Persönliche Gesundheit

Merkel kritisiert Erlaubnis von Hotelübernachtungen zu Weihnachten in einigen Ländern

Kreise: Merkel-Kritik an Hotelöffnungen über Weihnachten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Pläne verschiedener besonders von der Corona-Pandemie betroffener Länder kritisiert, über Weihnachten in Großstädten Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben. Merkel habe sich am Montag in einer virtuellen Sitzung des CDU-Präsidiums zu dem Beschluss von Bund und Ländern bekannt, die strengen Corona-Kontaktbeschränkungen über die Festtage zu lockern, berichteten Teilnehmer am Montag der Nachrichtenagentur DPA. Zugleich wurde sie mit der Bemerkung zitiert, es habe ihr die Fantasie gefehlt, zu ahnen, dass besonders betroffene Länder die Hotels öffnen wollten. 

Schnelltest und Quarantäne


Weihnachten mit dem Virus – wie sich Familien an den Festtagen sicher treffen können

Es sei nicht kontrollierbar, ob nur Gäste in den Hotels übernachteten, die tatsächlich Verwandte in der Region besuchten, begründete Merkel demnach ihre Kritik. Nach diesen Informationen bezog sich die Kanzlerin auf solche Regelungen in Großstädten wie Berlin. Es sei nicht zu erklären, dass zugleich etwa die Krankenschwestern an der Berliner Charité über Weihnachten durcharbeiten müssten. Ausdrücklich habe sie in diesem Zusammenhang nicht von Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern gesprochen, berichteten mehrere Teilnehmer. In einigen Flächenländern seien sinkende Inzidenzwerte zu erkennen.

Nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein und Berlin hatte am Samstag auch Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, über die Festtage Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben – entgegen einer Empfehlung aus dem Kanzleramt.

Corona-Pandemie“ ist „Wort des Jahres“ 2020

"Corona-Pandemie" ist von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum "Wort des Jahres" 2020 gekürt worden. Auf dem zweiten Platz landete "Lockdown", wie die Gesellschaft am Montag in Wiesbaden mitteilte. 

Entscheidung gefallen


Das "Wort des Jahres" steht fest – es ist wenig überraschend

Keine Corona-Lockerungen zwischen den Jahren in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg werden die Corona-Maßnahmen unmittelbar nach den Weihnachtstagen wieder verschärft. Die grün-schwarze Landesregierung will die Kontaktbeschränkungen lediglich vom 23. bis zum 27. Dezember aufweichen, bestätigte ein Regierungssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Darauf habe sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit seinen Kabinettskollegen verständigt. Über die Weihnachtstage sollen aber Hotelübernachtungen für Familienbesuche in Baden-Württemberg ermöglicht werden. 

Ifo: Kurzarbeit in Deutschland steigt wieder an

Die neuen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Kurzarbeit in Deutschland wieder ansteigen lassen. Der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit sei im November von 24,8 Prozent im Vormonat auf 28,0 Prozent gestiegen, teilte das Münchner Ifo-Institut am Montag in München mit. Die Forscher beziehen sich auf eigene Umfragen. Kurzarbeit ist in der Krise ein entscheidendes Instrument, um flächendeckende Entlassungen von Arbeitnehmern zu verhindern.

Besonders deutliche Anstiege verzeichneten laut Ifo Hotels (62,9 auf 91 Prozent), die Gastronomie (53,4 auf 71,7 Prozent) sowie Reisebüros und Reiseveranstalter (von 88,0 auf 91,1 Prozent). "Gerade in diesen vom Teil-Lockdown massiv betroffenen Branchen wird wieder sehr viel Kurzarbeit gefahren", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

Heil schließt höhere Sozialbeiträge und Kürzungen wegen Corona aus     

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) schließt im Zuge der Corona-Pandemie Sozialkürzungen und höhere Sozialabgaben aus. "Mit der Sozialgarantie haben wir gesagt, in der Krise werden keine Beiträge erhöht und es werden auch keine Sozialleistung gekürzt. Darauf kann sich jeder verlassen", sagte er am Sonntagabend in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". Zur Finanzierung der staatlichen Aufwendungen in der Krise sagte Heil: "Langfristig wird man auch über die Aufteilung von Kosten in der Gesellschaft reden müssen." Jetzt sei aber nicht der richtige Zeitpunkt, um "darüber zu spekulieren".

Umfrage: Mehr Hausarbeit durch Corona-Pandemie

Mehr als 40 Prozent der Menschen in Deutschland klagen über eine Zunahme der Hausarbeit durch die Corona-Pandemie. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Minijob-Zentrale hervor. Es gebe mehr schmutziges Geschirr, da häufiger zuhause gegessen werde, und es müsse auch häufiger geputzt werden, klagten viele Befragte. Besonders belastet durch die Pandemie waren demnach Familien mit Kindern. Hier klagten sogar drei Viertel der Befragten über Mehrarbeit – nicht zuletzt wegen der häufigeren Kinderbetreuung in den eigenen vier Wänden. 

Laschet: Neue Corona-Konzepte ab Januar – sonst geht der Staat kaputt

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat neue Konzepte in der Corona-Pandemie ab Januar gefordert: "Noch ein weiteres Jahr wie dieses halten Gesellschaft und Wirtschaft nicht durch", so Laschet zur "Rheinischen Post". Ab Januar müssten "kluge Konzepte langfristige Perspektiven für ein Leben mit der Pandemie ermöglichen", so der Landeschef: "Mit der Zulassung des Impfstoffs sind diese Konzepte auch realistisch."

Laschet ergänzte gegenüber der "Rheinischen Post": "Wir können nicht auf Dauer alles schließen, und der Staat bezahlt Monat für Monat Milliarden-Ausfälle. Ab dem neuen Jahr wird ein neues Modell nötig sein. Dauerhafte Schließungen und anschließende Ausgleichszahlungen machen den Staat auf Dauer kaputt."

Kanzleramtschef Braun schließt weitere Corona-Hilfen nicht aus

Zusätzlich zu den Milliarden für die von der Coronakrise schwer getroffene deutsche Wirtschaft stellt Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) weitere Hilfen in Aussicht. "Bei Bedarf müssen wir neue Impulse setzen", sagte Braun dem "Handelsblatt". Allerdings sollen die Hilfen nicht in der jetzigen Form fortgesetzt werden. Am Montag wollen sich auch die Wirtschaftsminister der Länder bei einer Online-Konferenz mit den Folgen der Pandemie beschäftigen.

Im November und Dezember unterstützt der Bund Firmen, die vom Teil-Lockdown betroffen sind, mit Zuschüssen von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat. Insgesamt sind dafür derzeit rund 30 Milliarden Euro veranschlagt. 

Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenwert 

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages sind 11.169 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.864 gelegen. 

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 125 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf insgesamt 16.248. 

"Anne Will"


"Wir streiten zu viel" – Söder gibt sich selbstkritisch zu Corona-Hickhack

Bund plant Nationale Gesundheitsreserve an 19 Standorte

Als Konsequenz aus der Coronakrise will der Bund an 19 Standorten in Deutschland eine Nationale Gesundheitsreserve mit wichtigem Material wie Schutzmasken aufbauen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Nachrichtenagentur DPA: "Diese Pandemie lehrt uns, dass wir mehr vorsorgen müssen." Mit den Plänen soll sich heute das Corona-Kabinett befassen. Demnach soll die Reserve bis Ende 2021 vor allem mit schon beschafften Masken gefüllt werden, dann mit Material aus inländischer Produktion. Ständig vorgehalten werden soll der Bedarf des Gesundheitswesens und des Bundes für einen Monat.

Corona-Impfstoff


Bald sollen die Corona-Impfungen beginnen – was Sie dazu wissen müssen

WHO erwartet Tausende zusätzliche Malaria-Tote wegen Corona-Pandemie

Wegen der Corona-Pandemie könnte es der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge in diesem Jahr Zehntausende zusätzliche Todesfälle durch Malaria geben. Je nachdem wie stark die Malaria-Gesundheitsdienste wegen der Pandemie unterbrochen worden seien, könne es zwischen 20.000 und 100.000 mehr Malaria-Tote geben als erwartet, die meisten davon Kinder, sagte Pedro Alonso, der Leiter des Malaria-Programms bei der WHO. Einem heute veröffentlichten WHO-Bericht zufolge starben 2019 rund 409.000 Menschen weltweit an Malaria, die meisten davon in Afrika. 

Bericht: Einigung auf Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag

Finanzpolitiker der großen Koalition haben sich nach einem Medienbericht auf eine Entlastung für Arbeitnehmer geeinigt, die in der Corona-Pandemie viel von zu Hause aus arbeiten müssen. Wie die "FAZ" berichtet, soll es eine Steuerpauschale von 5 Euro pro Tag geben, höchstens jedoch von 600 Euro pro Jahr.

US-Virologe Fauci warnt vor Explosion der Fallzahlen nach Thanksgiving

Der renommierte US-Virologe Anthony Fauci hat vor einem drastischen Anstieg der Corona-Infektionszahlen nach Thanksgiving gewarnt. Wegen der regen Reiseaktivitäten rund um den wichtigsten US-Feiertag werde sich die Verbreitung des neuartigen Coronavirus höchstwahrscheinlich nochmals beschleunigen, sagte Fauci am Sonntag dem Sender CNN. In zwei oder drei Wochen sei mit einem sprunghaften Anstieg der Infektionsfälle zu rechnen. "Wir wollen die Menschen nicht verängstigen, aber das ist die Realität", sagte Fauci.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte vor Thanksgiving dringend von den sonst üblichen Reisen quer durch die USA zu Familienangehörigen abgeraten, doch ließen sich Millionen US-Bürger davon nicht abhalten. 

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