Gesundheit

Zur Rose liefert Infrastruktur für das E-Rezept

Die Zur Rose-Tochter eHealth-Tec wird an der Ausarbeitung des E-Rezept-Fachdienstes beteiligt. Darüber informiert der Mutterkonzern heute in einer Pressemitteilung. Die Gematik schweigt dazu – und verweist lediglich darauf, dass ihr Vertragspartner der US-Konzern IBM sei.

Das Gerücht, der DocMorris-Mutterkonzern Zur Rose habe sich in einem Konsortium um die Ausgestaltung des zentralen E-Rezept-Dienstes in der Telematikinfrastuktur beworben, hatte sich lange gehalten. Offiziell bestätigt wurden die Ambitionen des Schweizer Unternehmens, das erst vor wenigen Monaten mit der Übernahme des deutschen Telemedizinanbieters TeleClinic für Wirbel gesorgt hatte, bisher jedoch nicht. Nun ist die Katze aus dem Sack: Nach eigenen Angaben wird Zur Rose, vertreten durch seinen TI-Ableger eHealth-Tec, zusammen mit mehreren Partnern unter der Schirmherrschaft von IBM Deutschland die Ausgestaltung des E-Rezept-Diensts in Deutschland übernehmen.

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Die Gematik wiederum kommuniziert in einer ebenfalls am heutigen Montag verschickten Pressemitteilung lediglich, der IT-Riese IBM habe den Zuschlag erhalten. Auf Nachfrage von DAZ.online wollte eine Sprecherin des Gremiums die Beteiligung von Zur Rose/eHealth-Tec weder bestätigen noch dementieren. Zuständiger Ansprechpartner sei IBM. Der US-Konzern wiederum verweist auf die Pressemitteilung der Zur Rose Gruppe.

In einem europaweiten Vergabeverfahren hatte die Gematik im vergangenen Mai Entwicklung und Betrieb des zentralen Fachdienstes ausgeschrieben, über den künftig rund 500 Millionen Rezepte im Jahr verwaltet werden sollen. „Er wird künftig der Service sein, auf dem alle E-Rezepte verschlüsselt abgelegt werden, und von dem aus die Verordnungen in die E-Rezept-App und in die Apothekensysteme heruntergeladen werden“, schreibt die Gematik. Als Betreiber des Fachdiensts könne IBM jedoch keine Daten auslesen oder einsehen, heißt es. „Der Quellcode der Implementierung des Fachdiensts und seiner Mechanismen zum Betreiberausschluss wird vor Inbetriebnahme veröffentlicht, ebenso ein Sicherheitsgutachten.“

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