Gesundheit

NRW führt Corona-Testpflicht für Einreisende ein – Massiver Anstieg der Fallzahlen in Brandenburg

Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland fest im Griff: Der bundesweite Lockdown ist in Kraft. Die in Großbritannien aufgetauchte Coronavirus-Variante versetzt Europa derweil in Sorge. Alles Wichtige zur Coronavirus-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Topmeldungen zur Coronavirus-Pandemie am 23. Dezember

  • Spahn will bis zum Sommer alle Deutschen impfen – die wollen (11.47 Uhr)
  • Zahlen verdoppelt: Massiver Anstieg der Corona-Fallzahlen in Brandenburg (11.40 Uhr)
  • "Riesengroßer Hotspot": Altmaier spricht schon von Verlängerung des harten Lockdowns (05.55 Uhr)

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Bestatter wütend: "Wir räumen gerade die Altenheime leer"

Donnerstag 24. Dezember 2020, 07.15 Uhr: Die Corona-Lage in Deutschland ist nach wie vor ernst – besonders in Sachsen wütet das Virus stark. Wegen der vielen Todesopfer gelangen die Krematorien im derzeit besonders heftig von der Pandemie getroffenen Sachsen nach Einschätzung der Bestatter-Innung derweil an ihre Grenzen. "Da sind Kapazitätsgrenzen erreicht", sagte Innungsobermeister Tobias Wenzel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Gegenüber dem Sender "ntv" äußerte Wenzel seinen ganzen Frust über die derzeitige Situation: "Wir, die Bestatter, räumen gerade die Altenheime leer. Das macht mich traurig und wütend zugleich." Wütende Angehörige kämen mit vielen Fragen, die die Bestatter nicht beantworten könnten: "Warum sind die Altenheime nicht auf die zweite Welle vorbereitet? Warum sind die dafür politisch Verantwortlichen noch im Amt? Diese Frage stellen mir die Angehörigen", so Wenzel. Kay Nietfeld/dpa

Wieder mehr als 30.000 Neuinfektionen, 944 Todesfälle, R-Wert sinkt stark

21.42 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Deutschland auf einem hohen Niveau. Von Dienstag auf Mittwoch haben die 16 Bundesländer in Summe 30.304 Neuinfektionen gemeldet (Stand: 23.12., 21,40 Uhr). Insgesamt wurden nach Berechnungen von FOCUS Online 944 neue Todesfälle gemeldet.

Allerdings scheinen einige Bundesländer kurz vor den Weihnachtstagen noch „nachgemeldet“ zu haben: Hamburg etwa meldete tagelang keine neuen Todesfälle, am Mittwoch aber gleich 31. Auch in Hessen und Sachsen waren die Zahlen im ungewöhnlichen Maß höher als ohnehin schon.

Was Mut macht: Der sogenannte R-Wert ist den zweiten Tag in Folge stark gefallen, auf jetzt nur noch 0,83. Das bedeutet, dass ein Corona-Infizierter im Schnitt 0,83 weitere Personen ansteckt. Der R-Wert ist einer von mehreren wichtigen Indikatoren, um den Verlauf der Pandemie einschätzen zu können.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 221.845 (+4391), 4330 Todesfälle (+64)
  • Bayern: 296.854 (+3955), 5821 Todesfälle (+157)
  • Berlin: 91.127 (+1504), 1105 Todesfälle (+39)
  • Brandenburg: 38.897 (+1580), 856 Todesfälle (+49)
  • Bremen: 13.022 (+249), 177 Todesfälle (+2)
  • Hamburg: 33.874 (+562), 483 Todesfälle (+31)
  • Hessen: 125.049 (+2411), 2296 Todesfälle (+96)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 10.536 (+322), 134 Todesfälle (+7)
  • Niedersachsen: 98.171 (+1606), 1731 Todesfälle (+38)
  • Nordrhein-Westfalen: 362.419 (+5130), 5607 Todesfälle (+182)
  • Rheinland-Pfalz: 66.722 (+1272), 1198 Todesfälle (+61)
  • Saarland: 18.872 (+369), 421 Todesfälle (+10)
  • Sachsen: 115.864 (+3872), 2547 Todesfälle (+154)
  • Sachsen-Anhalt: 25.342 (+970), 480 Todesfälle (+21)
  • Schleswig-Holstein: 22.546 (+722), 352 Todesfälle (+4)
  • Thüringen: 34.917 (+1300), 757 Todesfälle (+29)

Gesamt (Stand 23.12., 21.40 Uhr): 1.576.057 (+30.304), 28.452 Todesfälle (+944)

Vortag (Stand 22.12., 20.45 Uhr): 1.545.753 (+22.633), 27.508 Todesfälle (+956)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund ca. 1.160.100 (+23.400)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 387.505 (Vortag: 381.545)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 23.12.): 0,83 (Vortag: 0,93)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5.214 (+9)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2804 (+78)

Polizei verbietet geplante große „Querdenken“-Demo in Berlin

19.23 Uhr: Die für den 30. Dezember in Berlin geplante „Querdenken“-Demonstration gegen staatliche Beschränkungen in der Corona-Krise wird verboten. Angesichts der Pandemiesituation würde eine Versammlung zur unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung führen, teilte die Berliner Polizei am Mittwochabend mit. Für die Kundgebung hatten die Kritiker der Corona-Politik 22.500 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni angemeldet.

Ursprünglich war die Demonstration unter dem Motto „Willkommen 2021 – das Jahr der Freiheit und des Friedens“ an Silvester geplant. Wegen des allgemeinen Versammlungsverbots hatten die Organisatoren die Demonstration um einen Tag vorverlegt. dpa/Fabian Sommer/dpa Querdenken-Demo gegen die Corona-Einschränkungen in Berlin Ende November. Eine am 30. Dezember geplante Demo ist verboten worden.

Die öffentliche Sicherheit umfasse den Schutz zentraler Rechtsgüter wie Leben, Gesundheit, Freiheit, Ehre und Eigentum des Einzelnen sowie die Unversehrtheit der Rechtsordnung und die staatlichen Einrichtungen und Veranstaltungen, teilte die Polizei weiter mit. In Berlin ist die Corona-Infektionslage weiter kritisch, die Kurve flacht trotz des Lockdowns nicht ab.

Der Initiator der Stuttgarter Initiative „Querdenken“, Michael Ballweg, kündigte für Donnerstag eine Stellungnahme zu der neuerlichen Verbotsverfügung an. Bei der großen „Querdenken“-Demonstration am 29. August hatten sich viele Teilnehmer nicht an die Abstandsregel gehalten. Am 18. November war eine ähnliche Demonstration von der Polizei mit Hilfe von Wasserwerfern aufgelöst worden, weil fast niemand einen Mund-Nasen-Schutz trug.

Coronavirus-Mutation aus Südafrika nun auch in Großbritannien entdeckt

17.13 Uhr: Eine in Südafrika entdeckte Variante des Coronavirus ist nun auch in Großbritannien entdeckt worden. Bislang seien zwei solcher Fälle nachgewiesen worden, erklärte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch. Als erste Reaktion hat die britische Regierung Reisebeschränkungen nach Südafrika angeordnet und eine verpflichtende Quarantäne für Flugreisende, die in den letzten beiden Wochen von dort nach Großbritannien gekommen waren.

Die neue Mutation soll einige Eigenschaften mit der in Großbritannien kursierenden neuen Variante des Coronavirus teilen. Beide Versionen sollen etwa ansteckender sein als das ursprüngliche Virus. Das stehe aber noch nicht abschließend fest, hieß es in einer Erklärung des Gesundheitsministeriums.

In Südafrika hatte sich die Virus-Variante mit dem Namen N501Y zuletzt rasend schnell verbreitet. Die zwei in Großbritannien nachgewiesenen Fälle hatten beide vor kurzem erst Südafrika besucht.

Virologen: Neuer Virus-Typ bisher nicht in Deutschland nachgewiesen

15.48 Uhr: In Deutschland ist bisher noch kein bestätigter Fall einer Infektion mit der in Großbritannien zirkulierenden Coronavirus-Variante entdeckt worden. Es seien im Konsiliarlabor für Coronaviren in Berlin bislang 834 Genomsequenzen aus allen Teilen Deutschlands untersucht worden, teilte der Vorstand der Deutschen Virologischen Gesellschaft am Mittwoch mit. In verschiedenen virologischen Laboren in Deutschland seien darüber hinaus mehr als 1400 Genomsequenzen und über 500 Teilsequenzen untersucht worden. Die neue Variante habe nicht nachgewiesen werden können. Dennoch gehen Experten davon aus, dass die Virus-Variante Deutschland schon erreicht haben dürfte – wenn auch unerkannt.

Die Virologen wiesen darauf hin, dass die Untersuchungsergebnisse derzeit nur eine Momentaufnahme darstellten. Die Sequenzierung gesamter Virusgenome und die bioinformatische Auswertung seien zeitaufwendige Prozesse, so dass aktuelle Geschehnisse nur unzureichend erfasst werden könnten.

Es werde gegenwärtig mit Hochdruck an der Entwicklung von PCR-Verfahren zum spezifischen Nachweis der neuen Sars-CoV-2-Variante gearbeitet. Nach einer vorläufigen Risikoeinschätzung des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) weise die neue Variante möglicherweise eine um bis zu 70 Prozent höhere Übertragungsrate als bisher zirkulierende Sars-CoV-2-Varianten auf, teilte die GfV mit. Diese Schätzung müsse jedoch in weiteren Untersuchungen überprüft werden.

Präsident der Intensivmediziner befürchtet Infektionsdynamik nach Weihnachten

14.08 Uhr: Der Präsident des Intensivmediziner Verbands (DIVI), Prof. Dr Uwe Janssen, blickt mit „mehr als gemischten Gefühlen“ auf Weihnachten und äußerte im heutigen RTL/ntv-Interview seine Sorge, dass die Kontakte zu den Festtagen nicht ausreichend minimiert würden: „Trotz aller Aufforderungen und trotz aller Appelle an die Bevölkerung befürchten wir schon, dass genau das nicht gemacht wird, wozu wir die Leute halt bitten“. dpa/Kay Nietfeld/dpabild Uwe Janssens, Präsident der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin).

Der DIVI-Präsident unterstreicht „dass es natürlich sehr anstrengend wird und in einigen Teile Deutschlands man schon an die Belastungsgrenze angelangt ist“. Es sei eine „sehr traurige Botschaft“, dass in einigen Bereichen Deutschlands Krematorien schon überfüllt seien. Janssen kritisiert dass die Situation vorhersehbar gewesen sei: „Das ist Ergebnis von wochenlangen Zaudern und Zögern, was die Einschränkung betrifft. Das muss man auch mal in aller Deutlichkeit sagen.“ In Folge „werden wir jetzt morgen und übermorgen und bis in die nächste Woche hinein mit diesen Infektionszahlen zu kämpfen haben.“

Zu den positiven Effekten des Lockdowns äußerte sich der DIVI-Präsident wie folgt: „Frühestens in den ersten zwei Wochen des Jahres kommt es zu einem Abfall.“ Einschränkend ergänzte er jedoch „das natürlich als Folge der Weihnachtsfeierlichkeiten, dann wieder 10/14 Tage später das Infektionsgeschehen eine Dynamik nach oben zeigt und das wird uns in den Januar hinein begleiten.“

NRW führt grundsätzliche Corona-Testpflicht für Einreisende ein

12.21 Uhr: Nordrhein-Westfalen will ab sofort eine grundsätzliche Corona-Testpflicht für Einreisende einführen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an. Da die bisherige Messlatte für Risikogebiete bei über 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner sei, sei "fast jedes Land des Erdballs" von der Neuregelung betroffen, sagte Laumann. Die Testpflicht werde für Ein- und Rückreisen per Flugzeug, Auto und andere Verkehrsmittel gelten.

Es gebe zwar auch zwingend nötige Reisen, für andere habe er derzeit aber kein Verständnis, betonte der Minister. Er halte es für angemessen, Ein – und Rückreisenden jetzt solche Schnelltest aufzuerlegen. Unter anderem sollten Flughäfen Angebote für Schnelltests bereit halten.

Am Dienstag hatte bereits Bayern eine solche Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten beschlossen. Sie gilt ab Mittwoch.

Zahlen verdoppelt: Massiver Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen in Brandenburg

11.40 Uhr: Traurige Corona-Rekorde auch in Brandenburg: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat sich in den letzten 24 Stunden mehr als verdoppelt – von 774 auf 1.580. Zudem starben in Brandenburg in demselben Zeitraum 49 Personen mit oder am Corona-Virus. Zwei traurige Höchstwerte für das kleine Bundesland. Das geht aus einer Mitteilung des Brandenburger Gesundheitsministerium vom Mittwoch hervor.

Insgesamt stieg die Zahl der Corona-Fälle in Brandenburg am Mittwoch auf 38.897. Aktuell werden 1.078 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt. 191 von ihnen müssen intensivmedizinisch versorgt werden, davon werden 126 beatmet.

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist mit einer 7-Tage-Inzidenz von 598,9 der bundesweit am zweitstärksten betroffene Landkreis nach Bautzen (602,2).

SPD-Vize Kühnert: Von Lockdown-Ende „Lichtjahre entfernt“

9.41 Uhr: Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert hält ein Ende des harten Lockdowns nach dem 10. Januar angesichts der weiter hohen Infektionszahlen für unrealistisch. „Mir fehlt ehrlich gesagt die Fantasie, wie sie jetzt ausgerechnet über die Feiertage sonderlich viel niedriger werden sollten. Insofern spricht viel dafür, dass uns diese Phase noch eine Weile begleiten wird“, sagte Kühnert in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv. 

Ob es längere Maßnahmen brauche, sei „keine Sache des Auswürfelns der Politik“, sondern es gebe mit der angepeilten Inzidenz von weniger als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in 7 Tagen ein Kriterium. „Und davon sind wir Lichtjahre entfernt im Moment.“

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RKI meldet neues Rekordhoch bei Coronavirus-Toten in Deutschland – 962 Verstorbene

06.10 Uhr: Die Zahl der täglich verzeichneten Todesfälle durch die Corona-Pandemie in Deutschland hat ein neues Rekordhoch erreicht. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 962 neue Todesfälle registriert. Dies ist etwas höher als der bisherige Rekord. Er lag bei 952 Verstorbenen und war vor einer Woche vom RKI bekanntgegeben worden.

Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg nach den jüngsten RKI-Angaben auf 27.968. Die Zahl der verzeichneten Neuinfektionen innerhalb eines Tages betrug 24.740. Dies sind rund 3000 weniger als vor einer Woche. Insgesamt wurden den Angaben zufolge mittlerweile 1.554.920 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland verzeichnet. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 1.160.100.

"Riesengroßer Hotspot": Altmaier spricht schon von Verlängerung des harten Lockdowns

Mittwoch, 23. Dezember, 05.55 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat in der Corona-Krise eine Verlängerung des harten Lockdowns über den 10. Januar hinaus angedeutet. "Solange ganz Deutschland ein riesengroßer Hotspot ist, verbieten sich Lockerungen praktisch von selbst", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Altmaier sprach sich außerdem für einen Strategiewechsel im Kampf gegen das Virus aus. dpa/Michael Kappeler/dpa Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Der harte Lockdown ist bisher bis zum 10. Januar befristet – Ziel ist das weitgehende Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland. Dazu gehört auch die Schließung vieler Geschäfte. Am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Altmaier sagte: "Ich wünsche mir, dass wir aus den letzten Monaten eine Lehre ziehen – nämlich, dass wir die Maßnahmen, die wir ergreifen, mehr von objektiven Gegebenheiten und weniger von ad-hoc-Entscheidungen abhängig machen." Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, dass in einer Stadt oder in einem Kreis gehandelt werden müsse, wenn die Inzidenz über einem Wert von 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liege.

"Was wir aber noch nicht beschlossen haben, sind klare Richtlinien was geschieht, wenn die Inzidenz in einem ganzen Bundesland oder in ganz Deutschland über 50, 100, 150 oder über 200 ist", sagte Altmaier. "Es macht Sinn, wenn man rechtzeitig festlegt, was zu geschehen hat, wenn Schwellenwerte überschritten werden – nicht nur in einzelnen Landkreisen, sondern in ganzen Bundesländern oder bundesweit." Dann könne sich jeder darauf einstellen, die Menschen und die Unternehmen. Denn eine der schlimmsten Nebenwirkungen der Pandemie sei die ständige Ungewissheit.

"Unser Alltag wird wohl noch zwei bis drei Monate eingeschränkt sein. Ab Frühsommer wird sich unser privates gesellschaftliches Leben normalisieren", sagte Altmaier mit Blick auf den bevorstehenden Beginn der Impfungen. "Wir werden zwar noch bis zum nächsten Winter oder darüber hinaus bei bestimmten Gelegenheiten eine Maske tragen müssen. Und es wird noch lange dauern, bis wir Großveranstaltungen, wie wir sie früher kannten, wieder verantworten können. Trotzdem wird das Leben der meisten Menschen ab Frühsommer wieder entspannter."

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 217.454 (+3000), 4266 Todesfälle (+166)
  • Bayern: 292.899 (+2881), 5821 Todesfälle (+127)
  • Berlin: 89.534 (+1504), 1066 Todesfälle (+42)
  • Brandenburg: 37.317 (+1579), 807 Todesfälle (+54)
  • Bremen: 12.773 (+122), 175 Todesfälle (+3)
  • Hamburg: 33.312 (+582), 452 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 122.638 (+676), 2200 Todesfälle (+53)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 10.214 (+307), 127 Todesfälle (+6)
  • Niedersachsen: 96.565 (+1185), 1693 Todesfälle (+36)
  • Nordrhein-Westfalen: 357.289 (+4581), 5425 Todesfälle (+180)
  • Rheinland-Pfalz: 65.450 (+835), 1137 Todesfälle (+47)
  • Saarland: 18.503 (+242), 411 Todesfälle (+16)
  • Sachsen: 111.992 (+2763), 2393 Todesfälle (+107)
  • Sachsen-Anhalt: 24.372 (+733), 459 Todesfälle (+59)
  • Schleswig-Holstein: 21.824 (+776), 348 Todesfälle (+15)
  • Thüringen: 33.617 (+869), 728 Todesfälle (+45)

Gesamt (Stand 22.12., 20.45 Uhr): 1.545.753 (+22.633), 27.508 Todesfälle (+956)

Vortag (Stand 21.12., 21.00 Uhr): 1.523.120 (+20.998), 26.552 Todesfälle (+500)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund ca. 1.136.700 (+21.300)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 381.545 (Vortag: 381.168 )

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 21.12.): 1,05 (Vortag: 1,05)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5.205 (+53)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2726 (+35)

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Impfung finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online 

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