und Spott auf sich gezogen hatte und sich zudem wegen teils schleppender Corona-Soforthilfen erklären musste.

Dem Vernehmen nach war es auch Söder selbst, der in der Sitzung des Koalitionsausschusses seinen Unmut über das Interview zum Ausdruck brachte. Aber auch bei anderen Teilnehmern der Sitzung seien Inhalt und Zeitpunkt der Äußerungen auf Unverständnis gestoßen, hieß es.

Wegen des inzwischen starken Rückgangs der Infektionszahlen lockert Bayern seit einiger Zeit schrittweise seine anfangs sehr strikten Anti-Corona-Maßnahmen. Unter anderem beginnt nun auch für die letzten Schüler im Freistaat wieder der Präsenzunterricht an den Schulen.

Forscher sagen 200.000 Corona-Tote in den USA bis Oktober voraus

05.12 Uhr: In der Corona-Krise müssen sich die USA nach Einschätzung von Wissenschaftlern bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle gehen in ihrer Projektion inzwischen davon aus, dass die USA bis zum 1. Oktober die Zahl von 200 000 Toten übersteigen könnten. Erst am 27. Mai hatten die USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität die Marke von 100 000 Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus überschritten. dpa/Alex Brandon/AP/dpa Donald Trump würde eine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl akzeptieren.

Deutschland nimmt Rückführungen in europäische Staaten wieder auf

04.52 Uhr: Die in der Corona-Pandemie ausgesetzten Rückführungen von Migranten in andere europäische Staaten finden wieder statt. Das bestätigte das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur in Berlin auf Anfrage. Nach den sogenannten Dublin-Regeln ist normalerweise jener EU-Staat für Asylanträge zuständig, wo Schutzsuchende zuerst den Boden der Europäischen Union betreten haben.

Wenn die Behörden in Deutschland feststellen, dass ein anderes Land für das Asylverfahren zuständig wäre, können sie Schutzsuchende in sogenannten Dublin-Überstellungen dorthin schicken. Auch Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein sind Teil des Systems. "Mit der Aufhebung der Einschränkungen beim grenzüberschreitenden Verkehr sowie der Aufhebung der Reisewarnung für die EU, ist auch der Überstellungsverkehr wiederaufzunehmen", heißt es in einem Konzept des Bundesinnenministeriums. Die Überstellungen waren am 23. März ausgesetzt worden.

Die Rückkehr zum regulären System soll demnach schrittweise erfolgen. So sollen Asylbewerber zunächst auf dem Landweg in Nachbarstaaten Deutschlands gebracht werden, später dann auch per Flug in andere Dublin-Länder, "vorzugsweise mittels Chartermaschinen". "Um zu verhindern, dass durch die Wiederaufnahme des Überstellungsverkehrs das Virus auf dem Kontinent gestreut wird, ist mit der gebotenen Vorsicht vorzugehen", heißt es in dem Papier. Wer Symptome einer durch das Coronavirus ausgelösten Covid-19-Erkrankung zeigt oder nachweislich erkrankt ist, soll bis zur Genesung bleiben dürfen.

TOP-NEWS: Corona-Warn-App steht ab sofort zum Download bereit

03.20 Uhr: Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist am frühen Dienstagmorgen zum Download bereitgestellt worden. Im App-Store von Google konnte sie bereits um kurz nach 2 Uhr morgens heruntergeladen werden, bei Apple kurz danach auch. Die App soll die Kontaktverfolgung von Infizierten ermöglichen und dadurch die Infektionsketten verkürzen. Nutzer klagten in sozialen Medien über Probleme bei der Verfügbarkeit und beim Herunterladen der App.

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Tierversuche waren vielversprechend: "Imperial College" in London testet Impfstoff nun an Menschen

01.59 Uhr: Die renommierte britische Universität "Imperial College London" beginnt in dieser Woche eigenen Angaben mit Impfstoff-Tests gegen das Coronavirus am Menschen. Wie die Forschungseinrichtung auf ihrer Homepage bekannt gab, waren Versuche an Tieren vielversprechend und hätte effektive Ergebnisse zutage gefördert. Weiter heißt es dort, der Impfstoff basiere auf einer neuen, "sich selbst-verstärkenden" RNA-Technologie, einer Technologie also, die auf der Erbsubstanz des Menschne fußt.

Saarlands Ministerpräsident Hans will Grenzen bei neuer Corona-Welle offen halten

Dienstag, 16. Juni, 00.38 Uhr: Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will die Grenzen zu Frankreich und Luxemburg im Fall einer zweiten Corona-Welle oder einer neuen Pandemie unbedingt offen halten. Er werde alles daran setzen, eine erneute Grenzschließung zu vermeiden, sagte der 42-Jährige der "Saarbrücker Zeitung". "Wenn es so kommt, werden wir in Paris und in Berlin ein Konzept vorlegen, um ohne Grenzschließungen, ohne Kontrollen in dieser Form klarzukommen", sagte Hans. dpa/Oliver Dietze/dpabild Tobias Hans, der Ministerpräsident des Saarlandes.

Zu seinem Konzept gehört laut dem Bericht unter anderem ein grenzüberschreitender Datenaustausch der Gesundheitsbehörden, um Infektionsketten nachverfolgen zu können. Zudem kann sich Hans gemeinsame Kontrollen von deutschen und französischen Polizisten vorstellen. Für den Krisenfall sprach sich der Ministerpräsident für mehr gegenseitige Unterstützung etwa bei freien Betten- oder Test-Kapazitäten aus.

46 Neuinfektionen bei Tönnies – Quarantäne für 100 Mitarbeiter

22.20 Uhr: Im Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind zwischen Freitag und Montag weitere 46 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut Krisenstab erlebt der Betrieb schon jetzt die zweite Welle mit mehr Erkrankungen. Nach den aktuellen Tests wurden rund 100 Mitarbeiter in Quarantäne geschickt, so der Tönnies-Sprecher weiter. Bislang sind in dem Unternehmen insgesamt 13 000 Corona-Tests durchgeführt worden. 130 Infektionen seien dabei nachgewiesen worden.

Im Kreis Gütersloh stieg die Sieben-Tages-Inzidenz am Montag auf 25,3 an. Das heißt: Es gibt 25,3 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Ab 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen würden bisherige Lockerungen teilweise wieder aufgehoben werden.

TOP-NEWS: Ein Bundesland ohne neue Corona-Fälle – R-Wert erneut gestiegen

20.55 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland stieg um 293 im Vergleich zum Vortag. Insgesamt meldeten die verschiedenen Landesgesundheits- und Sozialministerien fünf neue Todesfälle in Deutschland. Hessen verzeichnete keine neuen Corona-Fälle, aus Bremen wurden keine aktuellen Neuinfektionszahlen gemeldet. Insgesamt zählt Deutschland jetzt 186.544 Infektionen bei 8.771 Todesfällen – das sind fünf mehr als am Vortag. Laut RKI gelten aktuell 172.600 Menschen hierzulande als genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag knapp über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,19 und ist damit erneut leicht gestiegen. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,05 gelegen.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.164 (1.808 Todesfälle)
  • Bayern: 47.643 (2.536 Todesfälle)
  • Berlin: 7.368 (208 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.324 (172 Todesfälle)
  • Bremen: 1.574 (45 Todesfälle)*
  • Hamburg: 5.146 (227 Todesfälle)
  • Hessen: 10.324 (491 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 784 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 12.895 (616 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 39.305 (1.646 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6.836 (231 Todesfälle)
  • Saarland: 2.754 (170 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.343 (219 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1.772 (57 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3.121 (151 Todesfälle)
  • Thüringen: 3.173 (174 Todesfälle)

*die Landesgesundheits- und Sozialministerien dieser Länder gaben am heutigen Tag keine aktuellen Neuinfektionszahlen bekannt

Gesamt (Stand 15.06., 20.31 Uhr): 186.544 (8.771 Todesfälle)

Vortag (Stand 14.06., 21.42 Uhr): 186.251 (8.766 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschlanyd bei rund 172.600.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,19 (Stand 15.06.)

TOP-NEWS: US-Behörde widerruft Corona-Genehmigung für Malaria-Medikament

18.38 Uhr: In den USA hat die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) ihre Ausnahmegenehmigung für ein Malaria-Medikament zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen widerrufen. Es sei angesichts der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse "unwahrscheinlich", dass Hydroxychloroquin bei der Behandlung der Lungenerkrankung wirksam sei, erklärte die FDA am Montag. Zudem habe der Einsatz des Medikaments "ernsthafte" Nebenwirkungen, darunter Herzprobleme, weswegen die Ausnahmegenehmigung widerrufen werde, hieß es weiter.

Die Zulassung des Medikaments für Malaria und zur Behandlung bestimmter Autoimmunkrankheiten ist davon nicht betroffen. US-Präsident Donald Trump hatte intensiv für Hydroxychloroquin als wichtiges Mittel im Kampf gegen das Coronavirus geworben. Trump hatte das Medikament nach Angaben seines Arztes auch selbst als Coronavirus-Prophylaxe eingenommen – obwohl es keine schlüssigen Beweise für eine solche Wirksamkeit gibt.

"Erhöhtes Infektionsgeschehen": 54 Corona-Fälle in Berliner Wohnhaus

18.11 Uhr: In Berlin-Neukölln ist ein Wohnhaus mit vermutlich mehreren Hundert Bewohnern wegen 54 Corona-Fällen unter Quarantäne gestellt worden. Das sagte Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) am  Montag. "Bild" und "B.Z." hatten zunächst darüber berichtet. Die genaue Bewohnerzahl sei unbekannt. "Ich habe keine Idee, wie viele Menschen dort tatsächlich leben", so Liecke. Es werde nicht immer gesagt, wer noch alles in einer Wohnung wohne.

Bekannt geworden war das "erhöhte Infektionsgeschehen" durch Infektionen bei zwei Schulkindern und die anschließende Nachverfolgung der Kontakte. Die Quarantäne für das Wohnhaus war am Samstag verordnet worden.  

"Bestimmte Tierarten empfänglich": Klöckner plant Meldepflicht für Corona-infizierte Haustiere

17.44 Uhr: Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) plant eine Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren. Es habe sich gezeigt, "dass auch bestimmte Tierarten für Sars-CoV-2 empfänglich sind", heißt es im Entwurf für eine Verordnung, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst hatte das Fachportal "Agrarheute" darüber berichtet. Die Meldepflicht richtet sich an Tierärzte, Ämter und andere Teststellen. Sie soll für alle vom Menschen gehaltenen Tiere gelten, auch für Zootiere. Am Dienstag (10.00) spricht Klöckner zum Thema "Meldepflicht von Infektionen mit Sars-CoV-2 bei Haustieren" in der Berliner Bundespressekonferenz. dpa/Carsten Koall/dpabild Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft.

Ziel ist, Ansteckungswege und andere Fragen zu erforschen. Eine Testpflicht für Hunde, Katzen oder andere Haustiere ist damit nicht geplant – bisher sind Infektionen auch nur in Einzelfällen bekannt. Hunde, Hauskatzen, ein Tiger sowie Nerze seien nach Kontakt zu infizierten oder infektionsverdächtigen Menschen positiv auf das Virus getestet worden, heißt es in der Verordnung. Im Versuchen mit Haustieren hätten sich Katzen, Frettchen und Goldhamster empfänglich gegenüber Sars-CoV-2 gezeigt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass Haustiere wie Hunde und Katzen das Virus auf Menschen übertragen können – es verbreitet sich vor allem über Tröpfchen und Aerosole von Mensch zu Mensch. Es habe aber wenige Fälle gegeben, in denen Nerze Menschen angesteckt hätten. Wer mit Corona infiziert sei, solle den Kontakt zu Haustieren reduzieren.

Nach Corona-Pause: Erste deutsche Touristen in Mallorca gelandet

16.39 Uhr: Nach wochenlanger Corona-Pause ist am Montagvormittag erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern aus Deutschland in Mallorca gelandet. Der mit 189 Passagieren voll besetzte Tui-Flug X3 2312 war am Morgen in Düsseldorf gestartet. "Wir haben uns auf Mallorca und das Mittelmeer gefreut, wir haben fünf Monate lang gewartet, dass wir kommen können und sind überglücklich, dass es jetzt soweit ist", sagte Georg Käsbach aus Lindlar bei Köln bei der Ankunft der Deutschen Presse-Agentur. Das Interesse spanischer und deutscher Medien an der Ankunft der ersten Urlauber nach 92 Tagen des Stillstands war riesig: Am Flughafen Son Sant Joan erwarteten rund 100 Journalisten die erste Gruppe aus Deutschland. dpa/Joan Mateu/AP/dpa Deutsche Touristen baden am Strand von Palma de Mallorca. Nach wochenlanger Corona-Pause ist am Vormittag erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern aus Deutschland auf Mallorca gelandet.

Seit Montag dürfen zunächst nur Urlauber aus Deutschland wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. In einem ersten Kontingent sind insgesamt bis zu 10 900 Reisende erlaubt. "Der Wunsch, an die Strände des Mittelmeers zu reisen, ist groß – die ersten Anreisetermine des Pilotprogramms waren Anfang letzter Woche innerhalb von 36 Stunden ausgebucht", sagte der zuständige Tui-Vorstand Sebastian Ebel.

Deutschland wurde nach Angaben der Regionalregierung ausgewählt, weil von dort die meisten Urlauber nach Spanien kommen und die Pandemie in Deutschland ähnlich gut unter Kontrolle ist wie auf den Balearen. Am Nachmittag sollte ein zweiter Ferienflieger aus Frankfurt ankommen. Mit dem Pilotprojekt sollen Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 getestet werden, die in ganz Spanien zum Einsatz kommen, wenn sich das Land am 21. Juni wieder für den Massentourismus aus den Ländern des Schengenraumes öffnet. Wegen sinkender Corona-Zahlen hatte die Regierung die ursprünglich erst für den 1. Juli geplante Grenzöffnung am Vortag um neun Tage vorgezogen.

Bürgermeister zeigt sich wegen Corona-Verstoß selbst an

16.58 Uhr:  Nachdem er seinen Amtskollegen bei der Grenzöffnung zwischen Polen und Deutschland umarmte, hat sich der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) nach Angaben der Stadt selbst wegen eines Verstoßes gegen die Abstandsregeln angezeigt. René Wilke (Linke) und sein Amtskollege Mariusz Olejniczak aus der Nachbarstadt Slubice hätten sich in der Nacht von Freitag auf Samstag eigentlich auf der Oderbrücke nur per Ellenbogenkontakt begrüßen wollen, teilte die brandenburgische Stadt am Montag mit. Trotz ihres guten Vorsatzes seien sich die beiden Stadtoberhäupter dann aber in die Arme gefallen. Zuvor war die Grenze nach Polen drei Monate lang für Ausländer mit wenigen Ausnahmen geschlossen. dpa René Wilke (l.) umarmt seinen Amtskollegen Mariusz Olejniczak

"Die Geste war nicht geplant, aber wichtig. Allerdings war sie auch ein Regelverstoß, für den ich einzustehen habe", sagte Wilke. Er habe beim städtischen Gesundheitsamt darum gebeten, den Vorgang ohne Ansehen der Person zu prüfen.

Das Bild der Umarmung sei als Symbol der Wiedersehensfreude nach harten Lockdown-Maßnahmen durch die Medien gegangen, hieß es von der Stadt. Bei der zigfach abgebildeten Umarmung handele es sich jedoch um einen objektiven Verstoß gegen das geltende Abstandsgebot. Eine Entscheidung über die rechtliche Einschätzung der Selbstanzeige werde noch in dieser Woche erwartet.

Ermittlungen gegen Potsdamer Ärzte nach schwerem Virusausbruch in Klinik

14.03 Uhr: Nach dem schweren Corona-Ausbruch im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann im März hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen drei leitende Ärzte und die damalige Geschäftsführung aufgenommen. Ermittelt werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung, teilte die Behörde am Montag mit.

Impfstoff-Suche: Bundesregierung beteiligt sich mit 300 Millionen Euro an CureVac

12.45 Uhr: Der Bund beteiligt sich an dem in der Corona-Impfstoffforschung aktiven Tübinger Biotechunternehmen CureVac. In den kommenden Tagen werde die staatliche KfW-Bank für 300 Millionen Euro 23 Prozent der Anteile an CureVac zeichnen, kündigte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Montag in Berlin an. Mit dieser Beteiligung solle CureVac finanzielle Sicherheit gegeben werden. Auf die geschäftspolitischen Entscheidungen von CureVac werde der Bund keinen Einfluss nehmen, sagte Altmaier.

CureVac arbeitet gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut an der Herstellung eines Impfstoffs. Im März sorgten Berichte für Aufsehen, wonach US-Präsident Donald Trump den USA exklusiv einen Impfstoff sichern wollte. CureVac bestritt aber mehrfach, ein Übernahmeangebot von der US-Regierung bekommen zu haben.

Virus-Ausbruch in Berlin: Drei Mietshäuser stehen unter Quarantäne

11.13 Uhr: In Berlin stehen offenbar drei ganze Mietshäuser unter Quarantäne. „Das hat eine neue Qualität in der Corona-Krise“, sagte Neuköllns Gesundheits-Stadtrat Falko Liecke (47, CDU) der „B.Z.“ am Montag. Zum ersten Mal sind in der Hauptstadt ganze Wohnblocks in den Bezirken Spandau, Wedding und Neukölln von einem Coronavirus-Ausbruch betroffen. Wo sich die Hausbewohner überwiegend rumänischer Herkunft angesteckt haben, ist noch unklar. dpa/Bernd Settnik Im Hotel Estrel in Berlin-Neulölln stehen Testkapazitäten zur Verfügung.

Eine Verbindung zu Schulkindern sei jedoch aufgefallen. Die Zeitung vermutet, dass ein infizierter Pfarrer bei Besuchen in der Gemeinde das Virus verbreitet habe. Er liegt mittlerweile im Krankenhaus. Hunderte Mieter sind derzeit in Quarantäne, die Tests der Bewohner stehen zum Großteil noch aus.

Stadtrat Liecke: „Da es schnell gehen soll, müssen wir uns was einfallen lassen.“ Mit seinen sechs mobilen Teams und dem Abstrichzentrum am Hotel Estrel ist es möglich, etwa 200 bis 300 Abstriche pro Tag zu nehmen. Das weitere Vorgehen wollen Senat und Bezirksexperten am Montag gemeinsam besprechen.

Bundesaußenminister Maas schließt Reiselockerungen für Nicht-EU-Länder nicht aus

09.39 Uhr: Außenminister Heiko Maas (SPD) hält es für möglich, dass auch Reisewarnungen für Nicht-EU-Länder in den nächsten Wochen gelockert werden. „Ich würde jetzt nicht ausschließen, dass es auch weitere Länder gibt, wo wir in den nächsten Wochen die Reisewarnung aufheben und Reisehinweise aussprechen“, sagte der SPD-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die Entscheidung werde jedoch immer davon abhängen, wie die Lage in den jeweiligen Ländern ist. dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa/archivbild Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD).

Zudem kündigte Maas an, dass keine eigenen Flugzeuge der Bundesregierung für Rückhol-Aktionen von deutschen Urlaubern mehr eingesetzt würden. Dennoch würden deutsche Auslandsurlauber im Fall von Ausgangssperren und Einreisebeschränkungen im jeweiligen Urlaubsland auch weiterhin dabei unterstützt werden, mit normalen Flügen und auf eigene Kosten wieder nach Deutschland zurückzukehren.

In Tokio steigt die Zahl der Corona-Infektionen: Angst vor zweiter Welle

09.13 Uhr: Ein erneuter Anstieg der Zahl neuer Corona-Infektionen in Tokio schürt die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Montag berichtete, stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 48 und liegt damit nun seit zwei Tagen in Folge über der Marke von 40. Am Vortag waren es 47 Fälle gewesen. An Tokios Börse sorgte der erneute Anstieg in der japanischen Hauptstadt zum Wochenauftakt für fallende Kurse. picture-alliance/dpa/R. R. Marin Noch im April riefen Freiwillige in der Hauptstadt Tokio die Passanten auf, auf die Corona-Regeln zu achten. Ende Mai wurde der Ausnahmezustand beendet

Als Problemzone wurde Tokios nächtliches Amüsierviertel Shinjuku mit seinen Hostessbars ausgemacht. 20 der 48 am Montag gemeldeten Neuinfektionen betrafen unter anderem Mitarbeiter solcher Hostessclubs, wie örtliche Medien berichteten.

Japan hatte gegen Ende Mai den Notstand im ganzen Land aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei. Während des Notstands war die Bevölkerung aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Ausgangssperren wie in Europa sind rechtlich nicht möglich. Wegen der globalen Pandemie waren die in diesem Sommer in Tokio geplanten Olympischen Spiele auf das nächste Jahr verschoben worden.

TOP-NEWS: Nach Infektion von Erntehelfern: Bayerischer Landkreis erneut über der Covid-19-Obergrenze

08.11 Uhr: Mit Aichach-Friedberg hat ein Landkreis am Montag laut Robert-Koch-Institut erneut die von der Bundesregierung gesetzte Obergrenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gerissen. Ein Virus-Ausbruch unter Erntehelfern sorgte dafür, dass der bayerische Landkreis mit einem Wert von 56,1 über der Norm liegt. Rund 133.000 Menschen leben in Aichach-Friedberg, bisher gab es 20 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen.

TOP-NEWS: Virus-Ausbruch auf zweitem Markt in Peking: Weitere zehn Wohngebiete abgeriegelt

06.08 Uhr: In Peking werden wegen der erneuten vermehrten Ausbreitung des Coronavirus zehn weitere Stadtviertel abgeriegelt. Ein Vertreter der Stadtverwaltung sagte am Montag, mehrere neue Infektionsfälle seien auf einen Großhandelsmarkt im nordwestlichen Bezirk Haidian zurückzuführen. Deswegen würden der Markt und nahegelegene Schulen geschlossen sowie zehn Viertel der Gegend unter Quarantäne gestellt.

Am Samstag war in der chinesischen Hauptstadt bereits den Bewohnern von elf Wohngebieten im südlichen Bezirk Fengtai das Verlassen ihrer Wohnungen untersagt worden, nachdem sich dort das Coronavirus ausgebreitet hatte. Diese Fälle verfolgten die Behörden zu einem Großmarkt für frische Lebensmittel in Fengtai zurück, der ebenfalls geschlossen wurde. dpa Peking: Ein Wachmann verschließt mit einer Kette den Zaun des Haupteingangs des Meeresfrüchte-Großmarkts, der für Inspektionen geschlossen wurde.

Die chinesischen Behörden verzeichneten am Montag landesweit 49 neue Coronavirus-Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden, davon 36 in der Hauptstadt. Am Vortag waren landesweit 57 neue Ansteckungen registriert worden. Wegen des neuen Ausbruchs waren Massentests in Peking gestartet worden.

China gilt als Ausgangsland der Pandemie. In der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan waren Ende des vergangenen Jahres erste Fälle der Ansteckung von Menschen mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden. Durch dann seit Ende Januar verhängte strikte Ausgangsbeschränkungen wurde die Ausbreitung des Virus laut offiziellen Angaben weitgehend unter Kontrolle gebracht. dpa In China treten wieder neue Coronavirus-Fälle auf.

Bei der Mehrzahl der Infektionsfälle, die danach noch in der Volksrepublik festgestellt wurden, handelte es sich nach Angaben der Behörden um Chinesen, die aus dem Ausland zurückgekehrt waren. Dies ist nun aber bei den in den vergangenen Tagen aufgetretenen Ansteckungsfällen anders: Bei ihnen wurde das Virus innerhalb des Landes übertragen und nicht "importiert".

Fake News zum Coronavirus: Journalisten und Verlage fordern Strafen für soziale Netzwerke

05.35 Uhr: Im Kampf gegen Fake News rund ums Coronavirus haben Journalisten, Verlage und Wissenschaftler ein deutlich schärferes Vorgehen gegen soziale Netzwerke gefordert. Man sei wegen des Anstiegs an Online-Desinformationen während der Pandemie besorgt, teilte das Gremium, das wie mehrere soziale Netzwerke Teil des Verhaltenskodexes des EU-Kommission gegen Desinformationen ist, am Montag mit. Es brauche viel strengerer Regeln, an die die Netzwerke sich halten müssten.

Die EU-Kommission hatte soziale Medien wie Facebook und Twitter vergangene Woche aufgerufen, monatlich über ihren Kampf gegen Desinformationen in der Corona-Krise zu berichten. Zudem sollten sie enger mit unabhängigen Faktenprüfern zusammenarbeiten. Bereits 2018 hatten mehrere Online-Riesen freiwillig den Verhaltenskodex gegen Desinformationen unterschrieben und zugesagt, stärker dagegen vorzugehen. Auch das Gremium aus Journalisten, Verlagen und Wissenschaftler ist als sogenanntes Resonanzboard Teil des Kodex'.

Nach Ausbruch in Peking: China meldet 49 neue Corona-Fälle

05.08 Uhr: In Folge des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Großmarkt in Peking ist die Zahl der Covid-19-Fälle in China weiter gestiegen. Wie die nationale Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte, registrierte sie 49 neue Infektionen, darunter 10 "importierte" Fälle mit Sars-CoV-2 bei Reisenden und 39 lokale Ansteckungen. Von den im Inland übertragenen Fällen wurden 36 in Peking und drei in der benachbarten Provinz Hebei registriert. Julian Stratenschulte/dpa

Niedrigste Zahl von neuen Corona-Toten in Großbritannien seit März

01.38 Uhr: Großbritannien hat die niedrigste Zahl neuer Todesopfer durch die Corona-Pandemie seit März verzeichnet. Am Samstag wurden nur 36 weitere Todesfälle registriert, wie Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Dies sei die niedrigste Zahl seit dem 21. März. "Wir gewinnen die Schlacht gegen diese fürchterliche Krankheit", erklärte Hancock.

Die Zahlen zum Coronavirus sind am Wochenende in Großbritannien allerdings wegen einer langsameren Erfassung der Fälle häufig niedriger als an den übrigen Wochentagen. Die offizielle Zahl der Corona-Toten im Land liegt bei rund 41.700. In der weltweiten Statistik steht Großbritannien damit hinter den USA und Brasilien auf dem dritten Platz.

Deutschland beendet in Corona-Krise eingeführte Grenzkontrollen und Reisewarnungen

Montag, 15. Juni, 00.06 Uhr: Deutschland hat um Mitternacht die in der Corona-Krise eingeführten Grenzkontrollen beendet. Die Mitte März verhängten Kontrollen an den deutschen Grenzen zu den Nachbarländern wurden bereits seit einigen Tagen schrittweise zurückgefahren. "Die Grenzkontrollen werden mit Ablauf des Sonntags, 14. Juni, beendet", hatte das Bundesinnenministerium am Samstag angekündigt.

Damit dürfen Menschen aus Deutschlands Nachbarländern wieder ohne besonderen Grund einreisen. Die lange zuvor eingeführten Kontrollen gegen irreguläre Einwanderung an der Grenze zu Österreich bleiben jedoch bestehen. Auch viele andere EU-Staaten wollten am Montag noch bestehende Einreisebeschränkungen aufheben. Polen hatte seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern bereits in der Nacht zum Samstag wieder geöffnet.

Nach drei Monaten hat die Bundesregierung auch die weltweite Reisewarnung für Touristen teilweise aufgehoben und damit das Startsignal für den Sommerurlaub von der Adria bis zur Algarve gegeben. Seit Montag um Mitternacht warnt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in 27 europäische Länder. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien.

Bei Twitter: Gouverneur von New York droht mit neuem Lockdown

23.52 Uhr: Weil viele New Yorker am Wochenende trotz der Corona-Beschränkungen in großen Gruppen vor Bars zusammenstanden und auf der Straße feierten, hat Gouverneur Andrew Cuomo erbost mit der Rückkehr zu strikten Corona-Auflagen gedroht. Sein Büro habe 25.000 Beschwerden über Verstöße gegen die Regeln zur Wiedereröffnung von Geschäften erhalten, teilte Cuomo mit. Viele New Yorker waren an dem sonnigen Wochenende nach draußen geströmt.

"Viele Verstöße gegen Abstandsgebot, Partys in der Straße, Restaurants und Bars beachten Gesetze nicht", schrieb Cuomo im Onlinedienst Twitter. "Gesetz durchsetzen oder der Staat wird handeln", warnte er lokale Behörden.

TOP-NEWS: Ein Bundesland sticht bei Neu-Infektionen hervor – R-Wert steigt erneut leicht

21.57 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland beträgt 223 im Vergleich zum Vortag. Besonders Nordrhein-Westfalen sticht mit 96 Fällen bei den Neu-Infektionen hervor. Dazu meldeten die verschiedenen Landesgesundheits- und Sozialministerien insgesamt sieben neue Todesfälle in Deutschland. Aus den Ländern Baden-Württemberg, Bremen und Sachsen-Anhalt wurden keine aktuellen Neuinfektionszahlen gemeldet. Insgesamt zählt Deutschland jetzt 186.251 Infektionen bei 8.766 Todesfällen – das sind sieben mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen stieg auf 172.200.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag knapp über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,05 und ist damit erneut leicht gestiegen. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,02 gelegen.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.164 (1.808 Todesfälle)
  • Bayern: 47.643 (2.536 Todesfälle)
  • Berlin: 7.368 (208 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.324 (172 Todesfälle)
  • Bremen: 1.574 (45 Todesfälle)*
  • Hamburg: 5.146 (227 Todesfälle)
  • Hessen: 10.324 (491 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 784 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 12.895 (616 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 39.305 (1.646 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6.836 (231 Todesfälle)
  • Saarland: 2.754 (170 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.343 (219 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1.772 (57 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3.121 (151 Todesfälle)
  • Thüringen: 3.173 (174 Todesfälle)

*die Landesgesundheits- und Sozialministerien dieser Länder gaben am heutigen Tag keine aktuellen Neuinfektionszahlen bekannt

Gesamt (Stand 15.06., 20.31 Uhr): 186.544 (8.771 Todesfälle)

Vortag (Stand 14.06., 21.42 Uhr): 186.251 (8.766 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschlanyd bei rund 172.600.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,19 (Stand 15.06.)

Putin: Russland hat Covid-19-Pandemie besser im Griff als die USA

20.16 Uhr: Russland hat die Corona-Pandemie nach Auffassung von Präsident Wladimir Putin besser im Griff als die USA. "Wir kommen, so Gott will, langsam und mit minimalen Verlusten aus der Coronavirus-Situation heraus, in den Staaten passiert das so nicht", sagte Putin am Sonntag im russischen Staatsfernsehen mit Blick auf die USA.

Die Pandemie habe in den USA "tiefliegende interne Krisen" offengelegt. Er kritisierte einen Mangel an starker Führung in den USA, wo Präsident Donald Trump eine Richtung vorgebe, die Gouverneure der Bundesstaaten aber entschieden, was getan werde. Den Interessen von Gruppen und Parteien werde eine höhere Priorität eingeräumt als der Gesellschaft und dem Volk.  AFP

In Russland arbeiteten Regierung und regionale Politiker dagegen "als Team", sagte Putin weiter. Niemand würde Vorgaben des Präsidenten missachten oder diese in Frage stellen. Putin verwies auf die nördliche Kaukasus-Region Dagestan, die von der Pandemie besonders schwer getroffen wurde. "Das ganze Land eilte zu Hilfe", sagte Putin.

Russland ist weltweit derzeit das am drittstärksten von der Pandemie betroffene Land hinter den USA und Brasilien. Offiziellen Angaben zufolge wurden knapp 530.000 Infektionen und knapp 7000 Todesfälle registriert. In den USA gibt es bereits mehr als zwei Millionen Infizierte und über 115.000 Tote. Die russischen Zahlen werden allerdings angezweifelt, es gibt Vorwürfe, die Zahlen seien zu niedrig. Zuletzt änderte Russland seine Zählweise, um nicht nur Todesfälle mit in die Statistik einfließen zu lassen, bei denen das Virus als Haupt-Todesursache festgestellt wurde.

Spahn richtet Ischgl-Appell an deutsche Urlauber

20.07 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Deutschen aufgefordert, trotz der Aufhebung der Reisewarnung für 27 europäische Länder beim Reisen Vorsicht walten zu lassen. Jeder müsse sich überlegen, ob es jetzt eine weite Reise sein müsse, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im "Bericht aus Berlin" der ARD. "Muss ich jetzt nach Lissabon, oder kann das vielleicht auch noch ein wenig warten", fragte Spahn. Er verwies auf Ischgl in Österreich, von wo aus das Virus im Winter europaweit Verbreitung fand. "Jetzt darf nicht Ballermann sozusagen das nächste Ischgl werden." Spahn fügte hinzu: "Party feiern – würde ich mal sagen – ist dieses Jahr weniger angesagt."

Nach drei Monaten wird die weltweite Reisewarnung für Touristen am Montag für den größten Teil Europas aufgehoben. Ab Mitternacht will das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in voraussichtlich 27 Länder warnen. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Gleichzeitig fallen am Montag die letzten noch verbliebenen Kontrollen wegen der Corona-Pandemie an den deutschen Grenzen weg. Clara Margais/dpa


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