Gesundheit

Studien-Irrtum: Ergebnisse zu Corona-Ansteckung durch Kinder müssen revidiert werden

Waren die Ergebnisse nun richtig oder nicht? Neuen Erkenntnissen zufolge müssen die Resultate einer südkoreanischen Studie zur Verbreitung des Coronavirus revidiert oder zumindest relativiert werden. Es ist nicht der erste Fall dieser Art seit dem Pandemiebeginn.

Eine Studie aus dem Juli 2020 ergab, dass Kinder in den Altersstufen zwischen 10 und 19 Jahren das Coronavirus häufiger verbreiten als Erwachsene. Diese Ergebnisse sorgten für ein Aufflammen der Diskussionen um die Risiken bei Wiedereröffnungen von Schulen.

Doch zusätzliche Daten der Studie, die jetzt veröffentlicht wurden, stellen diese nun in Frage, wie die Forscher aus Südkorea erklären, denn es sei nicht ganz klar, wer wen infiziert hat. Genauer gesagt seien einige Mitglieder des gleichen Haushalts, in dem infizierte Kinder lebten, zeitgleich dem Virus ausgesetzt gewesen wie der Nachwuchs. Dementsprechend sei nicht auszuschließen, dass die Ansteckung durch gemeinsame Kontakte und nicht über die Kinder selbst erfolgte.

Corona: Südkoreanische Forscher mussten bereits eine Studie revidieren

Es ist nicht die erste Studie aus Südkorea zur Verbreitung des Coronavirus, die nachträglich revidiert werden muss. Im Mai 2020 waren Studienergebnisse fälschlicherweise so interpretiert worden, dass von COVID-19 genesene Menschen sich erneut anstecken können. Dem war aber nicht so. Der Grund für den Irrtum war ein Messfehler.

Nun also der nächste Fall, dem Dr. Alasdair Munro von der Universitätsklinik Southampton in Großbritannien aber auch etwas Positives abgewinnen kann. "Der wichtigste Punkt des Papiers ist, dass es die Sorgfalt verdeutlicht, mit der wir einzelne Studien interpretieren müssen, insbesondere die Übertragung eines Virus, bei dem wir wissen, dass die Dynamik komplex ist", sagte er zur "New York Times".

Corona: Biostatistikerin warnt vor Falsch-Interpretation

Insgesamt konnte bei der neueren Studie nur ein einziger Fall zweifelsfrei dokumentiert werden, bei dem ein 16-jähriges Mädchen ihre 14-jährige Schwester angesteckt hatte. Die verbleibenden 40 infizierten Kontakte der älteren Kinder konnten alle durch eine gemeinsame Virus-Exposition erklärt werden.

Der neue Bericht lege nahe, dass ältere Kinder zumindest wahrscheinlich nicht häufiger übertragen als Erwachsene, interpretiert Dr. Natalie Dean, Biostatistikerin an der Universität von Florida. Eine entgegengesetzte Interpretation, wonach Kinder weniger oder gar nicht übertragen, sei aber falsch.

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