Gesundheit

Rechnungshof zerlegt Spahn-Plan zur Digital-Patientenakte – Schuld haben aber andere

Der Bundesrechnungshof zweifelt einem Zeitungsbericht zufolge am Erfolg der Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Einführung der elektronischen Patientenakte. Spahn habe angekündigt, dass spätestens in zwei Jahren jeder gesetzlich Versicherte seine Patientenakte digital auf dem Handy lesen könne.

Der Bundesrechnungshof warnt nun laut "Bild"-Zeitung (Freitag) vor neuen Verzögerungen und Kostensteigerungen.

Denn noch immer hätten Lobby-Verbände bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens zu viel Macht, könnten sich gegenseitig blockieren. Das "Controlling" durch das Ministerium sei nicht ausreichend. Das gehe aus einem Prüfbericht des Rechnungshofes hervor, der der Zeitung vorliegt.

Ob Spahn bei der Patientenakte seine Ziele erreiche, "bleibt derzeit noch offen", schreibe die Behörde. Schließlich habe es sich zuvor nicht bewährt, die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte "den Spitzenorganisationen zu übertragen". Die flächendeckende Einführung sei ab 1996 für das Jahr 2006 geplant und bis heute nicht erreicht worden. Die Kosten lägen bei mehr als 600 Millionen Euro ohne "konkreten Mehrwert" für die Patienten.

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