Gesundheit

Zitterte plötzlich am ganzen Körper: Müssen wir uns Sorgen um unsere Kanzlerin machen?

Am Dienstag empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel den neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Kurzzeitig zog sie allerdings alle Blicke auf sich allein: Denn die Kanzlerin fing an, am ganzen Körper heftig zu zittern. Grund zur Sorge? FOCUS Online hat bei einem Mediziner nachgefragt.

Während Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag gemeinsam mit dem neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf das Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr wartete, begannen ihre Beine und ihr Körper heftig zu zittern. Als sie mit dem Präsidenten dann die Formation abschritt, hatte sich das Zittern sichtbar wieder gelegt.

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Die Kanzlerin hatte schon früher bei ähnlichen Gelegenheiten ein solches Zittern gezeigt. Damals hieß es, sie leide an Wassermangel bei großer Hitze. Das könnte auch diesmal die Ursache für das Zittern gewesen sein – vermutet zumindest Merkel selbst, die im Nachhinein zu der Situation Stellung bezog.

Kanzlerin zittert bei Empfang: Allgemeinmediziner schließt ernsthafte Ursache aus

Jakob Berger, Allgemeinmediziner und Bezirksvorsitzender des bayerischen Hausärzteverbands, sieht in Merkels kurzer Zitterpartie noch keinen Grund zur Beunruhigung. „Gewundert habe ich mich schon“, sagt er gegenüber FOCUS Online. „Aber eher, weil Frau Merkel sonst immer so stabil wirkt.“ Dass hinter dem starken Zittern eine ernsthafte Krankheit stecken könnte, schließt der Mediziner aus: „Dafür war es zu kurz“, erklärt er. „Sie konnte ja schon direkt nach der Nationalhymne ganz normal mit dem ukrainischen Präsidenten weiterlaufen.“

Eine Dehydrierung, also einen Wassermangel, hält auch er für die wahrscheinlichste Ursache. „In Berlin ist es ja gerade sehr heiß. Und eine Frau wie Angela Merkel hat zusätzlich sicherlich einen eher stressigen Lebenswandel.“ Das begünstige einen Elektrolyt-Verlust im Körper. Und der könne wiederum zu unkontrollierten Zuckungen und Zittern führen.

Parkinson äußert sich in schwächerem Zittern

Neurologische Erkrankungen wie Parkinson schließt der Mediziner eher aus: „Dafür war das Zittern zu stark. Das Zittern von Parkinson, der sogenannte Tremor, wäre viel feinschlägiger“, erklärt er.

Merkel selbst sagte bei einer anschließenden Pressekonferenz mit Selenskyj, sie habe inzwischen drei Gläser Wasser getrunken – das habe ihr gefehlt. Wie man sehe, gehe es ihr wieder sehr gut. Auch der ukrainische Präsident Selenskyj beruhigte die besorgten Journalisten: Er habe bei dem Vorfall neben Merkel gestanden. Er ergänzte: „Sie war in voller Sicherheit.“

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