Persönliche Gesundheit

Was am besten bei Blasenentzündung hilft

Michael Mutzberg

SPIEGEL: Herr Roth, wie sind Sie auf die Idee gekommen, ausgerechnet ein Buch über die Blase zu schreiben?

Roth: Sie ist ja leider ein komplett vergessenes Organ. Sie findet nur Beachtung, wenn sie nicht richtig funktioniert, und dann wird es auch gleich peinlich. Meine 18­jährige Tochter hat immer zu mir gesagt: »Papa, du musst unbedingt über die Blase schreiben!« So viele ihrer Bekannten hätten Blasenprobleme, und alle suchten verzweifelt nach seriösen Informationen. Tatsächlich ist das Internet voll von Halbwahrheiten, und viele Allgemeinärzte wissen auch nicht so genau Bescheid. Deshalb habe ich versucht, mein Expertenwissen als Urologe allgemeinverständlich zu formulieren. Hat mich drei Jahre gekostet.

Andy Cantillon / eyevine / INTERTOPICS

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SPIEGEL: Sie nennen das Organ das »Herz des Unterleibs«. Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

Roth: Finde ich nicht. Es gibt da einige Parallelen. Herz und Blase sind beides Hohlmuskeln. Beide Organe werden vom autonomen Nervensystem gesteuert. Und auch eine Blasenentzündung kann lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Aber während das Herz einen glamourösen Platz in der Medizin einnimmt, muss die Blase nach dem Jubelschrei »Das Kind ist trocken!« bitte schön ein Leben lang unauffällig funktionieren. Dabei ist die Blasenentzündung eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt.

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