Gesundheit

NEM und Lebensmittel: Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe

Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie Lebensmitteln mit Vitamin-Zusatz sollten aus Sicht der Bundesregierung EU-weit geregelt werden. Das teilte Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) am Montag mit. Die Ministerin warnte zudem erneut vor Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, die Schutz vor dem Coronavirus verspricht oder andeutet.

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschäftigt sich immer wieder mit Nutzen und Risiken von Nährstoffsupplementen. Gesetzliche Höchstmengenregelungen werden zwar schon lange erwartet – seit der EU-Richtlinie (2002/46/EG) zur Angleichung der Rechtsvorschriften –, dennoch gibt es sie bislang weder auf EU-Ebene noch in Deutschland. Länder wie Dänemark und Frankreich haben mittlerweile nationale Regelungen getroffen. 

Nun berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa), dass aus Sicht der Bundesregierung Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie Lebensmitteln mit Vitamin-Zusatz EU-weit geregelt werden sollten. Nationale Maßnahmen endeten an der Staatsgrenze, teilte Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) laut dpa am Montag mit.

Arbeit an „etwaigen nationalen Höchstgrenzen“ 

„Um Rechtssicherheit sowie eine effektive Überwachung und Kontrolle zu gewährleisten, brauchen wir Einheitlichkeit im Binnenmarkt, keinen Flickenteppich.“ Klöckner will mit Kollegen anderer Länder Druck auf Brüssel machen. Es werde aber auch mit der Arbeit an „etwaigen nationalen Höchstgrenzen“ begonnen, teilte das Ministerium mit.

Mehr zum Thema

Ernährungsministerium und Verbraucherzentralen warnen

Es gibt keine Nahrungsergänzungsmittel zur COVID-19-Prävention!

BfR-Höchstmengenempfehlungen (Teil 1)

Nahrungsergänzungsmittel: Welche, wann und für wen? 

Die Ministerin warnte zudem erneut vor Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, die Schutz vor dem Coronavirus verspricht oder andeutet. Es gebe keine wissenschaftlichen Studien, die eine Wirksamkeit von bestimmten Pflanzen, Vitaminen oder Mineralstoffen gegen das Virus bewiesen, teilte das Ministerium mit.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen