Gesundheit

Mehr FSME-Fälle in Deutschland als je zuvor

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine gefährliche Viruserkrankung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Zecken übertragen wird. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet, dass es in diesem Jahr 14 Prozent mehr FSME-Fälle gab als 2018 im vergleichbaren Zeitraum – dem Jahr mit der bisher höchsten Anzahl solcher Fälle.

Bis zum 7. September 2020 wurden hierzulande 535 Fälle von FSME-Erkrankungen an das RKI gemeldet. 2018, dem Jahr mit den bislang meisten FSME-Fällen, gab es im selben Zeitraum nur 468 Fälle und im gesamten Jahr 583. Die meisten Erkrankungen (89 Prozent) wurden aus Baden-Württemberg und Bayern gemeldet. Besonders betroffen waren die Landkreise Nürnberger Land, Traunstein, Schwandorf, Calw, Freudenstadt, Ortenaukreis, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen, der Zollernalbkreis sowie die Stadtkreise Stuttgart und Nürnberg.

Als mögliche Gründe nennt das RKI ein hohes Vorkommen von Zecken sowie ein verändertes Freizeitverhalten aufgrund der Covid-19-Pandemie: Die Menschen haben in diesem möglicherweise mehr Zeit im Freien verbracht als sonst. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden zudem deutlich mehr erwachsene Stadien der Zecken gefunden, die besonders häufig FSME-Viren in sich tragen. Auch dies erhöht das Risiko, sich bei einem Stich zu infizieren.

Wie kann man sich schützen?

Es gibt eine Schutzimpfung gegen FSME. Dafür sind drei Impfungen notwendig: Wer einen Aufenthalt in einem Risikogebiet plant, sollte also rechtzeitig damit beginnen. Da Zecken auch andere Erkrankungen wie die Borreliose übertragen können, wird außerdem dazu geraten, sich vor Stichen durch helle und geschlossene Kleidung zu schützen sowie den Aufenthalt in hohen Gräsern und Unterholz zu vermeiden. Hat eine Zecke zugestochen, sollte sie möglichst bald entfernt und die Wunde desinfiziert werden.

ZOU

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