Persönliche Gesundheit

Senkt Blutdruck und Cholesterin: Deshalb gilt Hibiskustee als neuer Wundertee

Ob Sommer oder Winter, dampfend heiß oder auf Eis: Tee passt zu jeder Jahreszeit. Umso besser, wenn die wohlschmeckenden Durstlöscher auch noch gesund sind.

Da lohnt sich ein Blick auf den zunehmend angesagten Hibiskustee.

Den gibt es zwar nicht erst seit gestern, doch neue Erkenntnisse über die Wirkung des tiefroten Aufgusses machen ihn zu einem besonders interessanten Gebräu – auch wenn es einiges zu beachten gibt.

Niedriger Blutdruck durch Teetrinken?

Ganz oben auf der Liste der fantastischen Eigenschaften von Hibiskustee steht seine vermeintliche Fähigkeit, den Blutdruck zu senken.

In einer im 'Journal of Nutrition' veröffentlichten Studie fanden die Forscher heraus, dass bei Probanden mit erhöhtem Blutdruck, die drei Mal am Tag Hibiskustee tranken, der Blutdruck am Ende der Studie niedriger war.

Doch Vorsicht: Zum einen waren gerade einmal 65 Personen untersucht worden. Zum anderen besteht gerade bei Patienten, die bereits medikamentös behandelt werden, die Gefahr, dass der systolische Wert gefährlich sinkt, so Ernährungsexpertin Georgia Rounder.

Mit Hibiskus gegen Cholesterin

Auch auf den Cholesterinspiegel kann das Getränk, das in Deutschland auch als Malventee vertrieben wird, einen positiven Einfluss haben.

Das 'Journal of Alternative and Complementary Medicine' berichtet, dass Forscher bei Diabetikern, die zwei Mal am Tag Hibiskustee tranken, nach einem Monat niedrigere Cholesterinwerte feststellten.

Allerdings handelte es sich auch hier wieder um eine Studie mit einer verhältnismäßig kleinen Teilnehmerzahl.

Ein echtes Allround-Talent

Dem Hibiskustee wird zudem nachgesagt, dass er unsere Verdauung anregt.

"Dieser Kräutertee wirkt harntreibend", weiß Georgia Rounder. "Wasser und Sodium wird aus dem Körper geschwemmt, die Verdauung wird angeregt."

Auch das Immunsystem erhält Auftrieb: "Hibiskustee ist reich an Vitamin C."

Darüber hinaus kann er durch einen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenol und Anthozyan auch entzündungshemmend wirken.

Selbst die Leber soll von dem kleinen Wundergebräu profitieren und auch beim Abnehmen soll Malventee gute Erfolge erzieht haben – beide Wirkungen wurden allerdings in Studien mit Hibiskusextrakt nachgewiesen, also einer stark konzentrierten Form.

Warum Vorsicht geboten ist

Wie so oft: Es kommt auf die Dosierung an. "Erwachsene sollten nicht mehr als 2,2 Liter am Tag trinken, Kinder lediglich 1.1 Liter.

Schwangere sogar nur einen", rät Rounder. Grund sei vor allem der hohe Mangan- und Aluminiumgehalt von Hibiskus, der zu Zittern oder einem erhöhten Demenzrisiko führen kann.

Auch die zuvor erwähnte positive Wirkung auf die Leber kann durch übermäßigen Genuss ins Gegenteil verkehrt werden.

Wer ernsthafte medizinische Probleme mit der Unterstützung von Hibiskustee angehen möchte, sollte daher auf jeden Fall zuvor seinen Arzt zu Rate ziehen, so Ernährungsberaterin Emily Kyle.

Denn kein Tee der Welt ist ein angemessener Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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*Der Beitrag „Senkt Blutdruck und Cholesterin: Deshalb gilt Hibiskustee als neues Wundermittel“ stammt von FitForFun. Es gibt keine redaktionelle Prüfung durch FOCUS Online. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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