Gesundheit

So viel verdienen Apothekenmitarbeiter künftig mehr

Die Apothekengewerkschaft Adexa und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken haben sich auf einen neuen Gehaltstarifvertrag für Apothekenmitarbeiter:innen geeinigt. Die Mitgliederversammlung des ADA hat diesem am 5. Januar zugestimmt. So dürfen sich Apothekenmitarbeiter:innen 2022 über ein Gehaltsplus von 200 Euro, PKA sogar über 225 Euro freuen – rückwirkend zum 1. Januar. 2023 wird dann noch einmal erhöht.

Die Apothekengewerkschaft Adexa und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) haben sich auf einen neuen Gehaltstarifvertrag geeinigt. Die Verhandlungen über den neuen Gehaltstarifvertrag seien geprägt gewesen von den politischen Aussagen und Planungen der neuen Bundesregierung, den Mindestlohn umgehend auf 12,00 Euro anzuheben, so der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt in einer Rundmail an seine Mitglieder vom heutigen Tag. Auch, wenn der genaue Zeitpunkt des Inkrafttretens des Mindestlohns noch nicht bekannt sei. Eine gemeinsame Pressemitteilung der Apothekengewerkschaft Adexa und des Arbeitgeberverbandes ADA steht noch aus.

PKA-Berufseinsteiger bislang unter der Mindestlohngrenze von 12 Euro

Im bisher geltenden Gehaltstarifvertrag lagen die ersten drei Berufsjahresgruppen der PKA unterhalb des Mindestlohns von 12 Euro. „Um ein Gehalt der PKA zu erreichen, dass wenigstens knapp oberhalb des Mindestlohns liege, wurde für alle Berufsjahresgruppen der PKA eine Gehaltserhöhung zum 01.01.2022 von 225 Euro vereinbart“, heißt es seitens des Verbandes.

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Personalmangel: Gehälter müssen endlich höher werden

Die Anhebung der PKA-Gehälter habe auch eine entsprechende Anpassung der Gehälter der weiteren Berufsgruppen erforderlich gemacht, so der LAV Sachsen-Anhalt. Dies sei insbesondere aus Gründen des überall spürbar wahrnehmbaren und zunehmenden Fachkräftemangels erforderlich, aber auch, um das Gehaltsgefüge beizubehalten. Es wurde deshalb für alle weiteren Berufs- und Berufsjahresgruppen eine einheitliche Erhöhung von 200 Euro zum 1. Januar 2022 vereinbart. Zum 1. Januar 2023 folgt eine weitere Erhöhung.

Apotheker:innen erhalten bislang im ersten Berufsjahr 3.582 Euro brutto, seit dem 1. Januar 2022 sind es nun 3.782 Euro im Monat, ab dem 1. Januar 2023 liegt das Bruttogehalt für Berufseinsteiger dann bei 3.895 Euro. Ab dem 11. Berufsjahr steigt der Tariflohn der Approbierten von 4.343 Euro auf dann etwa 4.543 Euro und ab 1. Januar 2023 auf 4.679 Euro.

Auszug aus der neuen Gehaltstabelle für Apotheker:innen*

 

*Dieser Tarif tritt mit Wirkung vom 01.01.2022 in Kraft

Apothekerassistent:innen bis zum 14. Berufsjahr erhalten bislang 2.932 Euro brutto. Ab dem 1. Januar 2022 werden es 3.132 Euro im Monat sein, ab dem 1. Januar 2023 dann 3.226 Euro. Pharmazie-Ingenieure und Dipl. Pharmazie-Ingenieur:innen erhalten bislang ab dem 15. Berufsjahr 3.102 Euro. Ab dem 1. Januar 2022 erhalten sie 3.302 Euro, ab 2023 dann 3.401 Euro.

Pharmazeut:innen im Praktikum erhalten während ihrer Ausbildungszeit in öffentlichen Apotheken eine Ausbildungsvergütung von 947 Euro, 2022 sind es dann 1.010 Euro und ab 2023 1.040 Euro.

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