Gesundheit

Wir haben einen Rückstand: Auch Gesundheitsamt Trier räumt Pannen bei Corona-Tests ein

Die Corona-Test-Panne in Bayern ist offenbar kein Einzelfall. Auch aus dem Gesundheitsamt Trier werden Verzögerungen gemeldet. Der Amtsleiter erklärt, wie es dazu kommen konnte und was nun zu tun ist.

Die Corona-Test-Panne in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml gehörig unter Druck gesetzt. Jetzt wird klar: Die Bayern sind nicht die einzigen, die Probleme mit neuen, eilig eingerichteten Testzentren haben. Der Leiter des Gesundheitsamts Trier-Saarburg, Harald Michels, erzählt gegenüber dem ZDF, dass das elektronische Meldesystem noch nicht funktioniere: "Im Moment kommen deshalb die Befunde bei uns per Fax rein. Und die haben alle den gleichen Dateinamen: 'Telefax.pdf'. Das heißt, wir müssen Tausende Befunde, die 'Telefax.pdf' heißen, öffnen in der EDV, sie abspeichern unter dem Namen der betroffenen Patienten, damit da keine Verwechslungen passieren." Oft seien auf den Erhebungsbögen auch Telefonnummern falsch geschrieben oder man könne Daten schlichtweg nicht lesen. Screenshot ZDF

Erst kurz vor der Einrichtung des Testzentrums habe man überhaupt erfahren, dass das Gesundheitsamt daran mitarbeiten müsse. Von "keinem hohen Aufwand" war die Rede. In der ersten Woche seien dann 3800 zusätzliche Testergebnisse beim Gesundheitsamt aufgeschlagen, so Michels zum ZDF. Bisher seien nur vier Tests positiv gewesen. Deshalb sei es unkompliziert gewesen, die Betroffenen zu informieren. Doch die Arbeitsbelastung sei an der Grenze des Möglichen. Und deshalb sei es auch in Trier zu "Verzug, die Personen telefonisch zu informieren" gekommen. "Wir haben einen Rückstand, den wir aufarbeiten müssen. Aber wir haben uns bemüht, zumindest die Personen, von denen ein Infektionsrisiko ausgeht, ganz rasch in Isolation zu bekommen. Und den Rest erledigen wir nach und nach."

Viele Urlaubsrückkehrer kämen aus Luxemburg über Trier nach Deutschland, so Michels. Vor allem Reisende aus Spanien. Von den Getesteten kämen nur rund 20 Prozent aus der Region Trier.

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