Gesundheit

Union will volles Stadion zum Liga-Start – und zahlt dafür allen Fans den Corona-Test

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem. Mehr als 12 Millionen Menschen haben sich bislang mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 198.245 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Union will volles Stadion zum Liga-Start – und zahlt dafür allen Fans den Corona-Test

19.34 Uhr: Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin strebt zum Start der neuen Saison trotz der Coronavirus-Pandemie ein volles Stadion an. Wie der Club am Freitag mitteilte, soll es "spätestens ab dem 1. Spieltag der Saison 2020/21" eine "Vollauslastung" geben. Erreicht werden soll dieses ehrgeizige Ziel mit Hilfe von Coronatests für alle 22 012 Karteninhaber sowie alle Anwesenden vor Ort. "Zugang zum Stadion erhält man dann mit einer gültigen Eintrittskarte und einem negativen Testergebnis, das zum Zeitpunkt der Stadionschließung nicht älter als 24 Stunden sein darf", hieß es in der Mitteilung.

"Unser Stadionerlebnis funktioniert nicht mit Abstand, und wenn wir nicht singen und schreien dürfen, dann ist es nicht Union. Gleichzeitig steht die Sicherheit unserer Besucher und Mitarbeiter im Mittelpunkt unserer Überlegungen", sagte Club-Präsident Dirk Zingler in der Mitteilung. "Wir wollen bestmöglich gewährleisten, dass sich in unserem ausverkauften Stadion niemand infiziert – das gilt für Unioner und gleichermaßen auch für Gästefans."

Ein solches Konzept umzusetzen, sei "eine enorme organisatorische und wirtschaftliche Herausforderung, der wir uns gerne und mit aller Kraft stellen", betonte Zingler und kündigte an, dass der Verein die Kosten für dieses Vorhaben selbst tragen will.

Aktuell werden verschiedene Möglichkeiten ausgelotet, die in ausreichender Menge zur Verfügung stehenden Testkapazitäten binnen 24 Stunden einsetzen zu können. Sobald die Rahmenbedingungen konkreter werden, will Union das Konzept den Behörden vorstellen. Zu überwinden gibt es sehr viele Hürden, so sind in der Hauptstadt aktuell noch bis 24. Oktober Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt. Der Start der neuen Bundesliga-Saison ist für den 18. September geplant.

Hersteller: Remdesivir senkt Sterberisiko bei Corona

16.55 Uhr: Es sind fantastische Zahlen, die der Hersteller des Medikament Remdesivir vermeldet. Das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf von Covid-19 soll durch das Mittel deutlich vermindert werden. Eine neue Analyse würde eine Senkung des relativen Sterberisikos um 62 Prozent zeigen, wie das US-Pharmaunternehmen Gilead am Freitag bekanntgab. Remdesivir ist das einzige in der EU zugelassene Medikament zur spezifischen Behandlung von Covid-19.

Demnach lag bei der Standardtherapie an Tag 14 nach Behandlungsbeginn die Sterblichkeit von schwer an Covid-19 erkrankten Patienten bei 12,5 Prozent. Wurden Patienten zusätzlich mit Remdesivir behandelt, starben nur 7,6 Prozent. Unter Berücksichtigung dieser Zahlen und anderer patientenbezogener Faktoren kommt Gilead dann auf das um 62 Prozent gesenkte Sterberisiko durch das Medikament.

Experte sieht Zahlen kritisch

Ein unabhängiger Experte rät aber zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten. Zwar weise die Untersuchung auf eine gute Wirksamkeit des Mittels hin, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings seien bei der Analyse zwei Gruppen verglichen worden, die man nach geltenden Standards eigentlich nicht vergleichen dürfe.

So stehen auf der einen Seite 312 Patienten aus einer speziellen Studie, die mit Remdesivir behandelt wurden. In der zweiten Gruppe sind 818 Patienten, die unabhängig von dieser speziellen Studie als sogenannte historische Vergleichsgruppe eine Standardtherapie erhalten hatten. Es sei völlig unklar, ob diese beiden Gruppen ähnliche Grundvoraussetzungen bezüglich Alter, Gesundheit, Begleiterkrankungen, Ethnie und anderen Risikofaktoren gehabt hätten, sagt Janssens. Um die Ergebnisse zu prüfen, sei eine sogenannte prospektiv randomisierte klinische Studie nötig, in der völlig zufällig Patienten in eine der beiden Gruppen eingeteilt werden. Darauf weist auch Gilead selbst hin.

Remdesivir wurde erst vor einer Woche von der EU-Kommission zugelassen, weil es die Genesungszeit im Schnitt von 15 auf 11 Tage verringert. Ausreichende Daten zu einem verminderten Sterberisiko lagen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht vor. Die USA haben sich zwar einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge des Mittels gesichert. Deutschland hat sich nach Auskunft des Gesundheitsministeriums aber frühzeitig Remdesivir-Vorräte gesichert.

Corona-Epidemie: Urlauber-Familie muss Sylt verlassen

15.39 Uhr: Wegen eines Corona-Falls in ihrer Mitte hat eine Urlauber-Familie Sylt verlassen müssen. Wie die Kreisverwaltung am Freitag mitteilte, war dem Gesundheitsamt am Vortag das positive Testergebnis gemeldet worden. "Die Insel ist momentan voller Touristen – dementsprechend war Eile geboten", sagte die Leiterin des amtsärztlichen Dienstes des Kreis-Gesundheitsamtes, Heike Dorothea Hill. In den frühen Morgenstunden sei die Familie mit ihrem Auto abgereist. Das Gesundheitsamt gehe davon aus, dass sich die Person bereits vor ihrer Anreise außerhalb von Nordfriesland angesteckt hat.

Die infizierte Person erhielt eine Quarantäneanweisung bis zur Abreise. Das Kreis-Gesundheitsamt ermittelte darüber hinaus eine Kontaktperson, die umgehend in Quarantäne geschickt wurde. Weitere enge Kontaktpersonen gebe es nicht.

TOP-NEWS: Mehr Neuinfektionen: Lettland nimmt Corona-Lockerungen zurück

15.18 Uhr: Lettlands Regierung hat wegen steigender Corona-Zahlen bereits aufgehobene Einschränkungen wieder eingeführt. Zur Verringerung der Ausbreitung des Coronavirus ordnete das Kabinett in Riga am Freitag neue Vorgaben für Gastronomiebetriebe zum 11. Juli an. In Restaurants und Bars dürfen Gäste im Inneren maximal zu viert an einem Tisch sitzen, im Freien liegt die Grenze bei acht Personen. Ebenso wie Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen dürfen sie zudem nur noch bis Mitternacht statt bislang 2.00 Uhr geöffnet haben. 

Mit den Beschränkungen solle ein größerer Corona-Ausbruch rechtzeitig verhindert werden, sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins nach der Regierungssitzung. In Lettland habe es eine längere Zeitspanne mit wenigen Neuinfektionen gegeben. In den vergangenen vier Tagen sei aber eine stärkere Zunahme neuer Fälle festgestellt worden.

TOP-NEWS: "Hat viele Fehler gemacht": Trump ätzt gegen seinen Top-Virologen

11.37 Uhr: Dass die USA mit momentan täglich um die 60.000 nachgewiesenen Neuinfektionen hohe Anstiege verzeichnen, führt der US-Top-Virologe Fauci auch auf die Zerstrittenheit der amerikanischen Politik zurück: "Ich denke, man muss davon ausgehen, dass es ohne eine solche Spaltung einen koordinierteren Ansatz geben würde". Einigen Politikern in den Vereinigten Staaten, allen voran Präsident Donald Trump und einigen Gouverneuren, wurde mehrfach vorgeworfen, in der Pandemie Entscheidungen unter politischen und nicht gesundheitlichen Gesichtspunkten zu treffen. Alex Brandon/AP/dpa Fauci bei der Pressekonferenz

Trump kritisierte den Immunologen unterdessen am Donnerstagabend: "Fauci ist ein netter Mann, aber er hat viele Fehler gemacht", sagte er im Interview mit einem seiner Lieblings-Fernsehmoderatoren, Sean Hannity, auf dem Sender Fox. Die Experten hätten bei vielen Dingen Fehler gemacht. Trump drängt seit Monaten auf eine schnelle Wiedereröffnung der Wirtschaft. Eine starke Ökonomie, die in den Vereinigten Staaten noch im Februar auf Rekordkurs war, sieht er als eines der besten Argumente für seine Wiederwahl im November.

Nur elf neue Corona-Infektionen in Euskirchen – drohende Einschränkungen vom Tisch

11.15 Uhr: Nach weiteren niedrigen Infektionszahlen aus einer freikirchlichen Gemeinde sind die befürchteten Einschränkungen im Kreis Euskirchen vom Tisch: Von den neuen rund 220 Corona-Testergebnissen waren nach Angaben des Kreises von Freitag elf positiv. Die Quarantäne für alle negativ Getesteten werde damit aufgehoben, sagte der Sprecher des Kreises Euskirchen Wolfgang Andres. dpa/Marius Becker/dpa Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen, spricht während einer Pressekonferenz.

Insgesamt seien 870 Mitglieder der mennonitischen Gemeinde getestet worden und Menschen aus dem direkten Umfeld. Davon seien insgesamt 25 positiv. Damit seien die Tests abgeschlossen. Weitere Details wollte die Behörde später mitteilen.

Der knapp 200 000 Einwohner zählende Kreis Euskirchen hätte bei fast 100 Infizierten eine entscheidende Marke erreicht: Ab dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Einschränkungen im öffentlichen Leben für einen Kreis in Betracht gezogen werden. Die "Kölnische Rundschau" hatte zuvor berichtet.

TOP-NEWS: Alle Corona-Tests in Koblenzer Studentenwohnheimen negativ

10.31 Uhr: Aufatmen in Koblenz: Die zahlreichen neuen Corona-Tests bei Bewohnern mehrerer Studentenwohnheime nach drei bestätigten Fällen sind alle negativ ausgefallen. "Die Quarantänemaßnahmen werden aufgehoben", teilte die Stadt Koblenz in Rheinland-Pfalz am Freitag mit. Laut dem Kreis Mayen-Koblenz waren bei 281 Menschen Abstriche genommen worden. "Eine Kontaktperson aus Koblenz, welche allerdings nicht in einem der Wohnheime lebt, ist ebenfalls infiziert", teilte die Kreisverwaltung weiter mit. Drei Wohnheime waren am Mittwoch nach Corona-Fällen unter Quarantäne gestellt worden. Zuvor hatten drei Bewohner Symptome gespürt und waren ins Krankenhaus gegangen. Ein Schnelltest am Dienstagabend war positiv. Daraufhin wurden Kontaktpersonen getestet. dpa Corona-Ausbruch in drei Studentenwohnheimen in Koblenz.

26.000 Dollar Corona-Strafe! Australier müssen für Fast-Food teuer bezahlen

10.21 Uhr: Ein Fastfood-Snack für eine Geburtstagsparty in Australien ist die Gäste teuer zu stehen gekommen. Weil sie gegen die Ausgangssperren wegen der Corona-Pandemie verstießen, mussten die Partygäste in Melbourne insgesamt etwa 26 000 australische Dollar an Strafe zahlen, wie die Polizei am Freitag bekanntgab. Melbourne, die mit rund fünf Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt des Kontinents, befindet sich wegen eines rasanten Anstiegs der Infektionszahlen seit Mittwoch dieser Woche erneut in einem sechswöchigen Lockdown.

Medizinisches Personal hatte beim Essen in einem Fastfood-Restaurant zwei Personen gesehen, die dort in der Nacht 20 Portionen bestellten – und daraufhin die Polizei informiert. Anhand des Nummernschilds fanden die Beamten den Ort der Geburtstagsparty heraus. Als sie eintrafen, seien 16 Personen dabei gewesen, ihren Fastfood-Snack zu essen. Als die Übeltäter die Höhe ihrer Strafe erfuhren, dürfte ihnen das Essen wieder hochgekommen sein: Für jeden der 16 Verstöße stellte die Polizei 1652 australische Dollar in Rechnung, zusammen rund 26 000 Dollar.    

Corona-Neuinfektionen in Israel steigen auf Rekordwert

09.02 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, wurden für Donnerstag 1464 Fälle gemeldet – so viele wie nie zuvor an einem Tag in dem Land seit Ausbruch der Pandemie. Insgesamt wurden in Israel bislang mehr als 35 500 Infizierte registriert. Zum Vergleich: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Freitag meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 395 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Deutschland hat etwa neun Mal mehr Einwohner als Israel. dpa/Ariel Schalit/AP/dpa In Israel sind wieder coronabedingte Beschränkungen in Kraft getreten, nachdem die Zahl der Infizierten gestiegen ist.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht für sein Krisenmanagement zunehmend in der Kritik. Vorgehalten werden ihm unter anderem vorschnelle Lockerungen und eine mangelnde Vorbereitung auf eine zweite Corona-Welle. In der Nacht auf Freitag verhängte die Regierung Ausgangsbeschränkungen für Teile von fünf Städten, darunter auch Jerusalem. Zur Abmilderung der ökonomischen Folgen hatte die Regierung kurz zuvor ein milliardenschweres Hilfspaket vorgestellt.

Nach Corona-Ausbruch: Hongkong schließt erneut alle Schulen und Kindergärten

08.50 Uhr: In Hongkong schließen alle Schulen und Kindergärten nach einem Anstieg der Infektionen in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Die Kinder dürfen ab Montag in die vorgezogenen Sommerferien, wie „South China Morning Post“ berichtet. Die Metropole verzeichnete am Donnerstag 42 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Insgesamt konnten bisher 1.366 offiziell nachgewiesen werden – sieben Menschen verstarben an den Folgen der Lungenkrankheit.

Hongkong hatte bereits Anfang Mai seine Schulen, Bars und Kinos wiedereröffnet. Die Finanzmetropole gehörte wegen der Nähe zu Festlandchina zu den ersten Regionen mit Coronavirus-Fällen, bekam die Ausbreitung des neuartigen Erregers aber durch strenge Maßnahmen zügig in den Griff.

TOP-NEWS: NRW-Familie seit Wochen in Quarantäne gefangen

08.29 Uhr: Die Corona-Quarantäne kann zermürbend sein, aber die Situation, die Familie Rejall aus Gütersloh derzeit erlebt, sprengt diese Dimensionen mühelos. André und Bettina Rejall befinden sich mit ihrem kleinen Sohn seit dem 18. Juni in der Heimquarantäne – auf 60 Quadratmetern. Und ein Ende ist nicht in Sicht, weil die Behörden in Nordrhein-Westfalen sie offenbar vergessen haben, wie der WDR berichtet. WDR/Screenshot

Der Familienvater André hatte sich auf das Coronavirus testen lassen, aber bis heute kein Ergebnis, ob der Test positiv oder negativ ausgefallen sei. „Ich gehe davon aus, dass ich negativ bin, weil ich keine Rückmeldung bekommen habe, aber wir bräuchten einen Beleg, dass alles super ist, dass wir negativ sind, alleine auch, damit unser Sohn in die Kita gehen kann“, sagte er dem WDR.

Anrufe bei der Hotline brachten bisher keinen Erfolg – mehr als 100 Mal hat sich das Paar bereits dort gemeldet! Die Versprechen, ein mobiles Team komme vorbei, um eine Probe zu nehmen, wurde nicht eingehalten. „Wir sind verzweifelt“, sagt Bettina Rejall. Vielmehr müssten sie sich noch dumme Kommentare anhören: „Da sagte mir jemand vom Kreis, ich wäre ja mit Sicherheit positiv, weil ich mich so nasal am Telefon anhöre. Das ist ja wunderbar, dass man so Ferndiagnosen stellen kann.“

Das Kreishaus wollte sich auf Anfrage des TV-Senders nicht offiziell äußern. Man räumte aber ein, dass die Familie kein Einzelfall sei. 4.500 Menschen befinden sich in Gütersloh offenbar noch in Quarantäne – viele davon wohl unnötig. Die Rejalls behalten sich rechtliche Schritte vor.

TOP-NEWS: USA verzeichnen abermals Rekordhoch bei Coronavirus-Neuinfektionen

06.13 Uhr: In den USA ist die Zahl der täglich festgestellten Neuinfektionen mit dem Coronavirus abermals auf ein neues Rekordhoch angeschwollen. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 65.551 Ansteckungsfälle gezählt, wie aus am Donnerstagabend (Ortszeit) von der Johns-Hopkins-Universität veröffentlichten Zahlen hervorging. Der vorherige 24-Stunden-Rekord lag bei 60.209 Infektionsfällen und war am Dienstag verzeichnet worden.

In den USA breitet sich das neuartige Virus seit einigen Wochen wieder verstärkt aus. Betroffen sind vor allem Bundesstaaten im Süden und Westen. Insgesamt liegt die Zahl der erfassten Infektionsfälle im Land den Angaben der Universität zufolge inzwischen bei 3,1 Millionen. Auch wurden demnach seit Mittwoch weitere 1000 Todesopfer gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle durch die Infektion stieg damit auf 133.195. 

Die USA sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Dies gilt sowohl für die Infektions als auch die Totenzahlen. Zuletzt waren immer neue Rekordstände bei den Ansteckungszahlen verzeichnet worden. dpa/Nati Harnik/AP/dpa Eine Krankenschwester in Omaha testet einen Patienten auf eine Infizierung.

Der oberste Seuchenexperte des Landes, Anthony Fauci, sprach am Donnerstag von einer "sehr schwierigen" Phase. In einer Telekonferenz mit dem Nachrichtenportal "The Hill" plädierte der Präsidentenberater dafür, dass die Bundesstaaten bei der Lockerung ihrer Corona-Maßnahmen eine Pause einlegen. Eine erneute weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens halte er aber nicht für nötig. Fauci bezeichnete das Coronavirus wegen seiner leichten Übertragbarkeit unterdessen als "schlimmsten Albtraum". Die Effizienz, mit der das Virus Menschen anstecke, sei "wirklich bemerkenswert", sagte Fauci.

Kritiker führen das erneute Hochschnellen der Infektionsraten darauf zurück, dass Corona-Restriktionen vorschnell gelockert worden seien. Vielerorts wurden die Maßnahmen aber bereits wieder verschärft. US-Präsident Donald Trump spricht dennoch immer wieder von einer positiven Entwicklung im Kampf gegen das Virus. 

Am Donnerstag widersprach Trump zum wiederholten Mal der Lageeinschätzung seines Beraters Fauci. Die hohe Zahl der Infektionsfälle sei darauf zurückzuführen, dass in den USA viel mehr und "besser" getestet werde als in anderen Ländern, schrieb der Präsident im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Trump wird von Kritikern vorgeworfen, die Bedrohung durch die Pandemie zu verharmlosen. So hat Trump auch wieder damit begonnen, Kundgebungen mit großen Menschenmengen abzuhalten. Am 3. November finden in den USA die Präsidentschaftswahlen statt.

197.849 positive Tests in Deutschland – rund 5200 akut Infizierte

21.34 Uhr: In Deutschland sind bislang 197.849 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das geht aus den Meldungen der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervor. In Mecklenburg-Vorpommern gab es keine neuen Fälle.

Bislang sind 9023 Menschen in Deutschland an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert Koch-Institut bei rund 183.600. Somit sind rund 5200 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert ist unterdessen leicht gesunken, auf 0,66. Dieser Wert gibt an, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person im Schnitt ansteckt.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.051 (1837)
  • Bayern: 49.097 (2608)
  • Berlin: 8616 (216 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3475 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1692 (55 Todesfälle)
  • Hamburg: 5228 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 11.104 (514 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 804 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.754 (643 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 44.645 (1701 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7127 (236 Todesfälle)
  • Saarland: 2780 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5469 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1909 (61 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3206 (154 Todesfälle)
  • Thüringen: 3288 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 10.07.2020, 20.29 Uhr): 198.245 (9029 Todesfälle)

Vortag (Stand 09.07.2020, 21.27 Uhr): 197.849 (9023 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 184.000.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,80 (Stand 10.07.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt


  • Coronavirus vermeiden: 14 Regeln fürs Einkaufen im Supermarkt


  • Corona-Warn-App: Installation nicht möglich – daran liegt es


  • Coronavirus: Diese Regeln gelten beim Reisen mit dem Flugzeug


  • Was Sie tun können, um Ihr Immunsystem zu stärken


  • Mundschutz wiederverwenden: So sterilisieren sie ihn


  • Woher stammt das Coronavirus? Drei Theorien kursieren


  • Coronavirus: Gehöre ich zur Risikogruppe? der große Check


  • Was sinnvoller ist als ein Mundschutz


  • Praxistipps zum Thema Corona-Pandemie auf FOCUS Online


  • Germanys Corona-Warn-App: That’s how it works

  • Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie auf der nächsten Seite

    • Überblick;Aktuelle Corona-Regeln in Ihrem Bundesland

    FOCUS Online versorgt Sie täglich mit den wichtigsten Nachrichten direkt aus der Redaktion. Hier können Sie den Newsletter ganz einfach und kostenlos abonnieren.

     

    Gefahr von Superzellen: Ex-Tropensturm Edouard steuert auf Deutschland zu

    The Weather Channel Gefahr von Superzellen: Ex-Tropensturm Edouard steuert auf Deutschland zu

    Quelle: Den ganzen Artikel lesen