Gesundheit

Noweda will Botendienste für Apotheken übernehmen

Während der Coronakrise gewannen die Botendienste der Apotheke an Aufmerksamkeit. Die Noweda will die Offizinen künftig bei deren Touren unterstützen: Geplant ist, noch in diesem Jahr ein Angebot vorzulegen, um den Apotheken die Organisation des Botendienstes abzunehmen.

Spätestens ab Ende des Jahres sollen alle Apotheken, die von der Noweda beliefert werden, ihre Botendienste an die Apothekergenossenschaft delegieren können. Das verspricht der Großhändler in einer Pressemitteilung von Montag. „Organisation und Kosten eines Botendienstes, der dieses Leistungsversprechen zuverlässig garantiert, bedeuten für viele Apotheken eine große Herausforderung“, heißt es darin. Man wolle seinen Kunden deshalb bundesweit Unterstützung bei dieser Aufgabe anbieten. 

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Die Vorteile für die Apotheken: Sie müssen keine eigenen Botendienststrukturen vorhalten und können das Angebot „völlig flexibel der Nachfrage anpassen“, schreibt Noweda. Einer speziellen Software bedürfe es dafür nicht, die Kommunikation erfolge Browser-basiert. Was die Kosten für die Apotheken betrifft, unterstreicht die Genossenschaft auf Anfrage, man werde den Apotheken ein faires Angebot machen. Konkrete Zahlen wolle man zwar aus wettbewerblichen Gründen nicht nennen. Geplant sei aber, eine monatliche Pauschale abzurufen, plus einen Beitrag für jede Lieferung, der unter dem derzeit noch geltenden Erstattungsbetrag von 5 Euro liege. Für die teilnehmenden Apotheken entstünden „sehr überschaubare Kosten“, weil Noweda auf vorhandene Logistikstrukturen zurückgreifen könne. Die Botendienstvereinbarung kann demnach monatlich gekündigt werden.

Wie die Genossenschaft gegenüber DAZ.online erklärt, soll das Angebot zunächst täglich im Anschluss an die Abendtour zwischen 17 und 21 Uhr zur Verfügung stehen. Bis eine Stunde vor der geplanten Abholung können die Apothekenmitarbeiter laut Noweda noch Aufträge übermitteln. „Die Ausgestaltung wird je nach Noweda-Niederlassung leicht variieren.“

Wer haftet für den Transport?

Die Touren erfolgten durch dieselben Fahrzeuge, die die Apotheken mit Arzneimitteln beliefern. „Der Botendienstservice wird von Unternehmen durchgeführt, mit denen die Noweda auch im Bereich der Apothekenbelieferung seit einem langen Zeitraum gut und vertrauensvoll zusammenarbeitet“, heißt es dazu. Der Fuhrpark der Noweda wird von verschiedenen Subunternehmern gestellt. Stellt sich die Frage, wer letztlich für die Transportbedingungen der Arzneimittel haftet? „Der ausführende Spediteur ist für die korrekte Handhabung und Auslieferung verantwortlich“, schreibt Noweda auf Nachfrage. „Die Apotheke haftet – wie beim hauseigenen Botendienst auch – für die korrekte Verpackung und Beschriftung.“

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