Gesundheit

Sind die Apotheken bereit für eine weitere Aufgabe in der Pandemie?

Um die Coronapandemie endlich zu bewältigen, gilt vor allem eines: impfen, impfen, impfen – 30 Millionen Dosen könnten bis Weihnachten nachgefragt sein. Davon gehen Bund und Länder aus. Sie wollen daher den Kreis der zur Durchführung von Impfungen Berechtigten erweitern – unter anderem um Apotheker:innen. Doch was halten die Apothekenleiter:innen und ihre Teams davon? Das will die ABDA in einer Blitzumfrage herausfinden.

Die Regierungschefs- und -chefinnen der Länder haben es nach einer Videoschaltkonferenz mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) am gestrigen Donnerstag beschlossen: Der Bund trägt dafür Sorge, dass mehr Berufsgruppen impfen. Kurzfristig soll dies per Delegation erfolgen: Ärztinnen und Ärzten sollen zum Beispiel an Apotheker:innen und Pflegefachkräfte Impfungen in Altenheimen delegieren dürfen. Darüber hinaus soll eine gesetzliche Änderung den Kreis der Berechtigten, die in der Corona-Pandemie Impfungen durchführen können, ausweiten. Hierfür hatten die künftigen Ampelkoalitionäre sogar schon kurz vor dem Bund-Länder-Beschluss eine Formulierungshilfe vorgelegt. Weder hier noch dort ist übrigens vorgesehen, zwischen Erst- / Zweitimpfung und Booster-Impfung zu unterscheiden.

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Auch ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening ist überzeugt: „Die Impfung ist und bleibt das wichtigste Instrument bei der Bewältigung der Pandemie“. In einem Statement zum gestrigen Beschluss der Länderchefs- und -chefinnen erklärte sie: „Die Apotheken übernehmen dabei – wie von der Politik gewünscht – eine weitere Rolle in der Pandemiebekämpfung – neben der Versorgung mit Impfstoffen, dem Bürgertesten und den Impfzertifikaten – und stehen für das Übernehmen von COVID-19-Impfungen bereit. Nun komme es auf das schnelle, aber auch genaue Ausarbeiten des rechtlichen und fachlichen Rahmens an – dabei werde sich die ABDA gerne beteiligen. Tatsächlich hatte die ABDA-Präsidentin schon am vergangenen Mittwoch bei der Kammerversammlung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, deren Präsidentin sie ebenfalls ist, berichtet, schon Vorarbeit geleistet zu haben. „Wir haben das nötige Kompakt-Schulungsprogramm bereits vergangene Woche auf den Weg gebracht“, sagte sie.

Statt delegieren besser loslegen

Die ABDA-Präsidentin betont ferner, dass „nicht alle, aber viele Apotheken“ schnell in der Lage sein werden zu impfen. Von der Delegation des Impfens von Ärztinnen und Ärzten auf Apothekerinnen und Apotheker verspricht sie sich allerdings keine wesentlichen Effekte. „Wirkungsvoller könnte es sein, wenn beide Heilberufe in dieser Notlage so viel wie möglich impfen und nicht der oder die eine dem oder der anderen diese Aufgabe überlässt.“

Aber was denken eigentlich die Apothekenleiter:innen und -teams? Das hat die DAZ schon im vergangenen Sommer ihre Leser:innen gefragt – rund die Hälfte der Teilnehmer:innen zeigte sich seinerzeit offen. Wie sieht es jetzt aus, wo es wirklich ernst wird? Das will nun die ABDA in einer Blitzumfrage erfahren. Noch bis zum 7. Dezember können Sie unter diesem Link teilnehmen. Es handelt sich um sechs Fragen, die innerhalb kürzester Zeit beantwortet werden können.

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