Gesundheit

Via schult Apotheker für Corona-Impfung

Der Verband innovativer Apotheken beißt sich an den Krankenkassen die Zähne aus: Es will sich einfach kein Kooperationspartner finden lassen für ein Modellprojekt zur Grippeimpfung in den Apotheken. Doch statt aufzugeben, denkt der Verband nun sogar schon einen Schritt weiter und bietet eine Impfschulung an, mit der Apothekerinnen und Apotheker befähigt werden sollen, auch zum Beispiel gegen COVID-19 zu impfen.

In Sachen Grippeimpfung geht es für den Verband innovativer Apotheken (via) nicht so richtig voran: Seit gut einem Jahr ringt via mit den Krankenkassen um eine Vereinbarung für ein Modellprojekt zu Influenza-Schutzimpfungen in den Apotheken. Bisher hagelte es vonseiten der Kostenträger Absagen. Via-Vorstandsmitglied Arndt Lauterbach vermutet inzwischen, dass die Kassen auf Zeit spielen könnten. Denn nach der Bundestagswahl im September sei es sehr wahrscheinlich, dass es einen neuen Bundesgesundheitsminister oder eine neue Bundesgesundheitsministerin geben werde. „Dann könnte man den § 132j SGB V auch einfach wieder streichen.“

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Mit § 132j SGB V hat Amtsinhaber Jens Spahn (CDU) per Masernschutzgesetz die Möglichkeit geschaffen, Modellprojekte zur Grippeimpfung in den Apotheken aufzusetzen. Das Besondere: Nicht nur die Verbände dürfen solche Vorhaben aushandeln, sondern auch Zusammenschlüsse und Gruppen von Apotheken, also auch zum Beispiel Apothekenkooperationen. Erst kürzlich hatte der Pharmagroßhändler Gehe darüber informiert, in Schleswig-Holstein ein entsprechendes Modellprojekt mit der AOK NordWest vereinbart zu haben. Und: Die Kassen sind nach dem Wortlaut des einschlägigen Paragrafen eigentlich verpflichtet, solche Verträge abzuschließen, wenn die Apotheker sie dazu auffordern.

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