Gesundheit

Welche Vorteile bieten Vektorimpfstoffe?

Den härtesten Stand bei den bedingt zugelassenen Impfstoffen hat der COVID-19-Impfstoff AstraZeneca. Zu Recht? Die Gefahr, dass SARS-CoV-2-DNA in das menschliche Genom integriert und es zu Malignitäten kommt, wird als extrem gering eingeschätzt. Welche Vorteile können Vektor-basierte Impfstoffe – wie auch der in Bälde erwartete Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson – mit sich bringen?

Bislang sind drei COVID-19-Impfstoffe in der EU zugelassen und verfügbar, zwei mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, und ein Adenovirusvektor-basierter Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford. Noch im März wird es aller Voraussicht nach einen weiteren Vektorimpfstoff in der EU geben, so die EMA am 11. März die bedingte Zulassung von Ad26.COV2.S – dem Janssen COVID-19-Impfstoff (Johnson & Johnson) empfiehlt und die Europäische Kommission dem folgt. Während mRNA-basierte Impfstoffe in Studien eine Impfeffektivität von 95 Prozent erreichten, liegt die Effizienz der Adenovirusvektor-basierten Impfstoffen zwischen 70 Prozent und 92 Prozent. Schlechter müssen sie  deswegen nicht sein, findet PD Dr. Christof Geldmacher, Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin des LMU Universitätsklinikums München. Geldmacher hat seinen Schwerpunkt in der Impfstoffforschung (HIV, HPV, SARS-CoV-2) und hier vor allem im Bereich des klinischen Immunmonitorings.

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„Ein Vorteil von vektorbasierten gegenüber mRNA-basierten Impfstoffen ist, dass es bereits über mehr als zwei Jahrzehnte klinische Erfahrungen mit ihnen gibt und sie sich in den dazu durchgeführten Studien weitestgehend als sehr sicher erwiesen haben“, schreibt Geldmacher in der DAZ 08/2021. Vektorimpfstoffe seien teilweise bereits in frühem Kindesalter getestet worden, auch ihre im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffen größere Thermostabilität und einfachere Handhabung führt Geldmacher als Pluspunkte für Vektor-basierte Vakzinen an.

Humanes vs. Schimpansen-Adenovirus

In den bislang zugelassenen Impfstoffen gegen COVID-19 setzten die Hersteller vornehmlich auf humane Adenoviren – wie Ad5 und Ad26. AstraZeneca setzt hingegen ein Schimpansen-Adenovirus ein. Was sind Vorteile des Schimpansenvirus im Vergleich zu humanen, und welche Probleme gilt es vor allem beim humanen Adenovirus 5 zu berücksichtigen?

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„Adenovirale Vektorimpfstoffe unter der Lupe: Das Potenzial und die Herausforderungen viraler Genfähren“

Mehr dazu lesen Sie im vollständigen Beitrag „Adenovirale Vektorimpfstoffe unter der Lupe: Das Potenzial und die Herausforderungen viraler Genfähren“ der DAZ 8/2021.

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