Gesundheit

Pharmahändler Phoenix: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix Group präsentiert für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahrs eine gemischte Bilanz: Zwar legte der Umsatz um mehr als 7 Prozent auf 22,5 Milliarden Euro zu. Auch das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis fiel höher aus als in der Vorjahresperiode. Rechnet man die belastenden Einmaleffekte allerdings mit ein, machte der Konzern weniger Gewinn als in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres.

Wie der Pharmagroßhändler Phoenix mitteilt, stieg der Umsatz des Unternehmens in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2021/2022 (zum 31. Januar 2022) gegenüber der Vorjahreszeit um 7,2 Prozent auf 22,5 Milliarden Euro. Zudem stieg das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITDA) den Angaben zufolge um 32,2 Millionen Euro beziehungsweise 6,9 Prozent auf 496,3 Millionen Euro.

Diese Einmaleffekte umfassten zum einen Erträge aus der gestiegenen Apothekenvergütung in Höhe von 10,9 Millionen Euro im Zusammenhang mit COVID-19 in den ersten neun Monaten des Vorjahrs. Dieser Betrag fehlte im laufenden Jahr. Zudem belasteten in der aktuellen Berichtsperiode „Aufwendungen aus der Vorratsbewertung“ mit minus 34,9 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren verringerte sich das aktuelle EBITDA um 2,9 Prozent auf 461,4 Millionen Euro, während das Ergebnis vor Steuern mit 194,8 Millionen Euro sogar 13 Prozent niedriger als in der Vorjahresperiode ausfiel.

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Darüber hinaus konnte der Konzern seine Schuldenlast deutlich verringern. Diese betrug zuletzt 2,0 Milliarden Euro gegenüber 2,4 Milliarden Euro am 31. Oktober des Vorjahrs.

„Auf die Performance der vergangenen neun Monate sind wir stolz“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Phoenix Pharma SE, Sven Seidel, laut der Unternehmensmitteilung. Es werde deutlich, dass sich der eingeschlagene Weg auszahle. „Die positive Entwicklung unserer Kennzahlen über mehrere Quartale hinweg lässt uns mit Zuversicht auf das Gesamtjahr 2021/22 wie auch darüber hinaus blicken“, so der Phoenix-Chef.

Umsatzanstieg erwartet

Für das Gesamtjahr 2021/22 geht der Pharmagroßhändler von einem Umsatzanstieg leicht über dem Niveau der europäischen Pharmamärkte aus. Bereinigt um wesentliche Einmaleffekte erwartet das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern leicht über dem Wert des Vorjahrs. Zudem wird bei der Eigenkapitalquote eine leichte Zunahme prognostiziert.

Auf strategischer Ebene verfolgt der Konzern eine Ausweitung seiner Marktposition in Europa durch organisches Wachstum wie auch durch Akquisitionen. Bereits im vergangenen Juli hatte Phoenix bekanntgegeben, Teile von McKessons europäischen Geschäftsaktivitäten übernehmen zu wollen. Die Vereinbarung umfasst unter anderem die McKesson Europe-Präsenzen in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Portugal und Slowenien sowie die Stuttgarter Europazentrale und die deutsche recucare GmbH. Noch stehe die Transaktion unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.

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