Gesundheit

Mattheis setzt bei Corona-Selbsttests auf Apotheken

Statt bei Aldi in der Schütte, soll es Corona-Selbsttests lieber in den Apotheken geben. Das meint zumindest die SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. Sie schlägt vor, zum Beispiel Schüler:innen Gutscheine bereitzustellen, die diese dann in den Offizinen einlösen können.

Schnelltests für jedermann – das ist der Plan von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Ursprünglich wollte er seine Nationale Teststrategie bereits zum 1. März erweitern. Vorgesehen sind unter anderem für die Bürger:innen kostenlose PoC-Antigentests zum Beispiel in Apotheken und die Ausgabe von Selbsttests gegen eine „geringe Eigenbeteiligung“. Die ersten drei Corona-Schnelltests für den privaten Gebrauch hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte inzwischen zugelassen, theoretisch ist der Verkauf an medizinische Laien seit einer Anpassung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung Anfang Februar erlaubt.

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Wann nun die Gratis-Tests für alle kommen, steht allerdings in den Sternen: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Spahn ausgebremst. Sie will das Vorhaben zunächst bei der nächsten Bund-Länder-Schalte mit den Ministerpräsidenten der Länder besprechen. Dennoch beschäftigte sich heute das Plenum im Bundestag mit der Schnelltest-Offensive. Anlass war ein von der FDP-Fraktion vorgelegter Antrag, in dem die Liberalen fordern, im Zuge der Ausweitung der Corona-Tests auch Lockerungen der derzeit geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu ermöglichen.

Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann, der den Antrag federführend für seine Fraktion eingebracht hatte, betonte heute in Berlin, bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses und Einhalten der Hygieneregeln sollte die Bundesregierung den Menschen ein Stück Freiheit zurückgeben und zum Beispiel den Besuch von Restaurants und Fitness-Studios gestatten. Dem widersprach der CSU-Abgeordnete Stephan Pilsinger: Er erwarte trotz aller Euphorie über die Schnelltests schon bald einen erneuten Anstieg der Fallzahlen – nämlich dann, wenn die britische Virus-Mutante den Wildtyp weitgehend verdrängt haben werde.

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